Sascha Lewandowski hatte gehofft, dass sich seine Bilanz in Endspielen um die Deutsche U19-Meisterschaft nicht zu einer negativen Serie entwickeln würde.

U19-DM: Bayer verliert

0:1! "Das ist ein Trainerschicksal"

27. Juni 2010, 21:19 Uhr

Sascha Lewandowski hatte gehofft, dass sich seine Bilanz in Endspielen um die Deutsche U19-Meisterschaft nicht zu einer negativen Serie entwickeln würde.

Doch am Ende war alles Hoffen vergebens. Nach zwei erfolglosen Versuchen mit dem VfL Bochum musste sich der Coach nun auch mit Bayer Leverkusen im Finale geschlagen geben. Am Ende hieß es 0:1 (0:0) gegen Hansa Rostock. Nicht etwa, weil die Ostseestädter die bessere Mannschaft gewesen wären, sondern, weil sie eine ihrer wenigen Chancen nutzten.

„Mit der gezeigten Leistung kann ich unter den gegebenen Umständen durchaus zufrieden sein. Aber das Ergebnis ist bitter“, erklärte Lewandowski, nachdem die ersten Tränen seiner Schützlinge getrocknet waren. Sein Zusatz: „Das ist ein Trainerschicksal, das gehört mit dazu. Ich muss es sachlicher und analytischer betrachten als die Spieler, die mit sehr vielen Emotionen an die Sache herangehen.“
[infobox-right]Leverkusen: Carpentier - Koronkiewicz, Petsos, Haitz, Riedel - von der Bracke (73. Kreyer), Opper (73. Kalski) - Kramer, Steffen (80. Ziesing), Schwadorf – Lasogga.
Rostock: K. Müller - Trybull, Grupe, Bremer, Steinfeldt - Pannewitz (64. V. Cekirdek), Starke - Weilandt (60. Jordanov), H. Cekirdek - Albrecht, Fikic (82. Quaschner).
Schiedsrichter: Wingenbach (Diez).
Tor: 0:1 Albrecht (72.).
Gelbe Karten: - Pannewitz, Fikic.
Zuschauer: 6.000.[/infobox]
Wohl wissend, dass sich seine Truppe vor 6.000 Zuschauern und zahlreichen Promis wie DFB-Sportdirektor Matthias Sammer, der Bayer-Führungsriege um Wolfgang Holzhäuser und Profitrainer Jupp Heynckes sowie René Adler in der BayArena durchaus gut verkaufte. Das erkannte auch Gäste-Coach Michael Hartmann an. Der betonte: „Die Leverkusener hatten die klareren Möglichkeiten, daher sind wir der glückliche Sieger.“
[gallery]1169,0[/gallery]
Doch am Ende standen Lewandowski und die Bayer-Bubis mit leeren Händen da. Das hinderte den Fußballlehrer allerdings nicht daran, schon wieder optimistisch in die Zukunft zu blicken. „Meine Mannschaft hat viele Dinge richtig und gut gemacht. Nach 15, 20 Minuten hat sich unsere Verkrampfung gelöst. Wir hätten das Ding für uns entscheiden können. Die Jungs müssen sich den Lernwillen erhalten. Dann wird der eine oder andere noch für eine positive Überraschung sorgen.“ Alles in der Hoffnung, dass seine erfolgreiche Arbeit doch noch irgendwann mit dem Meistertitel gekrönt wird.

Autor:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren