Felix Magath war von 2009 bis 2011 beim FC Schalke 04 als Trainer, Manager und Vorstandsmitglied aktiv. Nun hat er mit Blick auf seine Zeit bei den Knappen und die aktuelle Krise harte Kritik geäußert.

Bundesliga

Schalke 04: Ex-Trainer Felix Magath rechnet mit S04 ab

Tizian Canizales
09. Juli 2020, 14:08 Uhr
Felix Magath (zweiter von links) beobachtet eine Trainingseinheit seiner damaligen Mannschaft Schalke 04. Foto: firo

Felix Magath (zweiter von links) beobachtet eine Trainingseinheit seiner damaligen Mannschaft Schalke 04. Foto: firo

Felix Magath war von 2009 bis 2011 beim FC Schalke 04 als Trainer, Manager und Vorstandsmitglied aktiv. Nun hat er mit Blick auf seine Zeit bei den Knappen und die aktuelle Krise harte Kritik geäußert.

Am 1. Juli 2009 kam Felix Magath als Meistertrainer des VfL Wolfsburg ins Ruhrgebiet. Beim FC Schalke 04 wurde er als neuer Trainer und Manager vorgestellt, erhielt einen Vierjahresvertrag. Obwohl Magath mit Tabellenplatz zwei und dem Erreichen des DFB-Pokal-Halbfinals in seiner Premierensaison und dem Erreichen des DFB-Pokal-Endspiels sowie des Champions-League-Viertelfinals in seiner zweiten Spielzeit auf Schalke einige Erfolge vorweisen konnte, musste er im März 2011 schon wieder gehen.

Magath übt Kritik an seiner Entlassung

Im Interview mit der "BILD" übte er dafür nun harte Kritik an den damaligen Verantwortlichen und hob seine Verdienste hervor. "Ich hatte nur nicht ganz zwei Jahre beim FC Schalke, dann hat man geglaubt, mich entlassen zu müssen – für eine bessere Zukunft. Als ich kam, hatte der Verein 35 Millionen in den Sand gesetzt durch verpasste Champions-League-Qualifikation, durch frühes Ausscheiden aus dem DFB-Pokal", erinnerte sich Magath an die Ausgangslage. 


Auch zu hohe Gehälter habe er schnell als Problem ausgemacht. "Die Spieler haben alle Super-Verträge gehabt, die haben fast alle verdient wie Könige. Das habe ich korrigiert.“ 

Dennoch wurde der heute 66-Jährige im März 2011 vorzeitig entlassen. "All das war den Herren nicht genug, sie hatten bessere Ideen. Sie haben Entscheidungen getroffen, die dazu geführt haben, dass Schalke heute wieder da ist, wo der Klub vor zehn Jahren auch war, nämlich fast pleite", kritisierte Magath, der zu seiner Anfangszeit fast täglich das Klagelied "Schalke ist fast pleite" gehört habe.

Magath: Schalke immer ein Klub, der "versucht, hohe Ansprüche erkaufen"

Allzu verwundert darüber, dass bei den Königsblauen nun wieder eine finanzielle Notlage entstanden ist, scheint Magath nicht zu sein. "Dass der FC Schalke immer ein Klub war, der hohe Ansprüche hatte, die er versucht hat, sich zu erkaufen, das ist klar“, monierte er. 

Der Rücktritt von Ex-Vorstandsboss Clemens Tönnies markiert für Magath dagegen einen wichtigen Schritt in Richtung Neuanfang. "Er war ja lange genug jetzt beim FC Schalke“, kommentierte der Ex-Funktionär.

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10.07.2020 - 17:22 - Schalker1965

10.07.2020 - 13:41 - easybyter

"Magath hat doch wesentlich dazu beigetragen, dass Schalke hoch verschuldet ist."
"Er hat jedoch nicht gut gewirtschaftet und musste daher gehen."

Wieder mal ein typischer Beitrag des @easybyter. Keine Fakten, keine Zahlen, stattdessen nur unsubstantiiertes Geschwafel. Typische Stammtischparolen eines opportunistischen Schwätzers.

10.07.2020 - 13:41 - easybyter

Magath hat doch wesentlich dazu beigetragen, dass Schalke hoch verschuldet ist. Er hat doch alternden Stars in ganz Europa aufgekauft und einen Kader von 40 Leuten hinterlassen. Er ist im ersten Jahr Vizemeister geworden wie Tedesco auch und im zweiten Jahr fast abgestiegen. Heldt musste den Augiasstall, den Magath hinterlassen hat ausmisten und hatte kaum Geld, mal einen gestandenen Spieler zu kaufen. Kein Trainer hatte so viel Kompetenzen auf Schalke. Magath sollte Schalke zum Meister machen, das war damals wohl der Anspruch von Tönnies. Er hat jedoch nicht gut gewirtschaftet und musste daher gehen. Wie kommt es eigentlich, dass den nachher niemand mehr als Trainer haben wollte?

