VfL Bochum

Gegen AS Monaco sollen alle spielen

Michael Eckardt
24. Juli 2018, 20:30 Uhr

Foto: firo

Der französische Vizemeister ist der vorletzte Testspielgegner vor dem Saisonstart. Alle VfL-Akteure sollen spielen.

So attraktiv das Profileben auch sein mag, mitunter möchte man nicht tauschen mit den Leistungssportlern, auch nicht mit den Spielern des VfL Bochum. Die Trainingseinheit am Dienstag war angesichts der hohen Temperaturen nicht von schlechten Eltern. Kein Wunder also, dass VfL-Trainer Robin Dutt am Mittwoch im Spiel gegen ein richtig großes Kaliber alle Akteure einsetzen will. Die Partie gegen AS Monaco wird um 18 Uhr in Verl (Poststraße) angepfiffen.

Abseits der Temperaturen war Dutt daran gelegen, mal ein „anderes Thema“ als die schier unendliche Özil-Debatte in der Öffentlichkeit zu platzieren. „Warum dürfen bei der WM 23 Spieler auf der Bank sitzen und im Meisterschaftsbetrieb nicht?“, fragt sich der VfL-Trainer, der sowohl gegen Monaco als auch am Samstag in London gegen den FC Millwall alle verfügbaren Bochumer Spieler mitnehmen und berücksichtigen will. „Und sie werden auch alle ihre Spielanteile bekommen“, sagte der 53-Jährige.

Nur Eisfeld, Bandowski und Riemann fehlten beim Training
Ein fast volles Haus war am Dienstag zu vermelden. Inklusive Robbie Kruse und Silvère Ganvoula ackerten und schwitzten 19 Feldspieler, auch Vitaly Janelt, auf den man vorsichtshalber am Sonntag beim Turnier verzichtet hatte, war wieder an Bord. Fehlten also nur noch Thomas Eisfeld und Jannik Bandowski sowie Manuel Riemann. Aber auch die Nummer Eins des VfL wird bald wieder ins Geschehen eingreifen, er dürfte auf jeden Fall für den Saisonstart in Frage kommen. Gestern war er schon gut unterwegs im Training, verzichtete wegen seiner Schulterblessur nur auf den Armeinsatz.

Dass seiner Mannschaft im Turnier kein Tor aus dem Spiel heraus gelungen war, kreidete Robin Dutt seinen Spielern nicht an. „Wir haben gegen richtig starke Gegner gespielt, da muss man sich defensiv gut ausrichten und dazu zählt auch die Arbeit gegen den Ball unserer Offensiv-Spieler“, sagte der VfL-Trainer, für dessen Team es am Mittwoch nicht einfacher wird.

Möglicherweise wird Monaco in Verl noch einmal ohne die fünf WM-Teilnehmer auflaufen, aber die Franzosen haben 12 vielversprechende Talente zwischen 16 und 23 Jahren in ihren Reihen. ASM hat in den vergangenen zwei Jahren 520 Millionen Euro auf dem Transfermarkt erlöst und „nur“ 177 Millionen für potenzielle Nachfolger von Stars wie Kylian Mbappé ausgegeben. Der Klub ist derzeit die größte Geldvermehrungs- und Spielerentwicklungsmaschine des europäischen Fußballs. Geht ein Star, wird ein neuer gemacht. Im Moment soll Monaco drauf und dran sein, Außenverteidiger Benjamin Herichs von Bayer Leverkusen loszueisen. Im Gespräch ist die Kleinigkeit von 12 Millionen Euro.

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