SCHALKE - Müllers Umkehrschluss

hb
29. Oktober 2006, 10:42 Uhr

"Es macht im Moment Spaß, nach Stuttgart zu schauen!" Andreas Müller, in der schwäbischen Metropole geboren und auch fußballerisch groß geworden, reist gerne in die Heimat.

"Es macht im Moment Spaß, nach Stuttgart zu schauen!" Andreas Müller, in der schwäbischen Metropole geboren und auch fußballerisch groß geworden, reist gerne in die Heimat. Auch am heutigen Sonntag (17 Uhr, Gottlieb-Daimler-Stadion) möchte er sich an dem Spiel des VfB erfreuen - wenn es denn zu einem schönen Fußball-Spiel und möglichst einem Sieg für Schalke beiträgt. "Am Anfang der Saison war das bei uns so", relativiert der S04-Manager seinen Satz.

In der Hoffnung, die Mannschaft könne eine Krisen-Situation, wie schon beim 2:1 in Hamburg, erneut erfolgreich meistern. "Wir haben in Aachen und beim HSV gewonnen. In Berlin und Leverkusen kann man verlieren", referiert Müller. "Im letzten Jahr haben wir aber oft Punkte gegen Gegner gelassen, die in der Defensive stark waren."

Das trifft auf Stuttgart nicht zu. Der VfB hat bereits 14 Gegentreffer kassiert, nur die Abstiegskandidaten Mainz, Hannover und Bochum zeigten sich anfälliger. "Wir müssen dahin kommen, die Stuttgarter Schwächen auszunutzen. Sie sind trotz des letzten Sieges gegen Leverkusen bisher nicht besonders heimstark", kennt Slomka den Schlüssel zum Erfolg. "Es geht vor allem darum, wer seine Chancen in Tore ummünzen kann."

Daher setzt der Coach auf eine Dreier-Spitze, in dem auch Kevin Kuranyi die Möglichkeit zur schnellen Rehabilitation erhält. Neben dem Kabinenhocker von Köln sollen Halil Altintop und Peter Lövenkrands einen richtigen Sturm entfachen. Zwei Alternative ist ein Dreier-Mittelfeld, in dem Gustavo Varela den nicht einsatzfähigen Levan Kobiashvili (siehe S04 Inteam!)ersetzt. "Wir wollen endlich wieder Dinge an den Tag legen, die die Mannschaft schon gezeigt hat: Leidenschaft, Kampf und ein taktisches Konzept, mit dem wir in Stuttgart gewinnen können", geht Slomka in die Vorwärts-Verteidigung. "Wir haben den Tabellenführer klar geschlagen. Wieso sollten wir also vor irgendeinem Gegner in der Bundesliga Angst haben?"

Autor: hb

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