Wer genau hinsieht, der ahnt zumindest, dass bei Matthias Kleinsteiber nicht alles in Ordnung ist. Der Dortmunder Schlussmann plagt sich seit rund drei Wochen mit einem Bänderriss im Knöchel herum, stellt sich aber trotzdem in den Dienst der Mannschaft, die seine Routine im Abstiegs-Kampf gut gebrauchen kann.

BVB-Keeper Kleinsteiber mit Wechsel-Bereitschaft

tt
09. Mai 2005, 10:54 Uhr

Wer genau hinsieht, der ahnt zumindest, dass bei Matthias Kleinsteiber nicht alles in Ordnung ist. Der Dortmunder Schlussmann plagt sich seit rund drei Wochen mit einem Bänderriss im Knöchel herum, stellt sich aber trotzdem in den Dienst der Mannschaft, die seine Routine im Abstiegs-Kampf gut gebrauchen kann.

Wer genau hinsieht, der ahnt zumindest, dass bei Matthias Kleinsteiber nicht alles in Ordnung ist. Der Dortmunder Schlussmann plagt sich seit rund drei Wochen mit einem Bänderriss im Knöchel herum, stellt sich aber trotzdem in den Dienst der Mannschaft, die seine Routine im Abstiegs-Kampf gut gebrauchen kann.

"Nein, ich habe keine Manschette am Fuß, sondern beiße einfach auf die Zähne", sagt der 27-Jährige, der durch seine beherzten Paraden großen Anteil am Punkt-Gewinn in Düsseldorf hatte. Mit-Spieler Thorsten Horz: "Wie Matze gehalten hat, das war schon unmenschlich."

Der Schlussmann hört solche Komplimente natürlich gerne und bilanzierte: "Letztlich war es wohl ein gerechtes 1:1. Das Ding wäre bei einem 2:0-Vorsprung für die Fortuna wohl für uns zu Ende gewesen, auf der anderen Seite hatten wir durch Mahir Saglik noch die Chance zum Siegtreffer. Für uns war der Teil-Erfolg noch wichtiger als für die Fortunen."

Allerdings weiß "Matze" auch, dass die Luft im Existenz-Kampf auf der Zielgeraden recht dünn wird. "Im Gerangel um den Klassenerhalt werden die besten Nerven entscheiden", meint der ehemalige Oberhausener, "das Gute ist eigentlich, dass wir alles noch selbst in der Hand haben." Am kommenden Wochenende kommt Aufstiegs-Mitfavorit Lübeck zu den Borussen. "Vielleicht", grübelt Kleinsteiber, "vielleicht können wir da Bonus-Punkte einsacken. Gegen die Teams aus der oberen Region haben wir eigentlich immer ganz gut ausgesehen." In den Duellen gegen die Mit-Konkurrenten Chemnitz, Bremen und Münster kann der BVB die entscheidenden Zähler einfahren, um die Klasse zu halten. Allerdings dürfen sich die Dortmunder nicht nur immer darauf verlassen, dass möglicherweise ein Treffer pro Partie reicht. Kleinsteiber: "Im Jahr 2005 haben wir nie mehr als ein Tor erzielt, Du kannst in dieser Liga nicht immer hinten die Null halten. Die mangelnde Treffer-Ausbeute ist ein bisschen unser Manko, auch wenn wir gerade bei Standards immer wieder für Gefahr sorgen, wie sich auch in Düsseldorf gezeigt hat."

Was seine persönliche Zukunft angeht, wäre "Matze" nach erfolgreichem Unternehmen Klassenerhalt nicht abgeneigt, eine neue Herausforderung anzunehmen. Der Verein RW Essen, wo sein Ex-Trainer Uwe Neuhaus arbeitet, wurde bereits ins Gespräch gebracht. "Von RWE habe ich nichts gehört", sagt der Mann mit den 75 Regionalliga Nord-Matches, "aber ich bin mit Uwe Neuhaus super klar gekommen." Der Vertrag von Kleinsteiber läuft zwar noch eine Saison, aber mit 27 Jahren zählt er beim BVB nicht mehr zu den Rohdiamanten, die im Hinblick auf die Bundesliga ausgebildet werden können.

Autor: tt

Kommentieren