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3. Liga: Erster Aufsteiger aus der Regionalliga steht fest - Vorfreude auf den MSV

16. April 2021, 22:18 Uhr
Foto: RS

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Der erste Aufsteiger aus den fünf Regionalliga-Staffeln in die 3. Liga steht fest. Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) erklärte am Freitag, 16. April 2021, die Saison für beendet.

Der FC Viktoria Berlin 1889 steht als Meister der Saison 2020/21 in der Regionalliga Nordost und Aufsteiger in die 3. Liga fest. Das gab der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) nach der Präsidiumssitzung am Freitag bekannt. Bereits am 24. März hatten sich die 20 Vereine einstimmig für den vorzeitigen Abbruch aufgrund der ungewissen Lage in der Corona-Pandemie und die Wertung der bisher absolvierten Spieltage ausgesprochen.

Am Freitag erklärte dann der NOFV offiziell Viktoria Berlin zum Meister und Bischofswerdaer FV zum einzigen Absteiger. 

"Das zweite Mal eine Saison abbrechen zu müssen, ist bitter, dennoch denke ich, dass es auf Grund der derzeitigen Lage in Deutschland, insbesondere für unsere Vereine wichtig war, als Verband Klarheit über das aktuelle Spieljahr zu schaffen. Wir mussten, gerade in Bezug auf unsere Herren-Spielklassen und deren Auf- und Abstiegsregelungen, schwere Entscheidungen treffen, bei denen es leider nicht nur Gewinner gibt. Auch für unsere Ehrenamtlichen waren dies keine leichten Entscheidungen und Wochen, ich möchte mich für das Engagement bei allen bedanken. Gemeinsam werden wir nun das neue Spieljahr vorbereiten und hoffen, dass sich das Infektionsgeschehen bis zum Saisonstart eindämmen lässt und politische Entscheidungen nicht gegen den Fußball getroffen werden", wird Hermann Winkler, Präsident des NOFV, auf der Verbandsseite zitiert.

Große Freude bei Viktoria Berlin

Beim Abbruch im letzten Jahr war Lok Leipzig über die Quotienten-Regelung zum Meister erklärt worden. Anschließend scheiterten die Sachsen jedoch in der Aufstiegsrelegation am SC Verl. Viktoria Berlin steigt nun direkt auf.

"Das ist der verdiente Lohn für die herausragenden Leistungen unserer Mannschaft. Elf Siege nach elf Spieltagen, das hat es in der Geschichte dieser Klasse zuvor nur einmal gegeben. Wir sind stolz auf das Trainer-Team und unsere Truppe“, sagt Viktoria Berlins Geschäftsführer Peer Jaekel, der sich auch bei den Fans bedankt: "Sie haben uns auf dem Weg begleitet und unterstützt. Gern hätten wir mit ihnen gefeiert – aber das holen wir nach."


Laut Rahmenterminkalender startet die Saison 2021/22 in der 3. Liga am 23. Juli. Das Teilnehmer-Feld steht noch nicht endgültig fest. Sicher ist aber allemal, dass auf die Himmelblauen unzählige spannende Duelle warten. Geschäftsführer Jaekel: "Ob 1860 München, 1. FC Saarbrücken, Waldhof Mannheim oder MSV Duisburg, um nur einige zu nennen. Da sind klangvolle Namen dabei. Wir freuen uns darauf und werden alles dafür tun, um eine gute Rolle zu spielen."

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Kommentieren

19.04.2021 - 12:21 - Gmeurb

11 Spiele und aufsteigen? Das halte ich für einen sehr ungesunden Aufstieg! mal schauen ob die nicht am Ende die Schiessbude werden?
Aber egal, wie ist das denn mit deren Spielstätte, entspricht die den Auflagen? Wenn nicht halte ich diese Entscheidung für sehr zweifelhaft!

