Machtwechsel in der Bundesliga: Zwei Tore von Peter Lövenkrands haben Schalke 04 an die Tabellenspitze gebracht.

2:0! Schalke entthront Bremen als Tabellenführer

04. Februar 2007, 18:54 Uhr

Machtwechsel in der Bundesliga: Zwei Tore von Peter Lövenkrands haben Schalke 04 an die Tabellenspitze gebracht.

Machtwechsel in der Bundesliga: Zwei Tore von Peter Lövenkrands haben Schalke 04 an die Tabellenspitze gebracht und Herbstmeister Werder Bremen in die Verfolgerrolle gedrängt. Mit einem spektakulären Seitfallzieher und einem mustergültigen Kontertor besiegelte der Däne einen verdienten 2:0 (1:0)-Sieg der Königsblauen an der Weser. Die Platzherren mussten nach sechs Siegen in Folge erstmals wieder eine Niederlage hinnehmen und konnten vor 42.100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion ihre Fans nur phasenweise überzeugen. Nach Startschwierigkeiten in der Auftaktviertelstunde bekamen die Gäste spätestens nach dem Führungstreffer durch Lövenkrands (20. ), der in der 71. Minute auch für die Entscheidung sorgte, die Partie immer besser in den Griff und ließen die Hanseaten nur selten zur Entfaltung kommen.
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Deutlich geschwächt durch das Fehlen des gelbgesperrten Nationalspielers Torsten Frings funktionierte das Kombinationsspiel der Bremer nur selten wie gewohnt. Viele Abspielfehler und Ungenauigkeiten prägten das Bild, und Trainer Thomas Schaaf schüttelte am Spielfeldrand mehrfach missmutig den Kopf. Ganz anders das Team von Coach Mirko Slomka. Klug und umsichtig dirigiert vom Brasilianer Lincoln, erarbeiteten sich die Gäste immer wieder gute Torgelegenheiten, wobei die Bremer Hintermannschaft oftmals nicht gut aussah. So hätte allein Lövenkrands bei zwei weiteren guten Einschussmöglichkeiten weit früher für eine Vorentscheidung sorgen können. In der 39. Minute zwang er Bremens Torhüter Andreas Reinke mit einem Distanzschuss zu einer Glanzparade, neun Minuten nach Wiederbeginn konnte ihn erst in letzter Sekunde der Brasilianer Naldo stoppen. Insbesondere nach dem Seitenwechsel hatten die Bremer kaum noch etwas entgegenzusetzen, auch weil die Nationalspieler Tim Borowski und Miroslav Klose weit unter Form spielten und kaum in Erscheinung traten.
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Schaaf versuchte, auf das konfuse Spiel seiner Profis noch einmal zu reagieren, doch auch ein Dreifach-Wechsel in der 64. Minute brachte keinen Erfolg. Insgesamt allerdings stand diese vorentscheidende Begegnung, die in 84 Ländern original übertragen wurde, nur selten auf hohem Niveau. Wenn überhaupt, waren es die Gäste aus Westdeutschland, die zumindest phasenweise spielerischen Glanz verbreiten konnten. Erst in der Schlussviertelstunde wurden auch die Aktionen der Schalker fehlerhafter und durchschaubarer, doch zu diesem Zeitpunkt war die Entscheidung zu Gunsten der Westdeutschen praktisch schon gefallen.

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