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Dresden: "Dixi" Dörner
"Die Bundesliga muss das Ziel sein"

Dresden: Interview mit "Dixi" Dörner

Hans-Jürgen "Dixie" Dörner ist eine Ikone bei Dynamo Dresden. Der 100-malige Auswahlspieler der ehemaligen DDR gewann mit den Gelb-Schwarzen fünf Meistertitel.

Nach vielen Chaos-Jahren schreibt Dynamo wieder positive Schlagzeilen, kann in den Relegationsspielen am Freitag (20.30 Uhr/MDR) und am kommenden Dienstag (20.30 Uhr/MDR) gegen den VfL Osnabrück den Aufstieg in die 2. Liga perfekt machen. Im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (SID) sagt Dynamo-Berater Dörner, dass das langfristige Ziel die Rückkehr in die Bundesliga sein müsse.

Herr Dörner, in Dresden herrscht vor den Relegationsspielen gegen den VfL Osnabrück große Euphorie. Schafft Dynamo den Aufstieg in die 2. Liga?

Natürlich haben wir die Möglichkeit aufzusteigen. Das müssen wir jetzt zweimal gegen Osnabrück beweisen. Ich glaube, dass die Mannschaft in der Lage ist, in die 2. Liga zurückzukehren. Dann haben wir den ersten Schritt gemacht.

Den ersten Schritt Richtung Bundesliga?

Langfristig muss die Bundesliga das Ziel sein. Aber da gehört sehr, sehr viel Arbeit dazu. Es ist ja nicht nur die erste Mannschaft, sondern da gehört der gesamte Verein dazu. Ich denke, das wird noch ein paar Jahre dauern. Aber wenn wir den Sprung in die 2. Liga schaffen sollten, dann würde das wieder für Aufschwung sorgen.

Bei Dynamo regierte zuletzt oft das Chaos, viele Trainer und Manager scheiterten an der großen Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Stellt sich der Klub zu oft selbst ein Bein?

Seit Jahren ist es im Verein sehr unruhig. Mal stimmt die sportliche Leistung nicht, dann geht es wieder in der Führungsetage etwas drunter und drüber. Ich hoffe natürlich, dass wir jetzt den Aufstieg schaffen und wieder ein bisschen Kontinuität hineinbekommen, um den Verein in ruhiges Fahrwasser zu bekommen.

Die Fans sind bereits zweitligareif. Gegen Osnabrück werden 30.000 Zuschauer das Team anfeuern, der Klub hätte angeblich mehr als doppelt so viele Tickets verkaufen können...

Hier herrscht derzeit eine riesige Fußballstimmung. Dresden hat es verdient, wieder zweitklassig zu sein. Wenn das Stadion gefüllt ist, bekommt hier jeder Gegner Angst. Das wird ein tolles Spiel.

Was fehlt Dynamo noch für den Sprung nach ganz oben?

Wir wissen, dass wir nach wie vor finanzielle Probleme haben, können nicht wie manche Bundesligavereine mit dem Geld um uns schmeißen. Wir müssen über die Nachwuchsförderung kommen und Eigengewächse heranführen, um stark genug für den Profifußball zu sein.

Dresden spielt in der Relegation, Rostock ist bereits aufgestiegen, genauso wie Hertha BSC Berlin in der 2. Liga, wo auch Aue und Cottbus eine gute Saison gespielt haben. Außerdem kehrt Chemnitz in den Profifußball zurück. Gibt es im Fußball einen 'Aufschwung Ost'?

Man muss mit dem Wort 'Aufschwung' vorsichtig sein. Gerade im Fußball geht es immer wieder auf und ab. Dieses Jahr gab es ein positives Ergebnis für die ganze Region, aber wir müssen Kontinuität reinbekommen, und das ist im Fußball immer schwierig. Wir hoffen, dass wir das in Dresden gebacken bekommen.

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