10.07.2020 - 09:06 - Unholt

Als Außenstehender hat man sich damals lustig gemacht über die vielen Transfers unter seiner Regie. Die Frage ist immer, was haben die Spieler gekostet und was haben sie anschließend eingebracht. Bei den Gehältern kann ich mir gut vorstellen, dass er die reduziert hat. Fraglich ist nur, ob es was gebracht hat, wenn der Kader dafür fast doppelt so groß ist.
Entscheidend ist, dass da seit vielen Jahren etwas falsch läuft. Bei so einem hohen Schuldenstand hat an frühzeitig versäumt, kleine Brötchen zu backen. Gute Spieler die Ablösefrei gewechselt sind, weil da nicht frühzeitig längere Verträge verhandelt wurden, ist so ein Eckpfeiler in der Misere. Da hat man bestimmt 100 Mio. an Ablösesummen verloren. Da ist man in Dortmund etwas cleverer. Ich bin mal gespannt, mit welchen Kader die an den Start gehen. Mit einem schwachen Kader, der um den Klassenerhalt in den nächsten Jahren kämpft, wird man auf Dauer nicht bestehen können. Dafür ist die Geduld im Verein und Umfeld nicht vorhanden. Für mich läuft es auf eine Ausgliederung hinaus, die den Heuschrecken die Tür öffnet.

10.07.2020 - 08:12 - User1

Klar Flankengott, mit Magath wäre Schalke nach deiner Milchmädchenrechnung schuldenfrei und bestimmt schon Meister geworden!
Du bist i. B. auf Magath auf einem Auge leider blind!
Es war sicherlich nicht alles negativ unter ihm, aber deine sogenannten Fakten passen nicht! Du sagst ja selber, dass unter ihm die finanzielle Situation prekär wurde.
Stimm dir zu 100 Prozent zu!

10.07.2020 - 00:16 - vomFlankengott

@ User1

"Totaler Realitätsverlust, das war für mich eine Schlüsselfigur für die jetzige finanzielle Situation von GE!

@ User1, Du bist der einzige, der wo hier Ahnung hat. Die Fakten spielen für Dich zwar keine Rolle, aber das macht gar nix.

Ich liefere Dir hier einfach die Fakten nach, die Deine Meinung stützen:

Magath war auf Schalke Trainer von Juli 2009 bis März 2011.
Schon Mitte Oktober geriet Schalke in finanzielle Schwierigkeiten, der Schuldenstand war zu dieser Zeit ca. 250 Mio. Das lag daran, dass Schalke im Wirtschaftsjahr 2009 einen Verlust von 16,8 Mio verbuchte durch einen Rückgang des damaligen Jahresumsatzes um fast 15% auf 119 Mio, weil sich Schalke in der Saison vor Magath nicht für einen internationalen Wettbewerb qualifizierte.

Der finanzielle Situation wurde unter Magath durch die Vizemeisterschaft 2009/2010 incl. der dadurch bedingten CL-Teilnahme noch prekärer. Vor allem weil man dann in der CL durch das erstmalige Erreichen des CL-Halbfinales noch größere Einnahmeverluste hinnehmen musste.

Nach Magath verbesserte sich der Schuldenstand im Geschäftsjahr 2017 auf nur noch 157 Mio.

Und nach dem Geschäftsjahr 2017 brach durch Magath, "die Schlüsselfigur für die JETZIGE finanzielle Situation", das Unheil auf Schalke 04 herein: Schuldenstand im letzten Geschäftsjahr 197 Mio. Und der Schuldenstand wird im laufenden Geschäftsjahr wegen Magath sicher nochmals dramatisch weiter ansteigen: Durch die aktuellen sportlichen Erfolge mit Platz 12 in der Liga und damit verbunden Platz 9 in der Verteilung der Fernsehgelder und der Nicht-Teilnahme an den internatinalen Wettbewerben gibt es wieder enorme Einnahmeverluste.

Wie schlimm uns die "Schlüsselfigur Magath" wirklich zugesetzt hat, werden wir Schalker erst durch die nächste Geschäftsbilanz erfahren. Aber unser @User1, der wo Ahnung hat, hat uns schon mal vorgewarnt.

GLÜCKAUF

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09.07.2020 - 22:38 - S04Charly

Ergänzend muss ich allerdings auch sagen das nach einer solch langen Zeit sowas a nicht sportlich ist und b er sich in der Gleichung mit vergessen sollte wenn er es unbedingt wieder aufwärmen muss....
Egal Glück Auf

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09.07.2020 - 22:13 - Linksaussen

Wie lange ist das her?
Da sucht einer verzweifelt nach Strohhalmen um auf sich aufmerksam zu machen. Zum Fremdschämen.
Peinlich, Herr Magath.

