Titelverteidiger Schalke 04 und der sechsmalige deutsche Fußball-Meister Hamburger SV haben das Halbfinale im Ligapokal erreicht. Die Mannschaft von Schalkes Coach Mirko Slomka setzte sich bei der Vorrunden-Doppelveranstaltung in Düsseldorf mit 9:8 in einem Mammut-Elfmeterschießen gegen Bayer Leverkusen durch, nachdem die Partie nach 90 Minuten 1:1 (1:1) gestanden hatte.

Ligapokal: Schalke und Hamburg erreichen Halbfinale

29. Juli 2006, 20:42 Uhr

Titelverteidiger Schalke 04 und der sechsmalige deutsche Fußball-Meister Hamburger SV haben das Halbfinale im Ligapokal erreicht. Die Mannschaft von Schalkes Coach Mirko Slomka setzte sich bei der Vorrunden-Doppelveranstaltung in Düsseldorf mit 9:8 in einem Mammut-Elfmeterschießen gegen Bayer Leverkusen durch, nachdem die Partie nach 90 Minuten 1:1 (1:1) gestanden hatte.

##Gallery##Titelverteidiger Schalke 04 und der sechsmalige deutsche Fußball-Meister Hamburger SV haben das Halbfinale im Ligapokal erreicht. Die Mannschaft von Schalkes Coach Mirko Slomka setzte sich bei der Vorrunden-Doppelveranstaltung in Düsseldorf mit 9:8 in einem Mammut-Elfmeterschießen gegen Bayer Leverkusen durch, nachdem die Partie nach 90 Minuten 1:1 (1:1) gestanden hatte. "Held des Tages" war Schalke-Schlussmann Frank Rost, der den entscheidenden Elfmeter von Marko Babic hielt.
Der Kroate hatte zuvor bereits als erster Bayer-Schütze im Elfmterkrimi getroffen. Zlatan Bajramovic, und Rost hatten zuvor für Schalke nur den Pfosten getroffen, auf Seiten von Bayer waren Neuzugang Sergej Barbarez sowie Torwart Jörg Butt gescheitert. Für Schalke, das durch ein Eigentor von Dario Rodriguez (28.) in Rückstand geraten war, hatte Marcelo Bordon (37.) in der regulären Spielzeit vor 23.195 Zuschauern den Ausgleich erzielt. Der HSV hatte zuvor Hertha BSC Berlin durch ein Tor von Neuzugang Vincent Kompany (52.) mit 1:0 (0:0) bezwungen.
Der UEFA-Cup-Teilnehmer aus Gelsenkirchen gastiert in der Vorschlussrunde am Mittwoch bei Meister Bayern München, der HSV muss bereits am Dienstag (beide 20.30 Uhr/live bei Premiere) zum Nordderby zu Vizemeister Werder Bremen reisen. Die Halbfinal-Gewinner bestreiten am 5. August (18.00) in Leipzig das Finale.
Schalke musste ohne Spielmacher Lincoln und Stürmer Kevin Kuranyi, die im Vorjahresfinale gegen den VfB Stuttgart (1:0) die Rote Karte gesehen hatten, auskommen. Zudem stand WM-Teilnehmer Gerald Asamoah wie Bernd Schneider bei Leverkusen noch nicht im Kader.
Trotzdem war Slomkas Team von Beginn an bemüht, schnell in die Spitze zu spielen - was allerdings nur teilweise gelang. Nach dem Rückstand, als Innenverteidiger Rodriguez einen Freistoß von Athirson mit dem Kopf ins eigene Tor verlängerte, hatte Sören Larsen in der 33. Minute Pech, als sein Kopfball von Gonzalo Castro auf der Linie geklärt wurde. Besser machte es Bordon, der neben Peter Lövenkrands zu den besten Schalkern zählte und mit einem leicht abgefälschten Freistoß aus 25 Metern traf.
Im ersten Vorrundenspiel waren die Berliner, die ohne eine einzige Neuverpflichtung antraten, in der ersten Halbzeit das deutlich bessere Team. "Wir hatten eine gute Ordnung und standen hinten sehr sicher. Unser einziger Fehler war es, dass wir kein Tor erzielt haben", erklärte Trainer Falko Götz, für dessen Team der brasilianische Nationalspieler Gilberto schon in der vierten Minute die Führung auf dem Fuß hatte, aber an HSV-Schlussmann Sascha Kirschstein scheiterte.
Der türkische Nationalspieler Yildiray Bastürk, der sich neben Josip Simunic die beste Note in der Götz-Truppe verdiente, nahm bei Hertha die Position des Brasilianers Marcelinho im offensiven Mittelfeld ein. Der 31-Jährige stand nicht mehr im Kader des UEFA-Cup-Qualifikanten, nachdem am späten Freitagabend mit dem türkischen Erstligisten Trabzonspor Einigung über einen Wechsel erzielt werden konnte. "Das ist für alle Beteiligten ein guter Abschluss", meinte Hertha-Manager Dieter Hoeneß schon vor der Partie.
Hoeneß hätte unterdessen vier Minuten vor der Pause fast noch den Führungstreffer des zweimaligen deutschen Meisters bejubeln können. Doch Ellery Cairo schoss nach schönem Zuspiel von Bastürk freistehend Torhüter Kirschstein an. "Da hatten wir in einigen Situationen Glück und können uns bei Sascha bedanken, dass wir nicht in Rückstand geraten sind. Nach der Pause wurde es aber besser und wir konnten die Ballverluste reduzieren. Insgesamt war es ein abwechslungsreiches Spiel, das beide Teams unbedingt gewinnen wollten", erklärte HSV-Coach Thomas Doll.
Der Champions-League-Qualifikant, der neben dem Torschützen Kompany in Paolo Guerrero einen weiteren Neuzugang in der Anfangsformation aufbot, ging mit seiner ersten guten Chance in Führung. Dabei drückte der 20 Jahre alte Innenverteidiger, der vom RSC Anderlecht für acht Millionen Euro an die Elbe gewechselt war, den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Zuvor hatte Hertha-Schlussmann Christian Fiedler einen Freistoß von Rafael van der Vaart, der in der 60. Minute lediglich die Latte traf und neben Kirschstein zu den besten Hamburgern zählte, nur an den Innenpfosten lenken können.
Die beiden Begegnungen in Düsseldorf standen unterdessen unter der Leitung ausländischer Schiedsrichter. Der Niederländer Pieter Vink leitete das Spiel von Hamburg gegen Berlin, während der Luxemburger Alain Hamer danach zum Einsatz kam, da die Bundesliga-Referees an diesem Wochenende ihren jährlichen Sommerlehrgang in Altensteig/Wart absolvieren.

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