Danny Latza war gemeinsam mit Simon Terodde der Königstransfer beim FC Schalke 04. Der 31-Jährige musste dann aber beim Eröffnungsspiel gegen den Hamburger SV (1:3) nach 32 Minuten ausgewechselt werden, nachdem er sich eine Außenbandverletzung im rechten Knie zugezogen hatte. Latza wird den Knappen wohl rund drei Monate fehlen. Der Klub hat auf diesen Schock reagiert und mit Rodrigo Zalazar (Eintracht Frankfurt) einen gefragten Mittelfeldspieler nach Gelsenkirchen gelotst.
Dabei hatte Schalke erst Mitte Juli den Allrounder Dries Wouters verpflichtet. Der 24-Jährige wechselte vom KRC Genk in den Ruhrpott und ist eine echte Allzweckwaffe: Er kann sowohl im Abwehrzentrum als auch im defensiven Mittelfeld spielen. Die meisten Begegnungen bestritt Wouters im zentralen Mittelfeld – der Position von Latza.
Ex-Schalker Vermant über Neuzugang Wouters: “Er hat ein gutes Positionsspiel“
RevierSport hat bei Sven Vermant nachgefragt. Der 48-Jährige spielte zwischen 2001 und 2005 für Schalke. In diesen vier Jahren absolvierte der Mittelfeldmann über 100 Pflichtspiele und wurde 2002 Pokalsieger und 2005 Vizemeister in der Bundesliga. 18 Länderspiele absolvierte der Ex-Profi zudem für Belgien.
Dries ist ein Spieler, der seine Stärken im technischen und im kognitiven Bereich hat.
Sven Vermant gegenüber RevierSport zu Belgien-Zugang Wouters
Sven Vermant (48) über…
die Verpflichtung von Dries Wouters und dessen Stärken: “Dries hat von der Jugendabteilung bis zu den Profis nur bei Genk gespielt. Auch wenn er nicht immer Stammspieler war, hatte er stets die richtige Einstellung. Dries ist ein Spieler, der seine Stärken im technischen und im kognitiven Bereich hat. Er hat ein gutes Positionsspiel, womit er das Geschehen von hinten aus fußballerisch mitgestalten kann. Genk ist in Belgien auch bekannt für sein Spiel mit dem Ball. Die Herausforderung für Dries ist, sich so schnell wie möglich an den deutschen Fußball und die 2. Bundesliga zu gewöhnen, seine Fähigkeiten zu zeigen und die nächsten Schritte in seiner Karriere zu machen.“
seine Position: “Er ist ein Spieler, der im defensiven Mittelfeld oder in der Innenverteidigung eingesetzt wird. Ich denke, dass er mit seiner Spielintelligenz beide Aufgaben erfüllen kann. Wo er sich am wohlsten fühlt, kann nur Dries selbst beantworten.“
den 3:0-Sieg in Holstein Kiel: “Man sollte diese Saison als einen Neustart betrachten. Die Vergangenheit kann man nicht ändern, aber dafür Lehren aus den Fehlern ziehen, um Schritt für Schritt besser zu werden in Richtung “Schalker Stärke“. Der Sieg in Kiel war ganz wichtig. Jetzt muss der Klub an dieses Erfolgserlebnis anknüpfen. Die positiven Aspekte mitnehmen und die verbesserungsfähigen Sachen aufarbeiten.“
das Ziel für die Zweitliga-Saison: “Das Ziel für Schalke wird immer sein, das Maximum zu erreichen. In dieser Saison würde das einen Aufstieg bedeuten. Erfolge können aber nur erreicht werden, wenn man über einen längeren Zeitraum mit Qualität und Mentalität das gemeinsame Ziel anstrebt und auch zusammen Schwierigkeiten oder Enttäuschungen überwindet. Es ist wichtig, nach einer Niederlage ruhig zu bleiben und weiter zu arbeiten, um die Spielphilosophie, die zum Verein passt und die Mentalität, die Schalke schon seit Jahren geprägt hat, wöchentlich zu zeigen. Denn: Eine Meisterschaft dauert länger als ein Spiel!“