Durch die Abmeldung der Mannschaft stand der SSV Hamm schon früh als erster Absteiger aus der A-Liga fest. Jetzt nehmen die Verantwortlichen einen neuen Anlauf.

SSV Hamm

Neustart mit vier Seniorenteams

Christian Müller
24. Juli 2010, 17:29 Uhr

Durch die Abmeldung der Mannschaft stand der SSV Hamm schon früh als erster Absteiger aus der A-Liga fest. Jetzt nehmen die Verantwortlichen einen neuen Anlauf.

Die Risse innerhalb der ersten Mannschaft waren Anfang des Jahres nicht mehr zu kitten, zudem gab es oft Schwierigkeiten, ausreichend Spieler zusammen zu bekommen. Der Fußball-Abteilungsleiter des Klubs aus dem Hammer Süden, Kai Schulze-Clewing, bestätigt die internen Probleme im Team: „Es gab Querelen und zu viele Meinungsverschiedenheiten in der Mannschaft.“

Für die neue Saison richtet sich der SSV neu aus. „Wir starten jetzt einen Neuaufbau mit insgesamt vier Seniorenmannschaften“, erklärt der Funktionär. Die „Erste“ des SSV besteht nur noch aus fünf bis sechs Spielern, die auch schon in der abgelaufenen Spielzeit dabei waren. „Zudem haben wir die Truppe mit ehemaligen SSV-Akteuren, die jetzt zurückkehren, oder externen Neuzugängen ergänzt“, beschreibt Schulze-Clewing das Vorgehen.

Junge Spieler sollen Chancen bei erster Mannschaft erhalten

Der Fußball-Chef will durch die Reserveteams zudem einen echten Unterbau entstehen lassen: „Wir haben viele jüngere Kicker, die für die zweite, dritte und vierte Mannschaft auflaufen werden. Die Trainer aller Teams sollen eng zusammenarbeiten und die Jungen immer wieder bei der ersten Mannschaft einbauen.“

Einen unüberbrückbaren Engpass wie im vorigen Jahr glaubt der SSV-Macher von nun an ausschließen zu können. „Der Kader ist jetzt groß genug. Außerdem verhandeln wir momentan noch mit einem Verein, von dem wir vier weitere Spieler holen möchten.“ Die Chancen der Nachwuchsspieler aus den Reserveteams sollen darunter jedoch nicht leiden: „So eine Saison ist lang. Und wir sind ja Amateurfußballer. Dementsprechend kann aus beruflichen Gründen immer mal jemand ausfallen, ebenso können sich Spieler aus der Reserve aufdrängen.

Vorsichtiger Optimismus für die neue Saison

Als starken Konkurrenten hat er den TuS Uentrop II auf der Rechnung. „Die waren immer gut mit im Rennen und haben wie wir eine junge Mannschaft. Da soll sich auch in der Jugendarbeit einiges getan haben“, spekuliert der Abteilungsleiter.

Bei der Frage nach der Zielsetzung für das kommende B-Liga-Spieljahr möchte sich Schulze-Clewing nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, ist aber verhalten optimistisch. „Die Jungs sind stark genug, um im oberen Drittel mitmischen zu können“, hofft er. Doch ist er sich auch im Klaren darüber, wie schwierig solche Voraussagen sind: „Es hängt von Kleinigkeiten ab, wie sich die Saison entwickelt. Man darf nicht zu viele Ausfälle haben.“

Autor: Christian Müller

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