27.05.2018

LL W3

SW Wattenscheid 08 steigt in die Bezirksliga ab

Foto: Klaus Pollkläsener

Nach dem 2:4 in Mülhausen ist SW Wattenscheid 08 aus der Landesliga abgestiegen. Auch ein Sieg hätte nichts mehr gebracht.

Aus, Schluss und vorbei. Nach der 2:4-Niederlage beim SSV Mühlhausen ist SW Wattenscheid 08 in die Bezirksliga abgestiegen. Aber auch ein eigener Erfolg hätte nach vierjähriger Landesligazugehörigkeit den Abstieg nicht mehr verhindert. Spätestens mit dem 1:1-Ausgleichstreffer des VfL Kemminghausen gegen den SC Obersprockhövel in der 87. Minute waren alle Hoffnungen auf den Klassenerhalt geplatzt, da auch der zweite direkte Abstiegskonkurrent, der SV Hilbeck, sich beim torlosen Remis bei Meister BSV Schüren den einen noch benötigten Punkt sichern konnte.

Jürgen Meier, der zuvor als Trainer noch niemals abgestiegen war, hatte große Mühe, die Stimmungslage der Wattenscheider in Worte zu fassen: „Die Enttäuschung ist natürlich riesengroß. Es ist für einen Sportler das Schlimmste, sportlich abzusteigen. Darüber müssen wir alle erst einmal eine Nacht schlafen.“ Unabhängig vom Abstieg stand jedoch auch schon vor dem Saisonfinale fest, dass Jürgen Meier auch in der Bezirksliga die sportliche Verantwortung an der Dickebank tragen wird, um die sofortige Rückkehr in die Landesliga in Angriff zu nehmen.

Die Partie in Hilbeck war fast so etwas wie ein Spiegelbild der kompletten Saison. Nach frühem Rückstand brachte Ugur Al die Wattenscheider nur fünf Minuten später mit dem 1:1 zurück. Ab der 21. Minute agierte Wattenscheid nach einer Roten Karte für Mühlhausen sogar in Überzahl, scheiterte aber einmal mehr an der ungenügenden Chancenverwertung.
Zu viele Chancen vergeben

„Es hätte sich keiner beschwert, wenn wir zur Pause 4:1 oder 5:1 geführt hätten“, so Meier. Stattdessen übertrafen sich Tegtmeier, Steegmann oder Majid im Auslassen klarster Tormöglichkeiten. Als Jan Tegtmeier nach toller Einzelaktion doch noch der Führungstreffer gelang, erhielt der Nicht-Abstiegstraum neue Hoffnung. Aber ein Freistoß der Gastgeber, der vom Innenpfosten ins Tor sprang, zwang Wattenscheid dazu, in der Endphase Alles oder Nichts zu spielen. Heraus kam das sportliche Nichts. Zwei Konter in den Schlussminuten besiegelten die Niederlage.

Am Mittwochabend treffen sich Trainer, Spieler und Vereinsverantwortliche, um den sportlichen Neuanfang in der Bezirksliga zu planen. Ein trauriger Neuanfang im Jahr des 110-jährigen Vereinsbestehens.

Autor: Martin Jagusch

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