Für das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft musste sich Bayer-Trainer Sascha Lewandowski seit Dienstag frei nehmen, ebenso wie Stuttgarts Marc Kienle.

Bayer U19: Lewandowski

Dortmunds Florian Junge kommt

19. Juni 2010, 10:37 Uhr

Für das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft musste sich Bayer-Trainer Sascha Lewandowski seit Dienstag frei nehmen, ebenso wie Stuttgarts Marc Kienle.

Denn beide absolvieren seit dem 10. Mai den Fußballlehrer-Lehrgang, der ihnen immer von Montag bis Mittwoch ein volles Programm beschert. „An guten Tagen sind wir von 8 bis 19.30 Uhr an der Deutschen Sporthochschule. Aber wenn wir etwas vorbereiten müssen, kann es auch mal 22.30 Uhr werden“, berichtet Lewandowski.

Während Kienle einmal die Woche aus dem Schwabenland nach Köln reisen muss, hat Lewandowski immerhin einen geographischen Vorteil. Zwar zieht es den Wahl-Bochumer in der heißen Lernphase kaum noch ins Revier, aber dafür hat er eine Zweitwohnung in Leverkusen. „Wenn man von 23 Uhr bis 6 Uhr morgens frei hat, überlegt man sich genau, ob man davon auch noch Zeit auf der Autobahn verbringen will“, bemerkt Lewandowski.

Aber er ahnt, dass sich der Aufwand lohnt. Schließlich wird den 27 Lehrgangsteilnehmern von Chefausbilder Frank Wormuth einiges geboten. Elf Tage lang war die Gruppe in Liechtenstein, um die Spiele der U17-EM zu analysieren. Letzte Woche ging es zum Rhetorikkurs in den Westerwald. „Die Anforderungen sind deutlich erhöht worden. Aber man bekommt viele Anregungen. Es macht richtig Spaß“, betont Lewandowski. Und weiter: „Ich vergleiche das mit Trainingslagern, denn mittlerweile funktionieren wir tatsächlich wie eine Fußballmannschaft.“

Durch die Doppelbelastung hat er allerdings nicht immer Zeit für sein U19-Team. Das Mittelrheinpokalfinale gegen den 1. FC Köln musste er sausen lassen, ebenso wie einige Trainingseinheiten. „Wir haben ein gut eingespieltes Funktionsteam“, stellt der Linienchef zufrieden fest. Bis zu den Abschlussprüfungen im März 2011 ist es allerdings noch lange hin, sodass die Leverkusener für die kommende Saison einen weiteren Co-Trainer verpflichtet haben.

Florian Junge war bislang Assistent bei Borussia Dortmunds U17. Den 24-Jährigen hatte Lewandowski einst als Spieler bei der U19 des VfL Bochum unter seinen Fittichen. „Florian hat kaum gespielt, aber ich glaube, dass er ein Trainertalent ist. Er hat den Fußball gut verstanden“, betont der Coach. Das könnte man auch von Lewandowski behaupten, der bald die höchste Stufe der Fußballtrainer erklommen haben wird.

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