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3. Liga
Vier Spiele, kein Sieg! Aue-Fans sauer, Präsident tobt

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3. Liga: Vier Spiele, kein Sieg! Aue-Fans sauer, Präsident tobt
Foto: firo

Den Start in die 3. Liga hatte sich Zweitliga-Absteiger Erzgebirge Aue ganz anders vorgestellt. Doch nach vier Spielen stehen gerade einmal zwei Zähler auf dem FCE-Konto.

1:5 gegen den SV Wehen Wiesbaden, so lautete das Ergebnis am vergangenen Sonntag aus Sicht des FC Erzgebirge Aue. Ein echtes Debakel für den so hoch ambitionierten Zweitliga-Absteiger, der eigentlich den sofortigen Wiederaufstieg anpeilt.

"Und ihr wollt Wismut Aue sein?" Mit solchen Gesängen verhöhnten die Aue-Fans ihre eigene Mannschaft. Kapitän Dimitrij Nazarov, der sich zu den Anhängern an den Zaun begab, sprach im Magenta-Interview von "extremer und berechtigter Kritik" seitens der Zuschauer. "Zu diesem Auftritt fehlen mir echt die Worte. Das war ein rabenschwarzer Tag für den FC Erzgebirge Aue", fasste Nazarov zusammen.

Nazarov sagte weiter: "Fans mit Tränen in den Augen zu sehen, tut mir unheimlich weh. Für sie ist es ein absolutes Highlight, alle zwei Wochen ins Stadion zu gehen. Und dann liefern wir so einen Auftritt ab. Das geht einfach nicht und darf in dieser Form nie wieder passieren."

Ich bin komplett satt! Das war unter aller Sau.

Helge Leonhardt

Trainer Timo Rost, der mit Bayreuth den Drittliga-Aufstieg schaffte und zu Saisonbeginn nach Aue wechselte, nahm das Heim-Debakel auf seine Kappe. Rost bei Magenta: "Es ist ganz klar meine Aufgabe, eine Mannschaft auf den Platz zu schicken, die solche Spiele gewinnen oder zumindest bestehen kann – Neuaufbau hin oder her. Daher muss ich mir den Schuh ganz klar anziehen, weil ich es nicht geschafft habe, Jungs aufzubieten, die auch nach einem Nackenschlag zurückkommen können."

Aue-Präsident Helge Leonhardt war nach der Pleite und dem vierten Spiel in Folge ohne Sieg richtig angefressen und kritisierte die Mannschaft scharf. "Ich bin komplett satt! Das war unter aller Sau", schimpfte der 63-Jährige nach der höchsten Auer Drittliga-Heimpleite der Vereinsgeschichte bei "Tag24". Einmal in Fahrt schoss der Aue-Boss gegen die eigenen Spieler: "Das sah aus, als seien die Spieler im Kopf leer. Das war zu wenig. Ich erwarte, dass wir uns schnellstmöglich finden."

Am Samstag (20. August, 14 Uhr) geht es für Aue zum Spitzenteam 1. FC Saarbrücken. Sollte ein Sieg ausbleiben, dürfte es in Aue sehr ungemütlich werden - auch für Trainer Timo Rost.

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3. Liga

Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
18 Borussia Dortmund II 9 2 1 6 6:16 -10 7
19 SpVgg Bayreuth 9 1 2 6 5:18 -13 5
20 FC Erzgebirge Aue 9 0 3 6 5:15 -10 3
Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
18 SpVgg Bayreuth 4 1 1 2 2:8 -6 4
19 Borussia Dortmund II 4 1 0 3 2:8 -6 3
20 FC Erzgebirge Aue 4 0 1 3 2:8 -6 1
Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
14 FSV Zwickau 4 1 0 3 1:11 -10 3
15 Rot-Weiss Essen 4 0 2 2 3:5 -2 2
16 FC Erzgebirge Aue 5 0 2 3 3:7 -4 2
17 Hallescher FC 4 0 1 3 5:10 -5 1
18 SV Waldhof Mannheim 4 0 1 3 4:10 -6 1

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FC Erzgebirge Aue

09 A
TSV 1860 München Logo
TSV 1860 München
Freitag, 16.09.2022 19:00 Uhr
3:1 (1:0)
10 H
SV Meppen Logo
SV Meppen
Freitag, 30.09.2022 19:00 Uhr
-:- (-:-)
11 A
VfB Oldenburg Logo
VfB Oldenburg
Samstag, 08.10.2022 14:00 Uhr
-:- (-:-)
10 H
SV Meppen Logo
SV Meppen
Freitag, 30.09.2022 19:00 Uhr
-:- (-:-)
09 A
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TSV 1860 München
Freitag, 16.09.2022 19:00 Uhr
3:1 (1:0)
11 A
VfB Oldenburg Logo
VfB Oldenburg
Samstag, 08.10.2022 14:00 Uhr
-:- (-:-)

Torjäger

FC Erzgebirge Aue

# Name Tore Min./Tore Tore/Sp.
1 2 205 0,4
2 1 332 0,2
# Name Tore Min./Tore Tore/Sp.
1 1 112 0,5
1 165 0,5
# Name Tore Min./Tore Tore/Sp.
1 1 267 0,3
1 268 0,3
1
2
3
4
5
1
2
3
4
5
1
2
3
4
5

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Pevenage 2022-08-15 13:26:01 Uhr
Das ist auch wieder so ein Verein, der die Zeichen der Zeit nicht erkannt hat.

Man muss sich nur das Artikelbild ansehen. Dann weiß man alles.

Im Erzgbirge ist der Bergbau toter als tot, mindestens so tot wie im Ruhrgebiet. Dennoch kokettiert man immer noch mit einer Knappenmusikkapelle, die von annudazumal schwelgt.

Da sind die Schalke z. B. wenigstens ehrlicher, die einräumen, dass vom Bergbau im Ruhrgebiet allenfalls noch der Museumsführer ein bisschen Geld verdienen. Knappenmusikkapellen sieht man in Ruhrgebietsstadien schon lange nicht mehr.

Der Verein konnte sich lange halten, weil Erika aus der Ostzone ihre schützende Hand auch über diesen DDR-Club hielt. Es war oft wundersam, wie der Club immer noch die Kurve kriegte kurz vor Saisonende.

Nach Erikas Abgang war es abzusehen, dass die Lichter in dieser Region ausgehen werden. Es ist schlimm genug, dass dieser Verein jetzt so überrascht tut.

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