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Nach WM-Aus
Flick startet Analyse - Lahm wegen Heim-EM in Sorge

Nach WM-Aus: Flick startet Analyse - Lahm wegen Heim-EM in Sorge
Foto: firo

Nach der verfrühten Rückkehr aus Katar hat die Aufarbeitung des WM-Debakels begonnen. Turnierdirektor Philipp Lahm ist mit Blick auf die Heim-EM 2024 höchst besorgt.

Seine geprügelten Nationalspieler steuern schon die ersten Urlaubsziele an, doch für Hansi Flick gibt es keine Auszeit. Der angezählte Bundestrainer begann unmittelbar nach der Rückkehr aus Katar mit der Aufarbeitung des WM-Debakels und befolgte damit die unmissverständliche Ansage seines Bosses Bernd Neuendorf. Der DFB-Präsident hatte mit Nachdruck „eine sportliche Analyse dieses Turniers“ für das in der kommenden Woche anberaumte Treffen mit Flick, Oliver Bierhoff und seinem Vize Hans-Joachim Watzke gefordert.

Der in der Kritik stehende Flick ist nun gefordert, dabei geht es auch um seinen Job. Seine tief gefallene Mannschaft schwor er noch bei einem nächtlichen Abschiedsessen nach dem bitteren Vorrunden-Aus im Team-Quartier von Al-Ruwais auf das große Ziel Heim-EM 2024 ein. Dass er dann noch im Amt ist, scheint bei einer überzeugenden Analyse wahrscheinlich. Neuendorf erwartet von ihm aber „Perspektiven mit dem Blick auf die Europameisterschaft im eigenen Land“.

Wie Neuendorf ist Philipp Lahm in höchster Alarmbereitschaft, das Turnier soll nicht weniger als ein Sommermärchen 2.0 werden. „Nun gilt es, die Richtigen zu finden, auch mit Blick auf die Heim-EM, die schon in 18  Monaten beginnt und für die das Abschneiden natürlich eine Katastrophe ist, da brauchen wir nicht drum herumzureden“, schrieb der besorgte EURO-Turnierdirektor in seiner Kolumne für das RedaktionsNetzwerk Deutschland.

Für Lahm wirkte die Mannschaft „führungslos“. Der Weltmeister-Kapitän von 2014 kritisierte Flick: „Unsere Innenverteidiger sind körperlich stark, aber sie haben Defizite, wenn es um taktische Disziplin geht. Umso wichtiger wäre es gewesen, dass man sich in den Monaten vor dem Turnier einspielt, für eine Achse entscheidet. Das war leider nicht der Fall.“

Diese Achse zu entwickeln, ist von elementarer Bedeutung. Dabei darf die DFB-Auswahl keine Zeit verlieren. Im März stehen die nächsten beiden Länderspiele an, die Gegner und Spielorte noch nicht fest. Das gilt auch für das 1000. Spiel der Verbands-Historie, das im Juni ausgetragen wird. Weitere Doppel-Spieltage für Testspiele sind im September, Oktober und November geblockt. Als Gastgeber muss sich der viermalige Weltmeister nicht für die EM qualifizieren.

Große Experimente kann sich das DFB-Team nicht erlauben. Bei der WM mangelte es an klaren Strukturen, Abläufen und Führungsspielern. Flick rückte selbst von in Stein gemeißelten Grundsätzen ab. Joshua Kimmich wurde plötzlich wieder nach hinten rechts geschoben, Thomas Müller stürmte in zwei von drei Spielen. Beide Maßnahmen verpufften wirkungslos.

Das durchaus vorhandene Potenzial wurde nur in Ansätzen abgerufen. „Wir haben super Spieler, aber wir müssen das in die richtige Richtung bringen“, forderte Matthias Sammer bei MagentaTV. Die Verantwortung dürfte weiter Flick tragen. Jürgen Klopp, Wunschkandidat vieler Fans, will seinen bis 2026 laufenden Vertrag beim FC Liverpool laut seinem Berater erfüllen.

Thomas Tuchel wäre nach seinem Abgang beim FC Chelsea verfügbar. Allerdings haben Tuchel und Watzke aufgrund ihrer gemeinsamen Zeit bei Borussia Dortmund ein schlechtes Verhältnis. Für Sammer geht es weniger um Personen, als um grundsätzliche Dinge. „Haben wir eigentlich noch eine Identität in unserem Fußball? Diese Frage würde ich bei der Analyse in den Mittelpunkt stellen“, sagte der Europameister von 1996.

Daran arbeiten Flick und sein Stab. Neuendorf wartet gespannt auf die Ergebnisse.

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