Zu wenig, aber zufrieden! Ein sehr zweischneidiges Fazit, dass die Essener Verantwortlichen nach dem 2:2 (1:1) vor 12.200 Zuschauern an der Hafenstraße gegen Eintracht Trier ziehen mussten. Der Pflicht-Dreier blieb aus, der Zähler wurde nach dem gelb-roten Feldverweis für RWE-Neuzugang Radoslaw Kaluzny in Unterzahl gesichert.

RWE - TRIER 2:2 (1:1) - kein Pfifferling - dann Bilgin

og
30. Januar 2005, 18:02 Uhr

Zu wenig, aber zufrieden! Ein sehr zweischneidiges Fazit, dass die Essener Verantwortlichen nach dem 2:2 (1:1) vor 12.200 Zuschauern an der Hafenstraße gegen Eintracht Trier ziehen mussten. Der Pflicht-Dreier blieb aus, der Zähler wurde nach dem gelb-roten Feldverweis für RWE-Neuzugang Radoslaw Kaluzny in Unterzahl gesichert.

Zu wenig, aber zufrieden! Ein sehr zweischneidiges Fazit, dass die Essener Verantwortlichen nach dem 2:2 (1:1) vor 12.200 Zuschauern an der Hafenstraße gegen Eintracht Trier ziehen mussten. Der Pflicht-Dreier blieb aus, der Zähler wurde nach dem gelb-roten Feldverweis für RWE-Neuzugang Radoslaw Kaluzny in Unterzahl gesichert. "Schwer, mit zehn Mann gegen Trier zu agieren", zeigte sich Essens Trainer Jürgen Gelsdorf schwer grüblerisch, "die Eintracht ist abgebrüht, das konnte jeder sehen, die Überzahl hat das Team gut ausgespielt."
Nico Patschinski (1.) und Marijo Maric (54.) brachten die Moselstädter zweimal in Front, Harry Kochs Eigentor (13., nach Ecke Bjarne Goldbaek) und Ali Bilgin (86.) egalisierten. "Ärgerlich dieser erneute Ausgleich", säuerte Triers Coach Paul Linz sichtlich, "wir hätten das Match gewinnen müssen. Das ist uns jetzt zum zweiten Mal passiert." In der letzten Woche traf RWO in den Schluss-Sekunden.
Insgesamt gaben nicht mehr viele Betrachter einen Pfifferling für RWE, dann legte jedoch Sven Lintjens auf, Bilgin hatte seine einzige wirklich positive Szene, manchmal genügt das. "Hinterher wollten wir ohne Zweifel mehr als den Punkt, das war auch ein Risiko, aber bei diesem Wetter reicht oft ein Standard", definierte Gelsdorf. Der unter der Woche ansprechen sollte, warum genau diese Situationen bis auf den 1.Ausgleich kontinuierlich abgeschenkt werden.
Gelsdorf ließ sich das Match nicht zerreden: "Trotz des Rückstands sah ich die 1. Halbzeit ganz gut, wir haben geordnet weiter gespielt, der Ausgleich war verdient." Genau wie der frühe Kaluzny-Abgang (vgl. Zusatzstory). Gelsdorf sachlich und korrekt: "Trier hat gezeigt, wie man gegen ein Unterzahlteam agiert, die Führung der Eintracht ging in Ordnung." Linz stinkig: "Essen kam wieder ins Match, Bilgin stand alleine vor dem Tor, so was darf nicht passieren. Dann fing sogar noch das Zittern an, ein echter Hammer." Erwin Koen, Lintjens und Bilgin wurden eingewechselt - mit Erfolg. Gelsdorf: "Wir konnten personell reagieren, die Jungs kamen zurück. Erwin machte Dampf, Sven bereitete vor, Ali schloss ab." Gelsdorfs Fazit: "Ich bin natürlich froh über das Remis, aber im nächsten Spiel muss der Dreier kommen. Wir waren zweimal dicht davor." Tja, zu sehen muss auch sein, dass die Kette hinten fesselt, nicht mehr baumelt. Der Weg führt nach Erfurt, danach kommt der MSV. Zwei Matches ohne Erfolg und nichts wird mehr sein, wie es war...

Essen: Renno - Ernst, Ristau, Haastrup, Larsen (78. Lintjens) - Kaluzny - Gaede, Wedau (70. Koen), Goldbaek (71. Bilgin) - Kioyo, Foldgast
Trier: Ischdonat - Marell, Koch, Budisa, Pelzer - Reis (79. Sinisterra) - Mamic, Keller, Pekovic - Patschinski, Maric (81. Labak)
Schiedsrichter: Meyer (Burgdorf) Tore: 0:1 Patschinski (1.), 1:1 Koch (13., Eigentor), 1:2 Maric (54.), 2:2 Bilgin (86.) Zuschauer: 12.200 Gelb-Rote Karten: Kaluzny wegen wiederholten Foulspiels (32.) Gelbe Karten: Larsen, Foldgast (2) - Maric, Budisa

Autor: og

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