Frank Busemann wird auch rund 13 Jahre nach seinem großen Erfolg bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta, bei denen er überraschend die Silbermedaille im Zehnkampf gewann, als Aushängeschild der deutschen Leichtathletik gewürdigt. 2004 war er bereits Botschafter des Ruhr-Marathons und absolvierte bei dieser Gelegenheit erstmals die 42,195- Kilometer-Distanz. Bei der Premiere des Runners Point Staffellaufs schlüpft der 34-Jährige erneut in die Rolle des sportlichen Beraters.

Runners Point Staffellauf: Frank Busemann hat seine Staffel komplett

„Das werden meine dritten Olympischen Spiele“

Desirée Kraczyk
11. Juni 2009, 15:15 Uhr

Frank Busemann wird auch rund 13 Jahre nach seinem großen Erfolg bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta, bei denen er überraschend die Silbermedaille im Zehnkampf gewann, als Aushängeschild der deutschen Leichtathletik gewürdigt. 2004 war er bereits Botschafter des Ruhr-Marathons und absolvierte bei dieser Gelegenheit erstmals die 42,195- Kilometer-Distanz. Bei der Premiere des Runners Point Staffellaufs schlüpft der 34-Jährige erneut in die Rolle des sportlichen Beraters.

Gleichzeitig ist es für ihn aber auch ein guter Anlass, wieder häufiger die Laufschuhe zu schnüren, wie Busemann zugibt. „Die fünf Kilometer kann jeder schaffen, sowohl die Topläufer als auch Talentfreie wie ich“, bemerkt der ehemalige Leistungssportler.

Für seine Staffelbesetzung hat sich der Recklinghäuser etwas Besonderes einfallen lassen. Die freien Startplätze wurden verlost und zwar an vier Bewerber, die die originellste oder bewegendste Begründung liefern konnten, warum sie unbedingt im „Team Busemann laufen“ müssen. Unter den zahlreichen Einsendungen eine Auswahl zu treffen, fiel nicht leicht, aber mittlerweile ist das Quintett komplett. Vervollständigt wird seine Staffel durch eine unterschenkelamputierte [imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/011/619-12070_preview.jpeg Jan Fitschen (l.) und Frank Busemann sind am Sonntag Konkurrenten (Foto: Kraczyk). [/imgbox]Behindertensportlerin. Deren Halbmarathonzeit nötigt Busemann höchste Achtung ab. Außerdem begleitet ihn ein junger Mann, der sich für Rollstuhlbasketball begeistert und sich für seine gehandicapten Mitbürger einsetzt. „Er wird uns auf der Strecke jonglierend unterstützen“, erklärt Busemann. Mit dabei sind außerdem ein über 60-Jähriger, aber noch „sehr drahtiger Mann, der bestimmt schneller ist als ich“, wie der ehemalige Hürdenspezialist betont, sowie ein weiblicher Borussia Dortmund-Fan.

Persönlich hat sich Busemann eine Zeit von unter 20 Minuten vorgenommen, aber gemessen wird ohnehin nur die Gesamtzeit. Auf die Startreihenfolge will sich das Team erst kurz vor dem Wettkampfbeginn einigen. Für seine Mitstreiter hat er folgende Tipps parat: „Sie sollen die Strecken vor allem genießen und die Distanz nicht zu schnell angehen.“ Als Vorbild fungiert Busemann nicht, wie er zugibt: „Ich rate anderen immer genau das, was ich selbst falsch mache.“ Bei Wettkämpfen würde er sich immer wieder wie ein Achtjähriger bei seinem ersten Lauf benehmen und, gepusht durch die Anfeuerung der Zuschauer, viel zu schnell loslegen.

Gut möglich, dass ihm dies auch beim Runners Point Staffellauf passiert. Beim Start- und Zieleinlauf in der Veltins-Arena ist eine imposante Atmosphäre garantiert. „Ich werde mich wie bei den Olympischen Spielen fühlen. Das wäre dann schon meine dritte Teilnahme“, schmunzelt Busemann und fügt hinzu: „Damit man im Stadion auffällt muss man immer schön winken. Und ich werde garantiert wieder hechelnd und völlig erschöpft ins Ziel einlaufen.“

Autor: Desirée Kraczyk

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