04.12.2017

VfB Homberg

Starke Hinrunde ohne Regionalliga-Illusionen

Foto: Tillmann

Mit dem 1:0-Sieg gegen TuRU Düsseldorf schloss der VfB Homberg die Oberliga-Hinrunde mit einem Erfolgserlebnis ab.

27 Zähler nach 17 Spielen konnte der VfB Homberg bisher auf der Habenseite verbuchen. Die Hinrunde verlief in vielerlei Hinsicht jedoch nicht optimal. Trainer Stefan Janßen ist nach dem Erfolgserlebnis gegen TuRU Düsseldorf aber mehr als zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft und stellt klar, dass Homberg in die Oberliga gehört und sich keinen Regionalliga-Illusionen hingibt.

Herr Janßen, Glückwunsch zu einem erfolgreichen Hinrunden-Abschluss. Wie haben Sie das Spiel gegen die TuRU gesehen und wie wichtig waren diese drei Punkte?
Wir brauchen gar nicht darüber reden, ob der Sieg verdient war. Das war er. Die drei Punkte wurden aber hart erkämpft. Die TuRU hat nach dem Trainerwechsel genauso agiert, wie ich es mir vorgestellt habe. Dass diese Mannschaft Qualität hat, war schon vor Anpfiff unbestritten. Nicht umsonst standen sie nach neun Spieltagen mit nur einer Niederlage an der Tabellenspitze. Wir waren auf einen starken Gegner vorbereitet. In der ersten Hälfte war es noch ein Abnutzungskampf im Mittelfeld. In der zweiten Halbzeit hatten wir dann aber durch das schnelle Tor und viele Chancen deutliche Vorteile. Ich bin sehr froh, dass wir diesen Gegner geschlagen haben.

Die Hinrunde schließt ihre Mannschaft mit 27 Punkten ab. Wie zufrieden sind sie mit der Punkteausbeute und der bisherigen Leistung?
Ich bin keiner, der jammert. Das will ich klarstellen, aber wir hatten früh in der Saison schon mit umfangreichen Verletzungssorgen zu kämpfen. Ich denke da vor allem an Jerome Manca, einen der Top-Drei-Linksverteidiger der abgelaufenen Spielzeit, Mike Koenders, den wir mit großen Hoffnungen aus Cloppenburg geholt haben oder Justin Bock, der letzte Saison überragend war und aktuell immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen wird. Wir können nicht mal eben so auf die Ausfälle von drei Leistungsträgern reagieren. Unter Berücksichtigung dieser Umstände war die Hinrundenleistung schon richtig gut.

Wir sind keiner der Oberligisten, der dauernd über die Regionalliga redet. Wir gehören in die Oberliga. Nicht höher, nicht niedriger.
Trainer Stefan Janßen über Hombergs Ansprüche

Auffällig ist, dass Homberg aber die Konstanz zu fehlen scheint, um mal ganz oben angreifen zu können...
Das sehe ich genauso. Wir müssen lernen, endlich mehr Stabilität in unsere Leistungen zu bekommen. Dieses Jahr ist es jedoch sehr schwierig in dieser Liga. Das sieht man jedes Wochenende an den Ergebnissen. Du kannst gegen den Tabellenersten gewinnen, wenn du deine Leistung abrufst. Gibst du aber zehn Prozent weniger, dann gewinnst du nicht gegen den Tabellenletzten. Es gewinnen meistens die Teams, die einen guten Tag erwischen. Unsere Aufgabe ist es, noch in zwei Spielen einen guten Tag zu erwischen, bis Winterpause ist.

Aktuell haben sie fast alle Spieler beisammen. Inwiefern ist die Winterpause nochmal eine Möglichkeit, um die nächste Stufe zu erreichen und vielleicht oben anzugreifen? Weit weg sind sie ja nicht.
Die Winterpause ist eine Chance Kräfte zu sammeln. Ich denke, wir sind als Verein insgesamt sehr gut aufgestellt. Daher bin ich guter Dinge, dass wir den Abstand nach unten kontinuierlich vergrößern werden. Ich möchte aber allen, die glauben, dass Homberg eine Mannschaft für den ersten Platz ist, eine klare Absage erteilen. Man muss einfach sehen, dass die Regionalliga mittlerweile eine Profi-Liga ist. Dort sollten auch nur Mannschaften spielen, die wie Profis aufgestellt sind. Wir machen hier für Oberliga-Verhältnisse einen sehr guten Job, aber Homberg ist am Limit, wenn wir die Oberliga gut spielen. Wir sind keiner der Oberligisten, die schon seit Jahren von der Regionalliga reden müssen. Wir wissen, wo wir herkommen und wo wir hingehören und Homberg gehört in die Oberliga. Nicht höher und nicht niedriger.

Autor: Philip Ronden

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