12.07.2018

BL

Hamborns klares Ziel ist der Landesliga-Wiederaufstieg

Foto: Thomas Gödde

Die Löwen haben den Absturz in die Bezirksliga verarbeitet. Trainer Michael Pomp will die Favoritenrolle seines Teams nicht wegdiskutieren.

Nachkarten ist nicht das Ding von Michael Pomp. An das, was war, und das, was hätte sein können, will der Trainer von Hamborn 07 daher möglichst auch gar nicht mehr denken. „Wir können es ohnehin nicht mehr ändern“, sagt der 34-Jährige, der mit den Löwen durch das in letzter Minute kassierte 2:2 im Relegationsrückspiel beim GSV Moers den Abstieg aus der Fußball-Landesliga hatte hinnehmen müssen. Der Blick soll im Holtkamp jetzt nur nach vorn gehen – in der gerade eingeläuteten Saison zählt nichts anderes als der direkte Wiederaufstieg.

Üblicherweise wehrt sich der Trainer eines Teams, das von der Konkurrenz als großer Titelfavorit ausgemacht worden ist, zumindest der Form halber gegen diese Titulierung. Michael Pomp lässt das lieber. „Wir brauchen doch gar nicht darum herumzureden, dass es in unserer Besetzung um nichts anderes als den Aufstieg gehen kann. Dieser Kader ist geplant worden, um einen einstelligen Platz in der Landesliga zu belegen und hätte sicher auch das Potenzial dazu“, so der Hamborner Coach. Einen Konkurrenten, der zumindest annähernd auf Augenhöhe besetzt ist, mag er nicht erkennen: „Natürlich habe ich mich mit dem SC 20 Oberhausen beschäftigt, der nur knapp den Aufstieg verpasst hat. Auch die zweite Mannschaft des VfB Homberg wird sicher oben mitspielen.“ Aber einen ähnlich bestückten Kader konnte Pomp bislang nicht entdecken.

Dass er sich damit selbst unter Druck setzt – keine Frage. „Daran muss ich mich natürlich messen lassen. Und alle Gegner werden angesichts unserer Favoritenrolle mit 120 Prozent Einsatz gegen uns auflaufen. Aber bei Hamborn 07 lernt man sowieso, mit dem Druck zu leben. Ich glaube, das bringt die Mannschaft auch voran“, so Pomp. Er sieht sein aktuelles Team insgesamt als „besser ausbalanciert“ als in der Vorsaison an, als er ja zur Rückrunde den Trainerstuhl in Hamborn übernahm. Dafür sorgen allein schon die namhaften Neuzugänge wie Ali Basaran, Bora Karadag, Burak Öktem, Emre Camdali oder Riccardo Nitto. „Der Kader ist ja auch für eine gewisse Perspektive angelegt“, sagt Pomp. Das heißt: Nach dem als zwingend notwendig anzusehenden sofortigen Wiederaufstieg soll 07 möglichst gleich voll wettbewerbsfähig in der Landesliga an den Start gehen können.

Die Vorbereitungsphase hat am vergangenen Wochenende mit einem 2:2-Remis bei Oberligist SC Düsseldorf-West begonnen. „Das war schon sehr ordentlich, zumal noch viele Leute gefehlt haben“, sagt der Coach, der weitere Tests auf hohem Niveau gegen die Oberligisten 1. FC Kleve und VfB Homberg, Westfalenligist TuS Sinsen und Landesligist VfL Rhede ausgemacht hat. Den einzigen „Ausreißer“ gibt es am Donnerstag um 20 Uhr beim B-Kreisligisten TuS Buschhausen. Da können die Löwen aber schon einmal das ausprobieren, was ihr Trainer von ihnen für die Meisterschaft verlangt: „Wir wollen jedes Spiel dominant gestalten.“

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