Bayern Münchens Trainer Louis van Gaal hat die jüngsten Trainer-Rochaden in der Fußball-Bundesliga heftig kritisiert.

Trainerwechsel

Van Gaal sieht eine "verrückte Welt"

sid
18. März 2011, 13:06 Uhr

Bayern Münchens Trainer Louis van Gaal hat die jüngsten Trainer-Rochaden in der Fußball-Bundesliga heftig kritisiert. "Die Welt ist verrückt!

Es kann doch nicht sein, dass das passieren kann", sagte der Niederländer über die Wechsel von Ralf Rangnick zu Schalke 04 und Felix Magath zum VfL Wolfsburg.

"Es gibt auch ein Transferfenster für Spieler, ich denke, dass das auch für Trainer gelten müsste. Es ist doch nicht normal, dass Magath erst bei Schalke war und jetzt in Wolfsburg ist, und Rangnick bei Hoffenheim und jetzt bei Schalke. Das ist ja Wettbewerbsverzerrung", sagte van Gaal am Freitag. "Wir haben gegen Wolfsburg gespielt, und da war noch ein anderer Trainer. Ein Trainer ist auch bestimmend für eine Mannschaft."

"Das ist doch verrückt"

Van Gaal selbst schloss eine derartige Vorgehensweise aus. "Magath macht das, Rangnick macht das. Es ist doch verrückt. Ich habe das noch nie gemacht", betonte der 59-Jährige und verwies auf seine Entlassungen beim FC Barcelona und bei der niederländischen Nationalelf. Danach habe er jeweils eine mehrmonatige Pause eingelegt.

Van Gaal und die Bayern werden am Saisonende getrennte Wege gehen. Der Trainer will danach ein "Sabbat-Jahr" nehmen. Er habe zwar schon seit November einige Angebote erhalten, "aber die Vereine können sich 2012 wieder melden". Bei der derzeitigen Entwicklung stelle er sich die Frage, "ob das gut für den Fußball ist".

"Wir wollen in die Champions League"

Viel mehr Gedanken macht sich van Gaal derzeit aber, wie er seine Mannschaft nach dem bitteren Champions-League-Aus gegen Inter Mailand vor dem Spiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky und Liga total!) beim SC Freiburg wieder aufrichten kann. Er hoffe, dass die Spieler nach vielen Gesprächen und leicht veränderten Trainingseinheiten "wieder da sind. Wir haben noch ein großes Ziel: Wir wollen nicht in der Euro League spielen, wir wollen in die Champions League. Wenn das Finale in München ist, dann müssen wir eine Chance haben, um den Titel zu streiten. Wir müssen die Qualifikation erzwingen."

Derzeit liegen die Münchner noch zwei Punkte hinter Platz drei bei acht ausstehenden Spielen. Für van Gaal ist es "ein bisschen utopisch", jedes Spiel zu gewinnen, "aber wir werden es versuchen". Nach dem 2:3 gegen Inter waren Superstar Arjen Robben und Daniel van Buyten angeschlagen. Der Bayern-Coach rechnet aber in Freiburg mit beiden Spielern.

Autor: sid

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