Nun hat Fortuna Düsseldorf die ersten drei Pflichtspiele hinter sich - und gleichzeitig auch die ersten drei Niederlagen in Koblenz, Cottbus und gegen Hertha.

Fortuna Düsseldorf

Die verflixten sieben Probleme

Christian Krumm
02. September 2010, 10:47 Uhr

Nun hat Fortuna Düsseldorf die ersten drei Pflichtspiele hinter sich - und gleichzeitig auch die ersten drei Niederlagen in Koblenz, Cottbus und gegen Hertha.

RS zeigt die sieben großen Probleme der Fortuna auf:

...Abschlussschwäche...
Die Fortuna-Stürmer treffen den gegnerischen Kasten nicht! Das ist wohl die gravierendste Erkenntnis der ersten Spiele. Die Fortuna war in allen drei Partien über die gesamten 90 Minuten gesehen die bessere Mannschaft. Doch die zahlreichen dicken Möglichkeiten, die vor allem Sandor Torghelle und Ranisav Jovanovic auf dem Schlappen hatten, wurden allesamt versiebt. Nur Wellington traf bisher mit einem traumhaften Fernschuss. Vielleicht bekommt er schon kommende Woche beim FSV Frankfurt seine Chance.

...Innenverteidigung...
Auch in diesem Jahr stellt Jens Langeneke wieder seine Klasse unter Beweis, doch die Männer neben ihm - zunächst Assani Lukimya-Mulongoti und jetzt Tiago - machten bisher keinen sicheren Eindruck. Wie schon befürchtet scheint es nicht möglich zu sein, den starken „Bamba“ Anderson zu ersetzen.

...Auswärtsschwäche...
Zwei Spiele in der Fremde, zwei Niederlagen. Auch in dieser Saison scheint es auswärts nicht viel zu holen zu geben. Trotz häufig ordentlicher Leistungen ist die Fortuna in des Gegners Stadion einfach nicht abgezockt genug.

...Erwartungshaltung...
Über 30.000 schauten sich an einem Montagabend das erste Heimspiel an, zudem gab es einen neuen Dauerkarten-Rekord - über 12.000 Tickets wurden an den Mann gebracht. Nach der sensationellen letzten Spielzeit hat sich die Fortuna von einem Zweitliga-Aufsteiger zu einem Aufstiegskandidaten im Unterhaus entwickelt. Das bringt gleichzeitig mit sich, dass die Mannschaft von Trainer Norbert Meier inzwischen mehr als ernst genommen wird.

...Heimnimbus dahin...
Das war‘s! Nach 16 Monaten ohne Heimniederlage gab es gegen Bundesliga-Absteiger Hertha BSC Berlin wieder die erste Pleite in der heimischen ESPRIT-arena. Man darf gespannt sein, wie die Mannschaft, die es schon gar nicht mehr kannte, innerhalb von Düsseldorf als Verlierer nach Hause zu fahren, darauf reagiert. In zweieinhalb Wochen gegen 1860 München wird man es sehen.

...defensives Mittelfeld...
Ein Problem, das bislang noch keins ist, aber schnell eins werden könnte. Eigentlich wollten die Verantwortlichen auf der Position noch auf dem Transfermarkt zuschlagen, doch sie wurden nicht fündig. Wenn Claus Costa mal ausfallen sollte, wird es nicht einfach, ihn gleichwertig zu ersetzen.

Autor: Christian Krumm

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