Der KFC Uerdingen auf der Achterbahn der Gefühle. Nach der 3:0-Gala über Eintracht Braunschweig lösten die Rot-Blauen bei der verunsicherten SG Wattenscheid nicht das erhoffte Ticket für die Weiterfahrt zur Bergetappe.

KFC UERDINGEN: Wollitz stellte "jugendlichen Leichtsinn" fest

bu
11. November 2003, 11:46 Uhr

Der KFC Uerdingen auf der Achterbahn der Gefühle. Nach der 3:0-Gala über Eintracht Braunschweig lösten die Rot-Blauen bei der verunsicherten SG Wattenscheid nicht das erhoffte Ticket für die Weiterfahrt zur Bergetappe.

Der KFC Uerdingen auf der Achterbahn der Gefühle. Nach der 3:0-Gala über Eintracht Braunschweig lösten die Rot-Blauen bei der verunsicherten SG Wattenscheid nicht das erhoffte Ticket für die Weiterfahrt zur Bergetappe.
"Wer das Spiel in der Lohrheide verfolgt hat, der sah eine sehr, sehr gute Uerdinger Mannschaft", bilanzierte Trainer "Pele" Wollitz, "in den ersten 30 Minuten waren wir spielerisch und läuferisch haushoch überlegen." Nur der Ertrag fehlte. Uerdingens vielleicht einziges Manko am Freitag Abend.
"Von zehn solchen Spielen gewinnst Du normalerweise neun Stück. Wir haben unheimlich Druck gemacht, waren klar dominierend. Vor dem Tor sind wir aber nicht so gut mit unseren Chancen umgegangen", grummelte der überzeugende KFC-Abwehrchef Brenny Evers.
Der Holländer ärgerte sich über eine entscheidende Unachtsamkeit in der eigenen Defensive. "Wir haben ein Scheiß-Freistoß-Tor kassiert, hatten aber in den ersten 20 Minuten schon drei dicke Chancen. Auch nach dem Rückstand haben wir ziemlich gut weiter gemacht."
Alleine Thomas Reichenberger hätte die Uerdinger in zwei Szenen zum Erfolg bringen müssen. Evers: "Seine Eins-gegen-Eins-Situation, die Wattenscheids Torwart abgewehrt hat, musste Thomas einfach reinmachen. In Führung hätten wir die SG garantiert weg gespielt."
So aber biss sich der KFC an der diesmal recht sicheren SG 09-Defensive die Zähne aus. Evers: "Wattenscheid hat nach der gelb-roten Karte für Ratkowski mit acht Mann hinten drin gestanden und sich quasi um das eigene Tor gestellt. Da war es schwer, durchzukommen."
Trainer "Pele" Wollitz stufte den zweiten Abschnitt als "ein bisschen hektisch" ein und monierte: "Als der Gegner dezimiert war, haben wir in unserem jugendlichen Leichtsinn gespielt und sind nicht so über die Außen-Positionen gekommen, wie ich mir das vorgestellt hatte." Trotzdem wollte Wollitz den Auftritt nicht zu negativ bewerten: "Bei meiner jungen Mannschaft muss man über Fehler hinweg sehen. Wenn wir so weiter arbeiten, werden wir uns selbst belohnen."
Auffällig beim KFC Uerdingen: Ohne den verletzten Torjäger Markus Feldhoff (zwölf Saisontreffer) fehlt im Angriff der absolute "Killer". Wollitz: "Ich kann Feldhoff nun Mal nicht ersetzen." Brenny Evers ergänzt: "Markus ist für uns ein ganz wichtiger Spieler. Er hat die nötige Erfahrung und weiß, was er wann zu machen hat." Vom 0:1 lässt sich der Abwehrspieler nicht aus der Bahn kippen. Evers: "Wenn wir so weiter spielen, können wir oben ein Wörtchen mitreden. Der Abstand zu den Spitzen-Teams ist noch nicht allzu groß."

Autor: bu

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