Kämpfen. Rennen. Grätschen. Hoffen, Zittern und Bangen. Nils-Ole Book ging mit LR Ahlen in der letzten Saison durch die Knochenmühle Abstiegskampf, am Ende nutzte das Aufbäumen nichts mehr, die Wersestädter stiegen in die Drittklassigkeit ab.

MSV: "Juwel" Nils-Ole Book kommt ohne Stammplatz-Garantie aus Ahlen

tt
30. Juni 2006, 09:15 Uhr

Kämpfen. Rennen. Grätschen. Hoffen, Zittern und Bangen. Nils-Ole Book ging mit LR Ahlen in der letzten Saison durch die Knochenmühle Abstiegskampf, am Ende nutzte das Aufbäumen nichts mehr, die Wersestädter stiegen in die Drittklassigkeit ab.

Kämpfen. Rennen. Grätschen. Hoffen, Zittern und Bangen. Nils-Ole Book ging mit LR Ahlen in der letzten Saison durch die Knochenmühle Abstiegskampf, am Ende nutzte das Aufbäumen nichts mehr, die Wersestädter stiegen in die Drittklassigkeit ab.

Der 20-Jährige fiel allerdings wegen seiner guten Leistungen weich, hatte gleich mehrere Interessenten zur Auswahl. Die Entscheidung fiel zugunsten des MSV Duisburg - etwas überraschend für Außenstehende, da auch Arminia Bielefeld und vor allem der VfL Bochum mit im Buhler-Boot saßen. Book: "Stimmt, die Arminia und der VfL hatten sich gemeldet, es gab jeweils ein Kennenlern-Gespräch mit den Verantwortlichen. Aber ich war danach nicht so überzeugt. Nachdem ich mich mit dem MSV Duisburg unterhalten hatte, bekam ich ein absolut gutes Gefühl. Deswegen bin ich auch zu den Zebras gegangen, auch wenn sie eine Liga tiefer als Bielefeld und Bochum spielen."

Momentan gibt es noch Gezerre um die Ablösesumme, doch ungeachtet der störenden Tatsache blickt "NOB" bereits auf die neue Saison, die für Duisburg mit den Duellen gegen Koblenz sowie Unterhaching relativ unspektakulär startet: "Dass wir zum Start auf einen Neuling treffen, muss nicht unbedingt schlecht sein. Wir nehmen den TuS schon sehr ernst, doch es bietet sich auch die Chance, gut reinzukommen. So eine Partie ist zur Premiere sicherlich besser, als beispielsweise gegen Köln anzufangen."

Und was erwartet der Youngster überhaupt von der Spielzeit? "Der MSV hat einen ganz guten Kader zusammengestellt, wenn man sieht, welche Leute geblieben und welche Spieler neu hinzugekommen sind, dann ist das schon eine prima Mischung. Die Zweite Liga ist im Vergleich zum Vorjahr stärker geworden, Kaiserslautern, Köln und wir sind neu dabei, in der Klasse tummeln sich alleine drei Teams, in deren Stadien jetzt die WM gespielt wird."

Geht es nach dem Mittelfeld-Spieler ("Ich kann halblinks, halbrechts, als Linksaußen oder auch zentral hinter den Spitzen agieren"), dann soll der MSV bald wieder in den Genuss kommen, auf der großen Bühne aufzulaufen. "Ich habe einen Drei-Jahres-Vertrag in Duisburg und möchte mit der Mannschaft am liebsten sofort aufsteigen. Natürlich ist es ein großer Traum, in der Bundesliga zu spielen."

Der erste, etwas kleinere Traum ging für den gebürtigen Beckumer bereits mit 18 Lenzen in Erfüllung. "Da bin ich in Ahlen in die erste Mannschaft berufen worden, habe einige Kurz-Einsätze und später sieben Nominierungen von Beginn an gehabt", blickt Book zurück, "unter Paul Linz habe ich in der vergangenen Spielzeit sogar einen Stammplatz gehabt."

Dass dieses Szenario in Duisburg nicht unbedingt gewährleistet ist, das kann der U20-Nationalkicker realistisch einschätzen. Nils-Ole Book: "Ob ich beim MSV spiele, das muss ich selbst beeinflussen. Eine Garantie auf einen Stammplatz gibt es nicht, man muss sich seinen Stellenwert erst erarbeiten. Ich sehe auf jeden Fall die Chance, mich bei den Zebras durchzusetzen." Dabei bestärkt ihn auch die Erkenntnis, dass Neu-Trainer Rudi Bommer bei seinen letzten Stationen stets den Blick für Talente hatte. "Ich habe von Herrn Bommer einen sehr guten Eindruck gewonnen", erklärt der Blondschopf, "er hatte bei Wacker Burghausen viele junge Leute im Team, zuletzt konnte er in Saarbrücken einiges bewegen, auch wenn es am Ende nicht mehr zur Rettung gereicht hat."

Autor: tt

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