Komplimente haben die Dortmunder beim Duell mit Werder  reichlich einheimsen können, doch dafür gibt es bekanntlich keine Zähler.

Wörns: "Abgezockter werden!"

24. Februar 2006, 10:40 Uhr

Komplimente haben die Dortmunder beim Duell mit Werder reichlich einheimsen können, doch dafür gibt es bekanntlich keine Zähler.

Genau die sind aber erforderlich, um auf Rang fünf springen zu können. Der BVB steht wieder dort, wo er auch schon in der Winterpause platziert war, vier Ränge tiefer. Dennoch gibt es einen kleinen, nicht unwesentlichen Unterschied, der Abstand zum Ziel der internationalen Träume beträgt nur einen Punkt. "In den nächsten zwei Partien müssen zwei Siege her", setzt Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke seine Mannschaft vor dem Auswärtsspiel in Bielefeld unter Druck, daran gibt es nichts zu deuteln."
Ähnlich sieht es Christian Wörns, der aber weiß: "Wenn wir das verwirklichen wollen, dann müssen wir in gewissen Situationen abgezockter agieren." Von dieser Marschroute dürfen sich insbesondere die Angreifer angesprochen fühlen, die seit dem Rückrundenauftakt, als Ebi Smolarek und Salavtore Gambino gegen Wolfsburg je einmal erfolgreich waren, nur Fahrkarten geschossen haben. Florian Kringe lässt in diesem Zusammenhang das Wort "unkonzentriert" fallen. Der Kapitän drückt sich da schon drastischer aus und wählt den Begriff "schlampig".
David Odonkor geht davon aus, "dass am Samstag die gleiche Mannschaft aufläuft wie am vergangenen Wochenende", so dass Wiedergutmachung angesagt ist. Vor allem auch von dem gegen Bremen eingewechselten Delron Buckley, falls er an seiner alten Wirkungsstätte zum Einsatz kommen sollte. Der BVB-Geschäftsführer: "Allein diese Tatsache müsste für ihn Motivation genug sein." Die haben die Gastgeber aber immer in vorzüglicher Manier, wenn es im Westfalenderby nicht nur um die Punkte, sondern auch um die Ehre ging. Von 13 Auftritten auf der einstigen Alm konnten die Schwarz-Gelben nur zwei zu ihren Gunsten entscheiden.
Den letzten Sieg gab es für die Dortmunder im Herbst 1999. Der brachte ihnen aber nur kurzfristig Glück, da sie mit diesem Dreier zwar die Tabellenspitze erklimmen konnten, im restlichen Saisonverlauf allerdings vollkommen einbrachen und sogar um den Klassenerhalt zittern müssen. In der vorigen Spielzeit kassierten die Borussen eine bittere 0:1-Schlappe, die übrigens ausgerechnet Buckley besiegelte.

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