Zwei Wochen vor dem Start der Bundesliga-Rückrunde hat Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß die beiden Nationalspieler Lukas Podolski und Bastian Schweinsteiger noch einmal eindringlich in die Pflicht genommen.

Hoeneß nimmt Schweini und Poldi in die Pflicht

11. Januar 2007, 11:18 Uhr

Zwei Wochen vor dem Start der Bundesliga-Rückrunde hat Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß die beiden Nationalspieler Lukas Podolski und Bastian Schweinsteiger noch einmal eindringlich in die Pflicht genommen.

Zwei Wochen vor dem Start der Bundesliga-Rückrunde hat Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß die beiden Nationalspieler Lukas Podolski und Bastian Schweinsteiger noch einmal eindringlich in die Pflicht genommen. Hoeneß fordert von beiden in Zukunft mehr Engagement und `mehr Ernsthaftigkeit´. `Mit Bastian etwa bin ich gar nicht zufrieden in der Vorrunde. Er muss die Leistungen, die er bei seinen guten WM-Auftritten gezeigt hat, nun stabilsieren. Bastian muss allmählich klar werden, dass mehr Ernsthaftigkeit in dem Job notwendig ist. Dann kann er einmal ein großer Spieler werden´, sagte Hoeneß im Traininslager der Bayern in Dubai der Münchner AZ. Beim 22 Jahre alten Mittelfeldspieler müsse es jetzt mit dieser `Wird-schon-Einstellung´ irgendwann vorbei sein. Schweinsteiger werde ab sofort mit `anderen Maßstäben´ gemessen. Auch bei Podolski erwartet Hoeneß einen Sprung:

`Er hat mit der Vorrunde die Lehrlingsphase hinter sich, jetzt muss die Gesellenphase kommen, später einmal die Meisterprüfung. Lukas muss jetzt beißen, Ansprüche auf einen Stammplatz anmelden. Die gebratenen Tauben fliegen einem nicht in den Mund.´ Bei Podolski ist die Warnung offensichtlich angekommen. `Ich versuche mich zu verbessern, auch mit Einzeltraining´, sagte der 21-jährige Angreifer im kicker. Er habe sich bisher beim deutschen Rekordmeister nicht durchgesetzt. `Ich hoffe, ich packe es möglichst bald. Ich weiß, dass ich besser spielen kann. Da muss ich mich nicht anlügen.´ Schweinsteiger äußerte ebenfalls, dass die Worte des Managers für ihn `ein Ansporn´ seien. Für Diskussionen beim FC Bayern sorgt derzeit auch die Personalie Claudio Pizarro. Die Münchner wollen offenbar den am Saisonende auslaufenden Vertrag mit dem Peruaner nicht mehr verlängern. Pizarro äußerte im kicker jedoch, dass er auf jeden Fall bei Bayern bleiben will. Ein Wechsel innerhalb der Bundesliga - zuletzt war mit Werder Bremen spekuliert worden - käme nicht in Frage.

Aus dem Ausland gebe es bisher nur Anfragen. Der Angreifer steht bei den Bayern-Veranwortlichen nicht nur wegen seiner schwankenden Leistungen auf der Kippe. Auch die überzogenen Forderungen (angeblich vier Millionen Euro netto) sollen Hoeneß und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge verärgert haben. In Dubai meinte Hoeneß nun, `dass wir im März, April wissen wollen, woran wir sind´. Sicher ist schon der Abschied von Ali Karimi. Der Iraner wird die Bayern laut Hoeneß im Sommer auf jeden Fall verlassen. Der Mittelfeldspieler wird dann aller Voraussicht zu Al-Ahli nach Dubai wechseln. Der von Winfried Schäfer trainierte Klub hofft jedoch auf einen Transfer noch im Januar.

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