21.08.2008

BVB II: Julian Koch spielt sich mit 17 fest

"Habe mich voll reingehängt"

Eigentlich hätte Julian Koch in dieser Saison sein zweites Jahr in der U19-Bundesliga für den BVB bestritten. Nun aber steht der erst 17-Jährige, der eigentlich noch bei den B-Junioren kicken dürfte, in der Stammelf von Dortmunds Regionalliga-Mannschaft.

"Ich habe schon in der Vorbereitung gespielt, mich dabei voll reingehängt und Gas gegeben", berichtet Koch, muss aber auch zugeben: "Der Platz in der Anfangself gegen Mainz kam für mich dann schon etwas überraschend."

Wegen der dünnen Personaldecke in der Dortmunder Reserve bekam der Defensivspezialist die große Möglichkeit, sich bereits in der vierthöchsten Fußballklasse der Senioren zu beweisen. "Wir hatten in der Vorbereitung personelle Probleme, gerade in der Innenverteidigung. Deswegen haben wir noch drei Jugendliche mit nach oben gezogen", erzählt Trainer Theo Schneider.

Einer aus diesem Trio war der Blondschopf. "Julian hat in den Testspielen gezeigt, dass er in der Lage ist mitzuhalten. Er hat seine Chance genutzt", lobt Schneider.
Zum Saisonauftakt spielte der Blondschopf auf der Innenverteidiger-Position neben Kapitän Uwe Hünemeier und zeigte "bis auf ein, zwei Unkonzentriertheiten eine gute Leistung", bilanziert der Coach nach dem 4:1-Auftaktsieg gegen die Rheinländer. Auch das Talent selbst war mit seinem ersten Auftritt im Herrenbereich einverstanden: "Für den Anfang bin ich ganz zufrieden und denke, dass es ganz ordentlich war."

Auch beim kommenden Auswärtsspiel in Kleve wird Koch im Abwehrzentrum beginnen dürfen. "Davon gehe ich mal ganz schwer aus", ist sich Schneider einer erneuten Nominierung sicher und hebt gleich die Stärken des Talents hervor: "Julian ist schnell, sehr aggressiv im Zweikampf und hat zudem ein gutes Kopfballspiel."

Verbesserungstipps hat der Linienchef aber auch gleich parat, sieht er in dem Rechtsfuß doch noch Einiges an Potential. "Im Spielaufbau kann er sich noch verbessern und körperlich muss er noch ein bisschen zulegen. Das kommt aber mit der Zeit" wird Schneider den Benjamin im Team behutsam aufbauen.

Autor: ts

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