Der Countdown läuft, die Uhr tickt, die Spannung steigt. Noch einmal schlafen, dann startet der MSV Duisburg in die neue Saison in der 3. Liga. Die Mission, die mit dem Gastspiel beim VfL Osnabrück (Freitag, 19 Uhr) beginnt, ist klar: Nach zwei enttäuschenden Saison peilen die Zebras eine ruhige Saison an, fernab vom Abstiegskampf, wie Sport-Geschäftsführer Ralf Heskamp erklärt.
Seit Anfang April ist der Nachfolger von Ivica Grlic im Amt, erstmals startet der MSV mit einem Kader, der seine Handschrift trägt - zumindest in Teilen: Denn neben den sieben Neuverpflichtungen und neun Abgängen sind 17 Spieler aus der Vorsaison weiterhin mit dabei.
Man spürt ein bisschen Unsicherheit und die Hoffnung auf eine ruhige Saison. Es ist ja auch ganz normal, dass die Zuschauer unzufrieden sind, wenn die Ergebnisse ausbleiben. Das wollen wir mit Erfolgserlebnissen wieder ändern.
Ralf Heskamp, Geschäftsführer Sport des MSV Duisburg, über das Umfeld
Vor dem Spiel in Osnabrück - für den 56-Jährigen ein ganz besonderes, da er viele Jahre als Spieler und Geschäftsführer an der Bremer Brücke verbrachte - spricht Ralf Heskamp bei RS über...
... den Saisonstart: Ich freue mich auf die Saison, die mit zwei spannenden Spielen beginnt. In Osnabrück, dann gegen Essen - genau dafür spielt man ja Fußball. Wir sind schwer motiviert, im Training haben alle mitgezogen.
... die Transfers des MSV: Zunächst mal möchte ich den Spielern, die schon länger da sind, ein Kompliment aussprechen. Sie haben einen Schritt nach vorne gemacht. Das ist sehr positiv. Unsere Erwartungen auf dem Transfermarkt haben sich erfüllt, die Neuzugänge haben sich gut eingefügt. Basti Mai braucht nach seiner Verletzung sicher noch etwas Zeit bis er wieder voll da ist. Und das Phillip König bisher noch nicht mitmischen konnte, ist schade.
... potenzielle Abgänge: Sollten Spieler auf uns zukommen und einen Wechselwunsch äußern, dann reden wir darüber. Aktuell ist das nicht der Fall.
... sein Gefühl vor dem Auftakt: Unsere Ergebnisse in der Vorbereitung waren nicht überragend. Dazu muss man aber sagen, dass unser Trainerteam die Mannschaft im Training stark beansprucht hat. Schließlich war es wichtig, an der Physis zu arbeiten. Das ging zulasten der Spritzigkeit in der Vorbereitung. Trotzdem darf man nicht 2:4 gegen den 1. FC Düren verlieren, das ist ganz klar. Aber was ich auf dem Trainingsplatz und zuletzt beim Schauinslandreisen-Cup gesehen habe, stimmt mich sehr positiv.
... die Stimmung im Umfeld: Im engen Kreis - in der Mannschaft und im Staff - ist die Stimmung gut. Das ist das Wichtigste. Darüber hinaus herrscht nicht unbedingt Aufbruchsstimmung, das merken wir natürlich. Die Fans sind nicht euphorisch, eher abwartend. Wir waren bei den Tests und beim Training nah dran an unseren Fans, der Austausch ist da. Sie sind nicht euphorisch, eher abwartend. Man spürt ein bisschen Unsicherheit und die Hoffnung auf eine ruhige Saison. Es ist ja auch ganz normal, dass die Zuschauer unzufrieden sind, wenn die Ergebnisse ausbleiben. Das wollen wir mit Erfolgserlebnissen wieder ändern.
... das Saisonziel: Wir wollen zuerst in ruhiges Fahrwasser kommen, am besten mit einem guten Start. Einen konkreten Tabellenplatz als Ziel auszugeben, das macht zum jetzigen Zeitpunkt noch keinen Sinn.