Nach dem Burgfrieden zwischen Nationalspieler Gerald Asamoah und Trainer Mirko Slomka bemühen sich beim Fußball-Bundesligisten Schalke 04 alle Beteiligten demonstrativ um Harmonie.

Schalke bemüht sich um Harmonie

20. September 2006, 15:19 Uhr

Nach dem Burgfrieden zwischen Nationalspieler Gerald Asamoah und Trainer Mirko Slomka bemühen sich beim Fußball-Bundesligisten Schalke 04 alle Beteiligten demonstrativ um Harmonie.

Nach dem Burgfrieden zwischen Nationalspieler Gerald Asamoah und Trainer Mirko Slomka bemühen sich beim Fußball-Bundesligisten Schalke 04 alle Beteiligten demonstrativ um Harmonie. Bei einem Mannschaftsabend mit Trainern und Vorstandsmitgliedern sollte nach dem Krisengipfel der Teamgeist gestärkt werden. Zudem sprachen sich Asamoah, der nach internen Drohungen gegen den Coach vorübergehend suspendiert worden war, und sein Konkurrent Halil Altintop, der dessen Aussagen weitergetragen hatte, aus. `Ich habe noch einmal mit Halil gesprochen. Er hat gesagt, dass es ihm Leid tut, dass das so gelaufen ist. Er hat sich entschuldigt und gesagt, dass er das nicht wollte. Somit ist die Sache für mich erledigt´, berichtete Asamoah, der vor dem Bundesliga-Spiel bei Hertha BSC Berlin (0:2) aus dem Kader gestrichen worden war.

`Wir haben uns ausgesprochen, das war wichtig. Wir haben ein gemeinsames Ziel, Erfolg mit Schalke 04. Allein das ist wichtig, alles andere zählt nicht´, sagte Altintop. Der türkische Nationalspieler hatte seinem Berater Roger Wittmann von Asamoahs Drohung, Slomka Probleme zu bereiten, wenn er nicht von Beginn an spiele, erzählt. Der wiederum informierte Schalke-Manager Andreas Müller und löste damit die Suspendierung seines Konkurrenten aus. Auch Kapitän Marcelo Bordon bemühte sich, den empfindlich gestörten Betriebsfrieden beim Titelanwärter wiederherzustellen. `So eine Geschichte passiert in jedem Klub, aber bei Schalke ist das ein großes Thema´, sagte der Brasilianer: `Ich hoffe, dass es jetzt wieder nur um Fußball geht, für mich ist das Thema schon durch.´

Trainer Slomka sieht er nicht geschwächt, obwohl Asamoah nicht von seinen Aussagen abrückte und damit eigentlich als Sieger aus der Auseinandersetzung hervorging. `An seiner Position hat sich nichts geändert. Er hat die Entscheidung getroffen, das muss er auch machen. Für mich als Spieler war die Maßnahme hart, aber aus Sicht der Verantwortlichen war sie richtig´, sagte Bordon. Der Trainer ging derweil zur Tagesordung über. `Die Stimmung auf dem Platz ist normal, die Spieler haben Asa wieder in die Gruppe aufgenommen´, berichtete Slomka. `Wir sind nun gefordert, eine Reaktion zu zeigen. In Berlin hatten wir die Chance, uns oben mit zwei Punkten Vorsprung abzusetzen. Diese haben wir nicht genutzt. Nun müssen wir in den nächsten Wochen die richtige Antwort auf dem Platz geben.´

Manager Müller kündigte für künftige Fälle eine ähnliche Vorgehensweise an: `In Zukunft werden wir mit jedem einzelnen Spieler so verfahren wie mit Gerald, falls so etwas noch einmal vorkommt. Das haben wir aber auch schon vor dem Saisonbeginn angekündigt. Wir sind angetreten, um eine gefestigte Mannschaft zu werden, das sind wir noch nicht. Sie ist dazu angehalten, solche Dinge intern zu lösen.´

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