Obwohl sein Sohn im künstlichen Koma liegt, will Andreas Brehme weiterhin das Training vom Zweitligist SpVgg Unterhaching leiten und am Sonntag beim Bayernderby gegen Fürth auf der Bank der Münchner sitzen.

Brehme will trotz Schicksalsschlag auf die Bank

ans
26. Januar 2005, 17:43 Uhr

Obwohl sein Sohn im künstlichen Koma liegt, will Andreas Brehme weiterhin das Training vom Zweitligist SpVgg Unterhaching leiten und am Sonntag beim Bayernderby gegen Fürth auf der Bank der Münchner sitzen.

Trotz der Dramatik um seinen Sohn Ricardo, der am Montag im Unterricht bewusstlos zusammengebrochen war, will Andreas Brehme auf eigenen Wunsch weiterhin das Training der SpVgg Unterhaching leiten. Beim Spiel seiner Mannschaft am Sonntag gegen die SpVgg Greuther Fürth will der Weltmeister von 1990 ebenfalls auf der Bank der Münchner Vorstädter Platz nehmen.

Ricardo Brehme, 16 Jahre alter Sohn des ehemaligen Nationalspielers, war nach seinem Zusammenbruch und einem Herzstillstand sofort reanimiert und später in ein künstliches Koma versetzt worden. Ricardo Brehme liegt derzeit auf der Intensivstation des Harlachinger Krankenhauses in München.

"Am Montagabend sah es noch ganz schlecht aus, aber jetzt geht es ihm schon wieder viel besser", sagte Brehme der Bild-Zeitung: "Ricardo war klinisch tot. Er hatte Glück, dass der Lehrer ihn sofort reanimiert hatte."

Haching holt Bochumer Stevic

Indes unterschrieb Miroslav Stevic vom VfL Bochum wie erwartet am Mittwoch einen Vertrag über eineinhalb Jahre bis zum 30. Juni 2006 beim ehemaligen Erstligisten. Der 271-malige Bundesliga-Spieler kommt ablösefrei. Der defensive Mittelfeldspieler, der mit Borussia Dortmund 2002 deutscher Meister wurde und der in München bereits beim TSV 1860 gespielt hatte, nahm am Mittwochnachmittag erstmals am Training der Hachinger teil und wird am Sonntag in Fürth sein Debüt feiern.

Ebenfalls am Mittwoch verpflichtete die SpVgg in Torhüter Ermin Hasic einen weiteren neuen Spieler. Der 29 Jahre alte Slowene kommt ablösefrei von Olimpia Ljubljana und erhielt einen Vertrag bis 30. Juni 2006.

Autor: ans

Kommentieren