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Rot-Weiss Essen
Als Pelé 1963 im Georg-Melches-Stadion Schalke besiegte

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Rot-Weiss Essen: Als Pelé 1963 im Georg-Melches-Stadion Schalke besiegte
Foto: dpa

Auch Rot-Weiss Essen trauert um den wohl besten Spieler der Geschichte. Brasiliens Legende Pelé ist nach schwerer Krankheit gestorben - 1963 spielte er an der Hafenstraße.

Der Weltfußball trauert um seinen vielleicht größten Spieler. Am Donnerstag ist Brasiliens dreimaliger Weltmeister Pelé im Alter von 82 Jahren in Sao Paulo gestorben. Auch Rot-Weiss Essen trauert um eines seiner Ehrenmitglieder.

In Anerkennung seiner fantastischen Karriere schrieb die französische Zeitung „Le Figaro“: „Der Fußball hat seinen König verloren. Pelé war die Sonne Brasiliens. Seine Wärme, sein Licht, seine Kraft, seine Freude, seine Kreativität. Seine Legende ist epochenübergreifend. Das Wesen eines Künstlers.“

Mittlerweile führt Neymar die Selecao als Spielmacher an - der Weltstar, der für Paris St. Germain spielt, gilt als einer der größten Fans von Pelé. Er verabschiedete sich mit rührenden Worten von dem Mann, der "alles verändert hat."

Neymar schrieb: "Vor Pele war die 10 nur eine Zahl. Ich habe diesen Satz irgendwo gelesen, irgendwann in meinem Leben. Aber dieser Satz, so schön er ist, ist unvollständig. Ich würde sagen, vor Pele war Fußball nur ein Sport. Pele hat alles verändert. Er machte Fußball zu Kunst, zu Unterhaltung. Er gab den Armen, den Schwarzen eine Stimme, und vor allem: Er hat Brasilien sichtbar gemacht. Fußball und Brasilien haben dank des Königs ihren Status erhöht! Er ist gegangen, aber seine Magie wird bleiben. Pele ist EWIG!!“

Seit 2005 ist Pelé Ehrenmitglied bei RWE

Ewig wird er auch mit dem Drittligisten Rot-Weiss Essen in Verbindung stehen. Denn seit 2005 ist er Ehrenmitglied bei RWE. Der ehemalige Essener Präsident Rolf Hempelmann überreichte dem dreimaligen Weltmeister, der sich zu damals für einen Messetermin in Köln aufhielt, den Mitgliedsausweis und eine Urkunde.

Pelé betonte 2005 bei seiner Ernennung: "Es ist für mich eine große Ehre, jetzt dem Verein anzugehören, in dem der "Boss" (Helmut Rahn, Anmerkung der Redaktion) spielte." Damit sind zwei Weltmeister in der Garde der Ehrenmitglieder bei RWE.

Sein einziges direktes Duell mit RWE gab es im Fernsehen. 1970 - so erinnert sich RWEs Vereinshistorikers Georg Schrepper - trat er im Aktuellen Sportstudio beim Torwandschießen gegen Willi Lippens, eine weitere RWE-Legende, an und verlor mit 1:2.


Pelé - eines von insgesamt 23 Ehrenmitgliedern bei den Essenern, hat übrigens tatsächlich einmal ein Spiel im Georg-Melches-Stadion bestritten. Am 2. Juni 1963 war das. Allerdings gibt es mit dem FC Santos nicht gegen RWE - sondern gegen den FC Schalke.

Der hatte den FC Santos zum Testspiel eingeladen und wich ins Essener Stadion aus, da das damals modernere Essener Stadion mehr Sitzplätze hatte als die Gelsenkirchener Glückauf-Kampfbahn. 47.918 Sitz- und Stehplätz standen damals durch Zusatztribünen und Sondergenehmigungen der Polizei zur Verfügung. Doch schon damals war Schalke in Essen nicht sehr beliebt, so kamen nur rund 15.000 Fans, die einen 2:1-Erfolg des FC Santos sahen - natürlich mit einem Treffer von Pelé. Essen freute sich, dass Pelé einmal an der Hafenstraße auflief, Schalke ärgerte sich, denn aus dem großen Geschäft wurde nichts. Das Spiel soll in etwa 70.000 DM Verlust eingebracht haben.

Nach seinem Tod gab RWE nun bekannt: "RWE wird Pelé auf ewig ein ehrendes Andenken bewahren und wünscht Angehörigen sowie Freunden in dieser schwierigen Zeit viel Kraft."

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