Er ist der Profi, der sich in Deutschland am meisten unter Druck gesetzt hat. 25 Tore versprach Mo Idrissou schon, bevor die erste Kugel überhaupt im Training rollte.

MSV: Erst Saures für "CZ", dann Süßes für Mo selbst

tt
26. November 2006, 13:00 Uhr

Er ist der Profi, der sich in Deutschland am meisten unter Druck gesetzt hat. 25 Tore versprach Mo Idrissou schon, bevor die erste Kugel überhaupt im Training rollte.

Er ist der Profi, der sich in Deutschland am meisten unter Druck gesetzt hat. 25 Tore versprach Mo Idrissou schon, bevor die erste Kugel überhaupt im Training rollte. Jetzt wird der Kameruner wöchentlich mit seiner Prognose konfrontiert. Aktueller Stand: Sechs Meisterschafts- und ein Pokal-Treffer.

"Ich schaffe die 25, dabei bleibe ich", lacht Mo cool. Und biss in ein kleines Schokoladen-Täfelchen. Erst Saures für Carl Zeiss, dann Süßes für ihn selbst. Beim 4:0 über die Thüringer bewies der einstige Hannoveraner sein feines Näschen, schlüpfte ein Mal in die Abstauber-Rolle, später betätigte sich der Angreifer als Artist: Ein Daun-Zuspiel karambolierte er im Sprung an Gegenspieler und Keeper vorbei ins lange Eck.

"Trainer Rudi Bommer hat mir vor dem Spiel gesagt: Mo, du machst zwei Tore. Ich habe ihm geantwortet: Ja, das weiß ich." Mo Idrissous Visionen. "Meine Freundin gab mir vorher ebenfalls mit auf den Weg, dass ich zwei Mal treffen würde", zwinkerte der Torjäger. Offenbar reicht das Potenzial für alle Auguren, sich zu einer gewinnbringenden Lotto-Spiel-Gruppe zusammenzuschließen. Bei Mo sollen es am Ende nicht sechs, sondern 25 "Richtige" sein. "Das ist mein Ziel, da will ich hin", lässt er sich nicht vom Weg abbringen.
Dabei agierte der verspätete Neuzugang, der eigentlich schon in der Bundesliga zum MSV-Kader stoßen und das Januar-Camp in der Türkei mitmachen sollte, bevor der medizinische Check die Transfer-Ampel auf "Rot" schaltete, in völlig anderer Position. Nicht als Stürmer, sondern aus dem offensiven Mittelfeld heraus.

"So habe ich beim SV Wehen und bei Hannover 96 gespielt", blickt die Allzweckwaffe zurück, "ich benötige in dieser Rolle sehr viel Platz, bewege mich immer da, wo der Ball ist. Der Trainer hat mir gesagt, er hätte mich mit seinem alten Verein Burghausen im Spiel gegen Wehen so kennengelernt. Wir haben es die Woche über trainiert und dann im Spiel auch so gemacht." Während Bommer feststelle, dass Idrissou nun seine alte Position auch beim MSV gefunden habe, zuckte der Matchwinner mit den Schultern: "Mir ist egal, wo ich spiele. Wichtig ist, dass wir erfolgreich sind."

Autor: tt

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