SCHALKE U23 - „Kleppo“ denkt an Wuppertal und Dresden

hb
21. Mai 2004, 13:10 Uhr

Schalke 04 und Rot-Weiss Essen, das ist wie Feuer und Wasser, zwei Elemente, die sich nicht vertragen. Die Rivalität der beiden inzwischen ungleichen Revier-Nachbarn hat eine lange Tradition.

Schalke 04 und Rot-Weiss Essen, das ist wie Feuer und Wasser, zwei Elemente, die sich nicht vertragen. Die Rivalität der beiden inzwischen ungleichen Revier-Nachbarn hat eine lange Tradition.

Nun könnten die Essener am Samstag in der Lohrheide die Rückkehr in die Zweite Liga perfekt machen. Klar, dass die Königsblauen den wohl über 10.000 Gästen die geplante Aufstiegsfeier vermiesen möchten. „Wir haben ja meistens keine Heimspiele“, kann Schalkes Trainer Gerd Kleppinger die rot-weiße Invasion nicht erschrecken. „Das ist mir auch egal, ob die es schaffen können oder nicht. Wir haben unsere eigenen Probleme, die müssen wir lösen“, weiß der 46-Jährige.

Mit der 2:4-Niederlage in Kiel stürzten die S04-Amateure erstmals in dieser Saison auf einen Abstiegsplatz. Angesichts des Restprogramms - nach Essen stehen die Auswärtsreise nach Chemnitz sowie das Finale gegen Paderborn an – scheint der Absturz der „U23“ zurück in die Oberliga vorprogrammiert. „Wir haben es versäumt, rechtzeitig genügend Punkte zu holen, um nicht am Ende in diese Lage zu geraten“, stöhnt Schalkes Amateur- und Jugend-Koordinator Bodo Menze. „Das ist eine unbequeme Situation, die wir hätten vermeiden können“, nickt Kleppinger.

Weil in den direkten Duellen mit den Konkurrenten St. Pauli, Leipzig, HSV-Amateure und Kiel die Punkte liegen gelassen wurden, hofft „Kleppo“ auf einen Umkehr-Effekt. „Gegen die so genannten Großen der Liga haben wir meistens gut mitgehalten, ich denke da nur an die Partien gegen Dresden und in Wuppertal. Daran müssen wir uns aufrichten.“

Schließlich haben die Schalker aus dem Hinspiel, bei dem sich die Schalker an der Hafenstraße mit 0:4 vorführen ließen, noch etwas gut zu machen. Auf Revanche ist auch Yakubu Adamu aus, der mit seinen Patzern in Kiel nicht unwesentlich zur Pleite beitrug. „Ich werde mit ihm reden. Er ist ja ein guter Abwehrspieler, aber er muss diese Nachlässigkeiten einfach unterbinden“, wird Kleppinger dem Nigerianer eine kleine Gehirnwäsche gönnen.

SCHALKE: Szollar zurück
Rechtzeitig zum Duell mit seinem Ex-Club RWE ist Schalkes Ungar Krisztian Szollar wieder fit. Der Mittelfeld-Spieler hat nach seiner Meniskus-OP wieder den Anschluss an die Mannschaft gefunden und könnte nach seinem Kurz-Einsatz in Kiel nun am Samstag von Beginn an aufzulaufen.

SCHALKE: Monegasse Menze
Bodo Menze als Dolmetscher: Der Schalker Amateur- und Jugend-Koordinator soll dem Champions League-Finalisten AS Monaco den Aufenthalt im Revier so leicht wie möglich machen. Menze, der fließend französisch spricht und im November 2003 auch die „Equipe Tricolore“ während ihres Länderspiel-Aufenthaltes in Gelsenkirchen betreute, wird von Freitag bis nächste Woche Mittwoch mit der Mannschaft im „Landhotel Milser“ in Duisburg Quartier beziehen. „Das wird abseits des Alltags hier auf Schalke eine hoch interessante Angelegenheit“, freut sich der Funktionär auf die Monegassen.

Autor: hb

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