Berti Vogts, ehemals Verteidiger bei Borussia Mönchengladbach, formulierte in einem Interview seine Gründe für die derzeitige Situation des Tabellenletzten.

Vogts über Gladbach:

"Man muss Klartext sprechen"

sid
09. Dezember 2010, 10:34 Uhr

Berti Vogts, ehemals Verteidiger bei Borussia Mönchengladbach, formulierte in einem Interview seine Gründe für die derzeitige Situation des Tabellenletzten.

"Bei mir herrscht große Sorge um meinen Klub. Bisher habe ich intern auf einiges hingewiesen. Aber scheinbar wurde das nicht weitergegeben. Daher ist es Zeit für deutliche Worte. Man muss Klartext sprechen, zum auf Misstände hinzuweisen", sagte Vogts.

Der einstige Nationalverteidiger, der 419 Bundeliga-Spiele für Gladbach bestritt und fünf Meisterschaften gewann, stellt besonders die Führungsetage an den Pranger. "Das Hauptproblem ist die Vetternwirtschaft. Man muss nicht gut miteinander befreundet sein. Aber man muss sich selbst permanent infrage stellen. Ziel kann es nicht sein, einen schönen harmonischen Abend zu verbringen. Punkte müssen schnellstens her", sagte Vogts.

Als einen der Schwachpunkte hat er Sportdirektor Max Eberl ausgemacht. "Es ist für mich erschreckend, wie er sich nach Niederlagen hinter dem Klub versteckt." Vogts kritisiert zudem sie hohe Zahl von fünf Roten Karten im bisherigen Verlauf der Saison uns stellt deshalb fest: "Das Team ist taktisch und auch sonst undiszipliniert." Trainer Michael Frontzeck nahm der 63-Jährige von seiner Kritik aus. "Ich weiß nicht wie er als Trainer ist. Das müssen andere beurteilen. Doch nur mit Schulterklopfen geht es nicht."

Autor: sid

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