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09.07.2020 - 21:59 - S04Charly

Roadrunner hat zu 1000 Prozent den Nagel mit einem Schlag in die Eiche gedonnert...die 300.000 € Sache hat er den Fans bei der Abstimmung übel genommen..... für diese Summe hätte man nicht mal den Vorplatz an der Geschäftsstelle pflastern können.....er hätte den Fans hier und da was zu sagen müssen.... er hat unterschätzt das unser S04 niemals von einzelnen Personen abhängig wird.
Niemals denn wir sind der S04.
Roadrunner das war super in meinem Augen.
Wir müssen uns mal kennen lernen.
Glück Auf

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09.07.2020 - 21:30 - roadrunner74

Halten wir mal fest, dass er den letzten Stürmer gekauft hat, der diese Bezeichnung verdiente.
Natürlich hat er es übertrieben mit den Transfers, aber das tat er um Tönnies herauszufordern. Er hatte ja nur Befugnis ohne Zustimmung vom Vorstand Transfers bis 300.000 durchzuführen. Als Magath dann den Antrag stellte größere Transfers im Alleingang abzuwickeln war das Tönnies zu viel. Tönnies machte dann was er bis zu letzt schon in Perfektion durchgeführt hatte: Trainer rausschmeissen...

Na ja....wie auch immer:

Den letzten richtigen Stürmer den wir hatten war Huntelaar....danach kamen nur noch unterdurchschnittliche "Vorne-Spieler" zu fürstlichen Gehältern. Der Platzierungen in der Bundesliga dokumentieren das vorbildlich. Das Ergebnis ist bislang bekannt...und man kann nur hoffen dass es nächstes drei schwächere Teams gibt.

Insgesamt kann also gesagt werden, dass Magath Tönnies als Problem erkannt hat, er jedoch zu überheblich und selbstverliebt war um die Fans, Umfeld und Medien auch hinter sich zu bekommen...das hat Magath unterschätzt und ist am Metzger gescheitert...und damit auch Schalke

09.07.2020 - 19:32 - Jawattenn

Magath war doch immer prozentual an den Ein- und Verkäufen beteiligt. Daher gab es ein stetiges Kommen und Gehen, auch in Wolfsburg. Nicht nachvollziehbar, dass eine solide Vereinsführung sich darauf einlässt ...

09.07.2020 - 19:07 - Horst H

Auf Schalke wären sie froh wenn er noch da wäre. Mit ihm ging der Erfolg und danach ging es wieder einmal bergab.

09.07.2020 - 19:00 - Stan56

Wenn er ein wenig Charakter hätte, würde er einfach nur "das Maul halten" - aber (dumm)schwätzen war schon immer seine "Stärke"....

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09.07.2020 - 18:23 - Schalker1965

Schon bemerkenswert, dem Erfolgstrainer Felix Magath "Realitätsverlust" oder eine "Narzisstische Persönlichkeitsstörung" vorzuwerfen. Magath war auf Schalke der wohl erfolgreichste Trainer der letzten 20 Jahre: im ersten Jahr mit einer no name Truppe Vizemeister, im zweiten Jahr CL-Halbfinale und DFB-Pokalsieg nach Erfolg im DFB-Halbfinale in München!!! Magath hat eine Klasse-Mannschaft mit herausragenden Spielern wie z.B. Raul, Hunterlaar, Draxler, Farfan, Höwedes, Matip, Papadopoulos, Rakitic, Jurado, Neuer u.v.a. zusammengestellt und hinterlassen. Leider hat ihn der ahnungslose und größenwahnsinnige Metzgermeister dann ohne nachvollziehbare Begründung rausgeschmissen. Unbestritten war die Vielzahl der von Magath transferierten Spieler (An- und Abgänge) auffällig. Der Erfolg gab Magath jedoch recht.

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09.07.2020 - 15:38 - Gemare

Totaler Realitätsverlust! Königstransfer RAUL !!! OK. Draxler in einer Notsituation eine Chance gegeben und aufgebaut ,auch OK. Aber dann...... der Spruch von Tönnies damals mit dem Knickbus war schon passend.Ich glaube auch ,das er später den Überblick über die Spielerschar verloren hat.Kaufen,Kaufen,Kaufen......irgendeiner wird schon passen!!
Das war auch ein Schritt nach unten . Was soll denn jetzt auch noch das Nachtreten von ihm.Braucht er mal wieder Aufmerksamkeit? auf der Grossen Bühne spielt er ja nicht mehr mit!

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09.07.2020 - 15:32 - derdereuchversteht07

Narzisstische Persönlichkeitsstörung

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09.07.2020 - 14:54 - goli60

Ich stimme dir vollkommen zu. Der hat die letzten Spieler geholt, als er weg war, kam der Katzenjammer.

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09.07.2020 - 14:37 - User1

Der Vogel wusste doch garnicht mehr die ganzen Namen von denen, die er geholt hat!
Wohlgemerkt: Magath hat die geholt! Und ds waren die fett dotierten Gehälter!
Totaler Realitätsverlust, das war für mich eine Schlüsselfigur für die jetzige finanzielle Situation von GE!
Wie der Rattenfänger von Hameln war er!
Ich errinere mich an die Sport Bild damals:
"Wenn nicht mit ihm Meister, mit wem sonst?"
Es ist komplett schiefgelaufen, aber gut, die sind in GE wie in Essen, Watten scheid, WSV, usw...: Immer wieder aufstehen!
Aber Felix Magath ist wohl der letzte, der sich beschweren sollte in seinem Kaufwahn!

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