So langsam, aber sicher kommen die ehemaligen Spieler, der aus der Regionalliga zurückgezogenen Mannschaft der SG Wattenscheid 09, bei neuen Arbeitgebern unter. So auch Norman Jakubowski.

RL West

Wattenscheid-Spieler fährt 560 Kilometer zu Bezirksligaspielen

13. Dezember 2019, 14:13 Uhr

Foto: Thorsten Tillmann

So langsam, aber sicher kommen die ehemaligen Spieler, der aus der Regionalliga zurückgezogenen Mannschaft der SG Wattenscheid 09, bei neuen Arbeitgebern unter. So auch Norman Jakubowski.

Sie werden sich fragen: Jakubowski? Der Abwehrspieler hatte doch erst am Donnerstag bekanntgegeben, dass er auch in der neuen Saison für die SG spielen wird - ligenunabhängig. Das bleibt auch so. Doch der 26-Jährige verfolgt einen irren Plan, um das halbe Jahr bis zur neuen Saison zu überbrücken.

Norman Jakubowski wird nämlich für den SV Wilhelmshaven spielen. Der Traditionsklub aus Niedersachsen spielt um den Aufstieg in die Landesliga und liefert sich mit dem Lokalrivalen WSC Frisia ein Kopf-an-Kopf-Rennen. "Peter Schöne, ein langjähriger Bekannter von mir, hat mich gebeten dem Verein zu helfen. Der SVW will unbedingt aufsteigen. Der Verein ist mir sehr entgegengekommen und hat mir ein attraktives Angebot unterbreitet. Das konnte ich nicht ausschlagen", sagt Jakubowski. In Wilhelmshaven wird der Wattenscheider auch auf David Odonkor treffen. Seit Ende Oktober spielt der Ex-Nationalspieler für den Bezirksligisten.

Keine Trainingspflicht! Jakubowski wird nur zu den Spielen anreisen

Dass der Wechsel Jakubowskis nach Wilhelmshaven etwas verrückt ist, hat mehrere Gründe. Der Abwehrspieler lebt und arbeitet in Gelsenkirchen. Er wird den Trainingseinheiten der Niedersachsen unter der Woche fernbleiben und nur zu den Ligaspielen am Wochenende die rund 280 Kilometer von Bochum nach Wilhelmshaven auf sich nehmen. Für ein Bezirksligaspiel!

"Das klingt wirklich verrückt. Aber ich habe auch die Möglichkeit schon am Samstag anzureisen und im Hotel zu übernachten. Das Angebot werde ich sicherlich auch mal wahrnehmen. Zudem sind die Fahrtkosten gedeckt. Deshalb ist das schon in Ordnung", sagt Jakubowski und ergänzt mit einem Augenzwinkern: "Ich fahre sehr gerne Auto. Es sind ja auch nur zwölf Spiele bis zum Saisonende."


Bei seinem Kumpel und Trainer des DSC Wanne-Eickel, Sebastian Westerhoff, plant Jakubowski zu trainieren und sich für die Wilhelmshaven-Spiele vorzubereiten.

Dass er quasi über eine Stammplatz-Garantie verfügt und seine neuen Mitspieler das gar nicht so toll finden könnten; darauf ist der gebürtige Gelsenkirchener vorbereitet: "Wer mich kennt, der weiß, dass für mich Kameradschaft und Teamgeist ganz oben stehen. Das verstehe ich dann auch, wenn mich jemand schief anguckt - kein Problem. Aber ich will bei meinen neuen Mitspielern mit Leistung punkten und vorangehen. Wenn die Leistung stimmt, dann kann keiner meckern. Hier geht es zwar um die Bezirksliga, aber auch einen sehr ambitionierten Traditionsklub wie den SV Wilhelmshaven. Diesem will ich bei seinen Zielen helfen."

