Rückblende: Am letzten Spieltag der vergangenen Bundesliga-Saison standen sich Borussia Dortmund und Hansa Rostock gegenüber. Die Schwarz-Gelben siegten mit 2:1, die Hansestädter waren bereits abgestiegen. Damals im Kader: Uwe Möhrle.

MSV: Uwe Möhrle zwischen Zukunfts-Perspektive und Wunder

tt/ag
14. April 2006, 11:09 Uhr

Rückblende: Am letzten Spieltag der vergangenen Bundesliga-Saison standen sich Borussia Dortmund und Hansa Rostock gegenüber. Die Schwarz-Gelben siegten mit 2:1, die Hansestädter waren bereits abgestiegen. Damals im Kader: Uwe Möhrle.

Rückblende: Am letzten Spieltag der vergangenen Bundesliga-Saison standen sich Borussia Dortmund und Hansa Rostock gegenüber. Die Schwarz-Gelben siegten mit 2:1, die Hansestädter waren bereits abgestiegen. Damals im Kader: Uwe Möhrle. Er zog die Zweitliga-Reißleine und wechselte zum Aufsteiger MSV Duisburg.
Zu Beginn der Saison avancierte der Rotschopf zum Goalgetter der Truppe, konnte aber die Höhen und Tiefen der gesamten Mannschaft ebenso wenig kompensieren, wie seine eigene Leistung, die ihn Woche für Woche in ein Wellental der Emotionen bringt. “Nach solchen Spielen wie gegen Schalke oder Wolfsburg weiß wohl jeder, wie man sich fühlt. Da muss man uns nicht erst nach dem Spiel niedergeschlagen auf dem Rasen liegen sehen”, lässt der Ex-Rostocker tief ins “Zebra”-Herz blicken und fügt an, “das ist einfach die absolute Enttäuschung, der Ärger, wieder einmal kurz vor Schluss den möglichen und verdienten Sieg verschenkt zu haben.”
Für ihn die bitterste Pille: “Von den Punkten her hilft uns nur noch ein Wunder, von der Leistung her reicht es. Wir sehen, dass wir in der Bundesliga bestehen können.” Bekenntnisse eines 26-Jährigen, dessen Zukunft in Duisburg auch noch nicht ganz eindeutig geklärt ist. Uwe Möhrles Vertrag besitzt zwar bis zum Juni 2007 Gültigkeit, allerdings mit einer “Ausstiegsklausel”: Der Abwehrrecke könnte im Falle des Abstiegs den Verein ablösefrei verlassen. “Stand der Dinge ist, dass bis dato von Vereinsseite noch niemand mit mir gesprochen hat. Hinzu kommt, dass ich mir bis jetzt selbst überhaupt noch keine Gedanken gemacht habe. Im Moment möchte ich mich nur auf das Sportliche konzentrieren, sonst leidet die Leistung”, gibt der Innenverteidiger zu Protokoll, lässt aber trotzdem alle Möglichkeiten offen: “Die Tendenz ist, dass wir über alles reden können. Wenn wir absteigen und der Kader konstant gut bleibt, dann habe ich hier sicherlich eine Perspektive, auch wieder aufsteigen zu können.” Angebote möglicher Interessenten gibt es noch nicht, vielleicht stoßen sie bei dem MSV-Neuzugang aber auch auf taube Ohren: “Ich hoffe nur, dass ich in kurzer Zeit nicht noch einmal umziehen muss, ich habe mich hier gerade eingerichtet.”
Sein Fokus richtet sich im Moment mehr auf den nächsten Gegner: den Hamburger SV. “Auch wenn es sehr schwer wird, wir müssen jetzt in den letzten Spielen eben alles so nehmen, wie es kommt. Und der HSV ist auswärts wesentlich stärker als Schalke 04.” Aber dennoch gibt sich der 77 kg-Mann weiter kämpferisch: “Rückschläge haben uns in der Vergangenheit nie umgeworfen, ganz im Gegenteil. Gegen Hamburg am Samstag haben wir nichts mehr zu verlieren, das ist ein guter und unser einziger Vorteil.”

Autor: tt/ag

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