Schalke: Stimmen

Heldt kündigt Kabinenpredigt an

29. September 2012, 08:30 Uhr

Das wird nicht lustig! Horst Heldt hat für Samstag eine Kabinenpredigt angekündigt. "Wir sollten uns alle mal die Meinung sorgen", zürnte Schalkes Manager.

Kurz nachdem Trainer Huub Stevens mit saurer Miene seinen kurzen Kommentar zum 2:2 in Düsseldorf abgegeben hatte, ließ Manager Horst Heldt in der esprit-Arena Dampf ab. "Ich habe selten so intensiv erlebt, dass man einen Gegner beherrscht und an die Wand spielt, wie wir in der ersten Halbzeit, aber dann das Spiel doch nicht gewinnt. Das fühlt sich an wie eine 0:5-Niederlage", erklärte der 42-Jährige

Dann drohte er den Spielern ein paar heiße Takte an: "Wir sollten uns alle mal die Meinung sagen, das werden wir morgen in der Kabine vor dem Training tun. Dann werden wir die zweite Halbzeit besprechen, und ich werde mal den Anfang machen!"

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In seine Kritik schloss Heldt in der ersten Erregung den kompletten Kader samt Funktionsstab ein. "In der zweiten Halbzeit haben alle, die für S04 verantwortlich sind, einen schlechten Job gemacht und versagt. Das gilt vom Busfahrer bis zum Manager", polterte der Schalker Sportvorstand. "Es geht nicht darum, dass einzelne Spieler schlecht waren, sondern es schwirren Dinge in meinem Kopf herum, die machen mich sprachlos. Am Ende hätten wir das Spiel sogar verlieren können.“

Huub Stevens war zu dem Zeitpunkt schon längst in Richtung Mannschaftsbus gestiefelt. „Die Spieler sollten lieber reden, nicht ich. Es ist unglaublich, was wir gespielt haben in der zweiten Halbzeit. Ich war mit der gesamten Mannschaft nicht zufrieden", knurrte der Niederländer.

Die meisten S04-Profis stellten sich immerhin der Kritik. "Die zweite Halbzeit war die schlechteste, die wir in dieser Saison bisher gezeigt haben", gab Jermaine Jones zu. "Die beiden Düsseldorfer Tore waren schwieriger zu erzielen, als die fünf glasklaren Chancen zu verwerten, die wir liegengelassen haben. Wir müssen viel ruhiger agieren, Gegentore dürfen uns nicht das Genick brechen. Wir sind als Favorit hierher gekommen, das haben wir in der ersten Halbzeit auch gezeigt, aber dann das Spiel aus der Hand gegeben.“

Kapitän Benedikt Höwedes stellte fest: "Wenn man so spielbestimmend ist, wie wir in der ersten Halbzeit, und 2:0 führt, der darf niemals 2:2 spielen. Jeder hat seinen Teil dazu beigetragen, dass wir ein Spiel nicht gewonnen haben, dass wir nie und nimmer hätten aus der Hand geben dürfen, aber es bringt nichts, sich gegenseitig die Schuld zuzuweisen.“

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Klaas-Jan Huntelaar führte aus: „In der ersten Halbzeit war das unser bestes Spiel bisher, wir hatten den Gegner klar im Griff und hätten auch höher führen können. Durch das Gegentor nach der Pause hat Düsseldorf wieder an sich geglaubt, aber auch da hatten wir noch genügend Chancen, um das Spiel für uns zu entscheiden.“

Tranquillo Barnetta meinte: „In der Kabine haben wir bereits angefangen, über die Partie zu reden. Wir müssen analysieren, warum wir eine Mannschaft, die bereits am Boden lag, wieder aufgebaut haben. So etwas darf uns nie wieder passieren. Der Trainer ist zurecht sauer.“

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