Die meisten hatten es ja vorher gewusst. Nachdem der MSV Duisburg nur drei Punkte aus den ersten beiden Spielen holte und insbesondere spielerisch eher schwerfällig aus den Startlöchern kam, wird im Umfeld schon das Wehklagen über einen fehlenden Spielmacher laut. Die einen trauern Michael Zeyer (inzwischen Fortuna Düsseldorf) hinterher, die anderen monieren, dass man Vasile Miriuta mit einer Abfindung zurück in die ungarische Heimat schickte. Schließlich sei ohne waschechten Regisseur, der die Sturmspitzen füttert, alles nur lauwarm und der Aufstieg bestimmt nicht realisierbar.

Meier denkt über Andy Voss und Ralf Keidel nach

rl
14. August 2003, 10:48 Uhr

Die meisten hatten es ja vorher gewusst. Nachdem der MSV Duisburg nur drei Punkte aus den ersten beiden Spielen holte und insbesondere spielerisch eher schwerfällig aus den Startlöchern kam, wird im Umfeld schon das Wehklagen über einen fehlenden Spielmacher laut. Die einen trauern Michael Zeyer (inzwischen Fortuna Düsseldorf) hinterher, die anderen monieren, dass man Vasile Miriuta mit einer Abfindung zurück in die ungarische Heimat schickte. Schließlich sei ohne waschechten Regisseur, der die Sturmspitzen füttert, alles nur lauwarm und der Aufstieg bestimmt nicht realisierbar.

Die meisten hatten es ja vorher gewusst. Nachdem der MSV Duisburg nur drei Punkte aus den ersten beiden Spielen holte und insbesondere spielerisch eher schwerfällig aus den Startlöchern kam, wird im Umfeld schon das Wehklagen über einen fehlenden Spielmacher laut. Die einen trauern Michael Zeyer (inzwischen Fortuna Düsseldorf) hinterher, die anderen monieren, dass man Vasile Miriuta mit einer Abfindung zurück in die ungarische Heimat schickte. Schließlich sei ohne waschechten Regisseur, der die Sturmspitzen füttert, alles nur lauwarm und der Aufstieg bestimmt nicht realisierbar.

Norbert Meier reagiert kühl, wenn er so was hört. "Wir müssen die Ruhe bewahren, es ist doch normal, dass mit 15 Neuzugängen nicht alles glatt läuft", sagt der MSV-Coach. Drei Punkte aus zwei Partien seien schließlich kein Weltuntergang - und dass man besser spielen könne, wäre auch klar. Der Trainer verhehlt eine gewisse Enttäuschung über das gezeigte Niveau nicht. "Im Training zeigen die Jungs, dass sie kombinieren können, die im Spiel offenbarten Defizite arbeiten wir auf", sagt Meier, der nicht den Fehler begehen will, mit der Mannschaft öffentlich abzurechnen. Und davon, das man die Qualität habe, ohne den ultimativen Spielgestalter auszukommen, ist Meier ohnehin überzeugt.

Um das auch zu beweisen, wird der Coach allerdings am System feilen und personelle Änderungen vornehmen. "Es ist ja normal, dass sich ein Trainer darüber Gedanken macht, wenn es nicht so rund läuft", meint Meier. Ins Detail will er dabei nicht gehen, am Sonntag gegen Regensburg wird aber wohl die Rückkehr zum herkömmlichen 4-4-2-System praktiziert. "Ich brauche Spieler, die gallig sind", sagt der Coach und denkt dabei offenbar an Andreas Voss und Ralf Keidel. Voss, im letzten Jahr noch Stammspieler, saß zuletzt auf der Reservebank. Keidel war verletzt, meldet sich nun aber wieder zurück. "Ich gehe davon aus, dass ich gegen Regensburg eine Rolle spiele", glaubt Keidel. Voss, der trotz des Verlustes seines Stammplatzes nicht meckerte ("Ich bin nicht der einzige, der zuletzt in den sauren Apfel beißen musste"), hofft ebenfalls auf ein Comeback in der Startformation.
Hinter den Stürmern Miro Spizak und Markus Kurth könnte die Mittelkette mit Peter Peschel, Rob Maas, Andy Voss und dem wieder genesenen Ralf Keidel auflaufen. Kapitän Dietmar Hirsch würde dann auf die linke Defensivseite rücken. Benny Kruse und Alex Bugera, die in Haching gefällig, aber nicht gefährlich, agierten, müssten dann weichen "Bis Sonntag ist noch Zeit, ich muss über die Möglichkeiten nachdenken", sagt Meier.

Gleich, zu welcher Variante sich der Coach entscheidet: Um das Umfeld zu beruhigen und die Diskussionen über einen Spielmacher verstummen zu lassen, helfen dem Team ohnehin nur Siege. Das zumindest glauben die meisten schon vorher gewusst zu haben.

Autor: rl

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