Der Wettergott meint es nicht gut mit dem BVB: heftiger Regen stört den Trainingsbetrieb in Marbella. Einige hyperaktiven

BVB-Tagebuch, Tag 2

Der Wettergott und die aktiven "Teenies"

Matthias Dersch
04. Januar 2010, 15:53 Uhr

Der Wettergott meint es nicht gut mit dem BVB: heftiger Regen stört den Trainingsbetrieb in Marbella. Einige hyperaktiven "Teenies" stört das jedoch nicht...

Das erste Training am Sonntagabend fand noch in der Abendsonne statt, doch als Jürgen Klopp und seine Borussen am heutigen Montag am „Marbella Paradise of Football and Sports“ aus dem Bus stiegen, wurden sie von starken Regenfällen begrüßt. Das ursprünglich vorgesehene Training – Klopp wollte Passwege einstudieren lassen – konnte deshalb nicht stattfinden, stattdessen drehten die Borussen Runde um Runde um die vier großen Rasenplätze der Anlage. Klopp nahm es gelassen: „Laufen schadet schließlich auch nicht.“

Der 42-Jährige folgte seinem eigenen Rat und spulte ebenfalls einige Kilometer ab, bevor er sich zu den knapp 40 BVB-Fans gesellte, die sich trotz des schlechten Wetters aus ihren Hotelbetten gequält hatten. Grinsend beobachtete er dabei, wie Torwarttrainer Teddy de Beer seine drei Keeper Roman Weidenfeller, Marc Ziegler und Johannes Focher durch den Schlamm schickte. Klopps Kommentar: „Der Teddy bekommt jeden Platz kaputt.“ Wie gut, dass es sich in Marbella nicht um die eigenen handelt…
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/002/986-3023_preview.jpeg Bekommt jeden Platz kaputt: "Teddy" de Beer (Foto: firo).[/imgbox]
Doch nicht nur de Beers Torwarttraining erregte die Aufmerksamkeit des BVB-Coaches, sondern auch das jugendliche Alter seines Kaders. Nur sechs Spieler, die älter als 23 sind, zählen zum 25-köpfigen Aufgebot der Schwarz-gelben. Der Rest ist teilweise noch in dem Alter, in dem man eigentlich noch nicht ohne elterliche Begleitung in fremde Länder reisen sollte.

„Wir haben auch diesmal die Zimmer ausgelost“, verriet Klopp nach der heutigen Vormittagseinheit, „aber eigentlich hätten wir uns das auch sparen können. Die ursprüngliche Idee dahinter war ja, dass wir die jungen und neuen Spieler so besser integrieren wollten, aber mittlerweile haben wir ja fast nur noch junge Spieler…“ Und die würden die Intensität im Training deutlich erhöhen: „Die Jungs sind richtig belastbar, das konnte man am Sonntag sehen.“

Trotz der kurzen Nacht, der langen Verspätung am Flughafen und des dreistündigen Fluges wirkten die noch für die A-Jugend spielberechtigten BVB-Akteure bei der abendlichen Einheit noch so frisch als wäre nichts gewesen und gingen bei den Steigerungs-Läufen vorneweg. „Wenn ein Mario Götze da 80 Prozent bei einem Lauf gibt, ist das schon Unterschied zu manch anderem“, lachte Klopp anschließend.

Für den heutigen Nachmittag kündigte der frühere Mainzer eine erneute Steigerung der Intensität an. Auf dem Kleinfeld des "Paradise" findet dann ein teaminternes Turnier statt, in dem es vor allem um die richtige Zweikampfführung und –härte gehen wird. Ob die Youngster dann immer noch vorne dabei sind? Der Abend wird es zeigen...

Autor: Matthias Dersch

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