Der Schock sitzt tief, doch in die Betroffenheit über die schwere Nierenerkrankung von Stürmer Ivan Klasnic mischte sich bei Werder Bremen am Mittwoch auch Zuversicht.

Klasnic hat Zukunft bei Werder

24. Januar 2007, 12:46 Uhr

Der Schock sitzt tief, doch in die Betroffenheit über die schwere Nierenerkrankung von Stürmer Ivan Klasnic mischte sich bei Werder Bremen am Mittwoch auch Zuversicht.

Der Schock sitzt tief, doch in die Betroffenheit über die schwere Nierenerkrankung von Stürmer Ivan Klasnic mischte sich bei Werder Bremen am Mittwoch auch Zuversicht. `Wir haben die Hoffnung, dass Ivan wieder für Werder Fußball spielen wird´, sagte Sportdirektor Klaus Allofs. Während Klasnic in einem Bremer Krankenhaus auf die Transplantation der von seinem Bruder Josip stammenden Spenderniere wartet, baute der Verein schon einmal für die berufliche Zukunft des Spielers vor: `Wir werden ihm eine Verlängerung seines Vertrags zu den aktuellen Konditionen anbieten´, erklärte Allofs. Der derzeitige Kontrakt des 26-jährigen Kroaten läuft am Saisonende aus. Von der Schwere der Erkrankung (Nieren-Insuffizienz), die erst am Dienstag öffentlich bekannt geworden war, wussten die Werder-Verantwortlichen schon länger.

`Es war aktuell keine Schocknachricht für uns, weil wir darüber bereits seit längerem im Bilde waren. Ivan weiß das ganze Team an seiner Seite´, so Allofs. Erste Anzeichen für die Krankheit, bei der sich die Funktion der betroffenen Niere allmählich verschlechtert und letztlich ein Versagen des Organs droht, hatte es nach Klasnics Blindarm-Operation im November 2005 gegeben. Seither hatte der Nationalspieler und WM-Teilnehmer für Kroatien Medikamente erhalten, die allerdings zum Schluss nicht mehr wirkten. Unterstützung erhielt der gebürtige Hamburger auch von seinen Bremer Mannschaftskollegen. `Wir sind traurig, dass Ivan solche Probleme hat und wünschen ihm alles Gute, dass alles glatt geht´, meinte Kapitän Frank Baumann. `Ivan weiß, dass er sich auf uns verlassen kann´, erklärte Torsten Frings.

Stürmer-Kollege Aaron Hunt ergänzte: `Wir als Mannschaft stehen hinter ihm und hoffen, dass er so schnell wie möglich zu unserem Kreis zurückkehrt.´ Klasnics Anwalt Klaus-Peter Horndasch hatte erklärt, dass nach Rücksprache mit den behandelnden Ärzten schon ein baldiges Comeback möglich sei: `Die Ärzte haben uns gesagt, dass Ivan zehn bis zwölf Tage im Krankenhaus bleiben muss und seinem Verein dann sechs bis acht Wochen später wieder zur Verfügung stehen wird.´ Vorsichtigere Schätzungen gehen von bis zu einem halben Jahr Regeneration aus. Doch allen Prognosen nach wird Klasnic seine Karriere fortsetzen können.

Autor:

Kommentieren