SGS/FCR: Zum achten Mal Pokal-Kick aller zwölf Bundesligisten in Bonn

og
30. Dezember 2006, 18:30 Uhr

Es wird wieder indoor gezaubert! Bereits zum achten Mal - Tradition pur - findet Samstag, 20. Januar, der DFB-Hallenpokal der Frauen in der Bonner Hardtberghalle statt (Eröffnung: 10 Uhr - Siegerehrung: 17 Uhr).

Es wird wieder indoor gezaubert! Bereits zum achten Mal - Tradition pur - findet Samstag, 20. Januar, der DFB-Hallenpokal der Frauen in der Bonner Hardtberghalle statt (Eröffnung: 10 Uhr - Siegerehrung: 17 Uhr). Es ist insgesamt die 14. Auflage des Wettbewerbs. Bewährtes, schickes Ambiente, agiert wird in drei Gruppen mit je vier Mannschaften. Ausrichter für den DFB ist einmal mehr Bundesligist SC 07 Bad Neuenahr aus der nahen Kur- und Rotweinstadt an der Ahr. An dem siebenstündigen Tagesturnier, über das der WDR mehr als zwei Stunden live in seinem Fernsehprogramm berichtet, nehmen alle zwölf Mannschaften der Bundesliga teil. Dieses Renommee lässt sich kein Club aus der Eliteliga entgehen. Ralf Agolli, Trainer der SG Schönebeck: "Natürlich nicht, wir treten an, um auch bei diesem Event richtig gut auszusehen. Mein Team hat großes Potenzial für die Halle." Coach Thomas Obliers vom FCR Duisburg. "Fußball indoor ist immer ein prima Ereignis." Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Bärbel Dieckmann, Bonns Oberbürgermeisterin, Kurt Beck, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Jürgen Rüttgers, Ministerpräsident von NRW. Die Aktionszeit jeder Vorrunden-Begegnung beträgt einmal zwölf Minuten. Pro Team sind zwölf Akteurinnen, davon eine Torhüterin sowie eine Ersatzkeeperin, spielberechtigt.

DFB-Pokal-Halbfinale wird ausgelost

Als zusätzliches Spannungs-Highlight werden die Halbfinalpartien im DFB-Pokal während des renommierten überdachten Spektakels durchgeführt: In der Vorschlussrunde sind bekanntlich noch der 1.FFC Frankfurt, der FCR Duisburg, die SG Schönebeck und der Zweitligist 1.FC Saarbrücken.
Bei der Besetzung der 18 Vorrundenmatches, um den Weg ins Viertelfinale zu schaffen, war die Tabelle nach dem zehnten Bundesligaspieltag ausschlaggebend (ohne Berücksichtigung von Nachhol-Duellen). Gruppe A: Tabellenplatz 1, 6, 7, 12 - Gruppe B: Tabellenplatz 2, 5, 8, 11 - Gruppe C: Tabellenplatz 3, 4, 9, 10. Konsequenz: Dem Frauenfußball-Fan "blühen" schon in Gruppenspielen packende Duelle Jeder gegen Jeden. Wie der ewig junge Vergleich zwischen Vorjahressieger 1. FFC Frankfurt und Vorgänger 1. FFC Turbine Potsdam. Nebem dem UEFA-Cup-Gewinner aus der Bankenmetropole und dem amtierenden Deutschen Meister aus der brandenburgischen Hauptstadt, der allerdings outdoor ziemlich taumelt, sehen sich in Gruppen-Treffen zudem der Hamburger SV und FFC Heike Rheine. Schwer dürfte es für lokale Größen werden. Der FFC Brauweiler-Pulheim, derzeit nur Tabellenletzter der Bundesliga und mit extrem wenig Aussichten, die Klasse zu erhalten, bekommt es mit keinem geringeren als Tabellenführer und Vorjahres-Vize FCR 2001 Duisburg sowie der immer lautstark unterstützen Auswahl des FC Bayern München und dem bärigen Aufsteiger TSV Crailsheim um Ex-Nationalspielerin Tanja Wörle zu tun.
Der FCR und Brauweiler bestreiten kurz nach zehn Uhr das Eröffnungsspiel. Ferdi Seidelt, Boss des FCR: "Da wollen unsere Mädels schon eine Duftmarke setzen." Die interessanteste Gruppe hat Gastgeber Bad Neuenahr "erwischt" - Teams mit zahlreichen technisch versierten Hallenkickerinnen in den Reihen. Neuenahr mit "Hallenpokal-Covergirl" und Lokalmatadorin Celia Okoyino da Mbabi aus Bornheim bei Bonn trifft auf Schönebeck, wo die im Vorjahr exzellent auftrumpfende Spezialistin und Ex-Neuenahrerin Linda Bresonik jetzt kickt. Agolli: "Nicht nur Linda weiß sich extrem gut auf diesem Parkett zu präsentieren." Dazu gesellen sich der VfL Wolfsburg, der mit Martina Müller ebenfalls eine starke Ex-Neuenahrerin und die Brasilianerin Cristiane in den Reihen hat, sowie der SC Freiburg mit der Spielerin des Turniers von 2005, Melanie Behringer.

Sieben Stunden Top-Angebot

Die komplette Bundesliga kickt mehr als sieben Stunden lang, um die beste "Kombo" unterm Hallendach auszuspielen. Nach der Vorrunde geht es erstmals in ein Viertelfinale, das die beiden Erstplazierten jeder Gruppe sowie die beiden besten Dritten erreichen (Entscheidung: Punktzahl - Tordifferenz - erzielte Tore - direkter Vergleich - Los). Taktische Spielchen sind dann in den zehn Minuten Zauberzeit tabu. Nur der Sieger jeder Partie kommt weiter. Agolli: "Was sollen wir groß über die Taktik sprechen, meine Truppe soll einfach drauf los zocken." Die Spannung wird noch größer. Es geht Schlag auf Schlag auf dem 42 mal 21 Meter großen Kunstrasenfeld. Langeweile ist ein Fremdwort. Letztendlich ist es eine Showbühne für die boomende Sportart, die genutzt werden muss und wird. Die Elite des Frauenfußballs trifft sich an diesem Tag. Autogrammjäger kommen auf ihre Kosten, denn alle Nationalspielerinnen sind dabei, jeder Verein kommt mit dem spielerisch Besten, das er zu bieten hat: Knapp 150 Spitzen-Fußballerinnen aus rund einem Dutzend Nationen sind zugegen.
In Bonn wird die gesamte Bundesliga und das beeindruckende Leistungsniveau des deutschen Frauenfußballs präsentiert. Hallenfußball: Schnelligkeit, Technik, Spannung, viele Tore. Gerade überdacht kommen die spezifischen Vorzüge gut zur Geltung. Der Ausrichter rechnet - wie schon in den letzten drei Jahren - wieder mit einer proppevollen Hardtberghalle. Bereits im vollen Gange ist der online-Vorverkauf über die Internet-Seite www.dfb-hallenpokal.de. Rückblick: Bei der 13. Auflage sicherte sich der 1. FFC Frankfurt am 21. Januar 2006 durch ein 1:0 im Finale gegen den FCR Duisburg den Titel. Hannelore Ratzenburg, Vorsitzende des Ausschusses für Frauenfussball im DFB: "Das ist das weltweit beste Frauenfussball-Hallenturnier." Das wie gewohnt mit einer Player´s Party endet, ein ähnliches Happening, auch Tradition pur.Oliver Gerulat

Autor: og

Kommentieren