Jakubowski lehnte mehrere Oberliga- und Regionalliga-Angebote ab

Der ehemalige Uerdinger Jakubowski, der auf 122 Viertligaspiele zurückblicken kann, hatte auch die Möglichkeit in der Regionalliga West zu bleiben. Nach RevierSport-Informationen waren Klubs wie der TuS Haltern oder auch VfB Homberg an seinen Diensten interessiert. Aus der Oberliga Westfalen wollte in Rot Weiss Ahlen an die Werse locken. Doch Jakubowski lehnte dankend ab. "Das Gesamtpaket hat einfach nirgendwo gepasst", sagt er. Nur beim SV Wilhelmshaven scheint es gepasst zu haben - einem Bezirksligisten, 280 Kilometer fern der Heimat.

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15.12.2019 - 11:26 - Außenverteidiger

Hättet ihr mal mich und meine Truppe gesehen. Nicht nur einmal aus der Liga aufgestiegen. Da ging's Freitag und Samstag raus.

Wir reden hierhier über die Bezirksliga. Der etwas taktisch besseren Kreisliga A. :D Ist doch kein Niveau...

Mir geht's um den wirtschaftlichen Sinn des Vereins und nicht Vetternwirtschaft. Gefallen hin.oder her. Wir sind hier nicht bei der Mafia.

14.12.2019 - 16:30 - Horst15

@14.12.2019 - 12:45 - F.C.Knüppeldick:
Hat keinen Sinn, habe mir mal ein paar Kommentare von diesen Herrn Außenverteidiger angesehen.
Ganz schlimm. Offensichtlich auch so eine Figur, der der Fantismus die Birne zerfressen hat.
Ist im übrigen auch (nachweislich) ein Hassprediger!

14.12.2019 - 12:45 - F.C.Knüppeldick

Les Dir doch den Beitrag von Horst15 oder den Artikel durch,dann weißt Du,um was geht.Und da ich viele Bezirksligaspiele gesehen habe und nie einen "Besoffenen" gesehen habe,kann ich Dir nicht folgen.Auch wieder der letzte Satz...meine Güte,ist das hier blöd geworden!

14.12.2019 - 12:25 - Außenverteidiger

Ja Knüppeldick. Dreimal die Woche ist in fast allen Berufen gut zu schaffen. In der B und A Jugend sollte es Standard sein.
Lasst die emotionale Schiene sein und rechnet im Sinne des Vereins einfach malmal nach. 560 km Anreise, Übernachtung im Hotel. Prämien usw? Das ist doch nicht wirtschaftlich oder?

Mit Freunden geht man ehrlich um. Bezirksliga kann man besoffen spielen und ist locker zu schaffen. Wer nüchtern und fit in der Liga nicht zocken kann, hat die falsche Sportart gewählt.

14.12.2019 - 03:00 - F.C.Knüppeldick

@ Außenverteiger

Du hörst Dich auch gerne selber reden-oder ? Dann dieser Satz:In dieser Liga wird jeder Hobbyspieler mal gespielt haben...ja nee,is klar.Ist Dir das bewußt,dass manche Bezirksligisten 3 bis 4 Mal die Woche trainieren ?

13.12.2019 - 19:33 - OnlineJoker

Dieser Kommentar wurde entfernt.

13.12.2019 - 18:25 - Platzwart_sein_sohn

Hoffentlich bekommt Greta das nicht mit.

13.12.2019 - 17:37 - Horst15

Wie aus dem Artikel hervorgeht, will der Spieler wohl einem langjährigen Bekannten einen Gefallen tun.
Ich denke daher hat er es nicht verdient, dass hier ein bl*der Dummschw*tzer diesen Gefallen in dieser Form kommentiert.
Was gibt das für Pfeifenheinis.....

13.12.2019 - 16:35 - Außenverteidiger

Au man. Hier liegt wohl ein Fußball typisches vor. Wer diesen Artikel aus Vereins und wirtschaftlersichtweise betrachtet, schüttelt nur mit dem Kopf. Wir reden hier über die Bezirksliga oder? Denke in der Liga wird jeder Hobbyspieler mal gespielt haben. Wie kann sich solch ein Aufwand lohnen? Gibt's keinen Landes oder Verbandsligaspieler in der Nähe? Welcher sportlicher Sachverstand steckt dahinter? Beobachten die Verantwortlichen ihre Umgebung schlecht? An solchen Eiern scheitern leider viele Vereine...