17.04.2021 - 13:40 - Ronaldo

Ohne jede RWE-Brille...ist es ein Witz dass es einen Aufsteiger gibt der insgesamt 11 Spiele absolviert hat bis zum Herbst 2020 und dies noch von difusen Regeln unterstützt wird. Die Viktoria wird wissen, dass es nach einer Saion ruckzuck wieder nach unten geht in die Regio..........finzanziell würdte es so der so ein Desaster geben.

17.04.2021 - 11:17 - Rothosen1907

Was soll man denn von denen in Frankfurt (DFB ) erwarten , Chaos beim Verband , bei den Fans , schon lange verachtet ! Und in Duisburg wo der Vizepräsident Freymuth seine Rente aussitzt ! Man müsste Sie alle in die Wüste schicken !

17.04.2021 - 10:35 - JeffdS

Sehr unprofessionell .. aber der mickrige Berliner Verband darf mal mit einem seiner Vereine auf teilweise Landesliganiveau auf der großen Fußballbühne mitspielen .. da freuen sich diese Hobbyfunktionäre ..

17.04.2021 - 10:10 - rweberti

Ein weiterer Verein ohne eigene Statutenentsprechende Spielsstätte . Reichen Krefeld , Verl Türkgücü , nicht aus ? Die Vorgaben zur Lizenz sind allen Beteiligten bekannt . Somit sollte meiner Meinung nach , jeder Verein , der dass Ziel 3.Liga hat , im Vorfeld seine organisatorischen Hausaufgaben erledigen .

17.04.2021 - 09:50 - RWE-Serm

Nicht nur als billigster Aufstieg, sondern auch mit Kurzarbeitergeld unterstützt. Berlin halt.
Der Aufstiegsplatz müsste ersatzlos gestrichen werden. Alles andere hat mit Fairness nichts mehr zu tun.

17.04.2021 - 07:03 - Moses

Berlin, wer ? Nie gehört.
Geht zumindest als billigster Aufstieg in die Annalen ein, welch Farce. Die Strukturen der unterschiedlichen Regionalligen sind einfach viel zu heterogen, was hiermit einmal mehr unter Beweis gestellt wurde. RL West kann oder darf oder muss (da gehen die Meinungen ja durchaus auseinander) die Saison spielen die anderen Amateurligen werden abgebrochen. Die Reformbedürftigkeit wird nicht nur durch Corona nochmal entlarvt sondern hoffentlich auch beschleunigt.

Beitrag wurde gemeldet

17.04.2021 - 00:10 - lapofgods

11 Spiele sind in der Tat deutlich zu wenig um eine Saison zu positiv wie negativ werten. Das ist eine Entscheidung des NOFV alleine zugunsten seines Vereins, der dieses Jahr halt einen sicher Aufstiegsplatz hat, den er sonst nicht hat. Aber mit RWE hat das nichts zu tun. RWE ist halt nur Zweiter in seiner Liga, die weit mehr Spiele absolviert hat.

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion überprüft und nicht als Verstoß eingestuft.

17.04.2021 - 00:10 - rwekopo

Shels,danke,aber wir haben es bis jetzt selbst vermasselt.

17.04.2021 - 00:08 - rwekopo

Ich denke mal,dass diese Entscheidung in Bocholt und Gütersloh,und auch Hennef interessiert zur Kenntnis genommen wird.

16.04.2021 - 23:41 - Shels

Das sage ich als Fan des MSV. Diese Entscheidung ist so etwas von Unsportlich und kontakariert den Fair Play Gedanken besonders gegenüber einem Team wie RWE.

16.04.2021 - 22:28 - ralf26

ich tue mich schwer, das positiv zu bewerten. Ein Team nach 11 Spielen zum Aufsteiger zu erklären, während in anderen Ligen 40 und mehr Spieltage absolviert werden und Teams mit Top-Leistungen in der Zeit knapp auf der Strecke bleiben, hat mit sportlicher Fairness und Gerechtigkeit nichts mehr zu tun. Damit wird sportlicher Erfolg ab absursum geführt.