Sportlich hat der FC Schalke 04 das Derby bei Borussia Dortmund nach einer Angsthasen-Leistung im September durch ein spätes Tor von Youssoufa Moukoko mit 0:1 verloren.
Aktiver als das Team auf dem Platz waren da schon die 8.000 Anhänger des S04, die ihr Team vor Ort unterstützt haben. In 34 Fällen zu aktiv, hat jetzt das Sportgericht des DFB entschieden. Denn die Königsblauen wurden wegen des Abbrennens von Bengalos zu einer Geldstrafe von 34.000 Euro verdonnert. "Der FC Gelsenkirchen Schalke 04 wird wegen eines unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger gemäß § 1 Nr. 4. i. V. m. § 9a Nrn. 1. und 2. der DFB-Rechts- und Verfahrensordnung mit einer Geldstrafe in Höhe von 34.000,- Euro belegt", heißt es im Urteil des DFB-Sportgerichts. 11.000 Euro davon kann der Verein bis spätestens zum 30.6. für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden. Die Knappen müssen zudem die Kosten des Verfahrens tragen.
In der Urteilsbegründung heißt es: "Während des o.g. Spiels wurden im Schalker Fanblock zahlreiche pyrotechnische Gegenstände gezündet. Im Einzelnen: 27. Minute: 25 pyrotechnische Gegenstände (Bengalos) 41. Minute: 1 pyrotechnischer Gegenstand (Bengalo) 46. Minute: 5 pyrotechnische Gegenstände (Bengalos) 62. Minute: 2 pyrotechnische Gegenstände (Bengalos) 77. Minute: 1 pyrotechnischer Gegenstand (Bengalo)."
Diese würden eine erhebliche Gefahr für die im Stadionbereich befindlichen Personen darstellen und seien deshalb verboten. Keine neue Erkenntnis. Dennoch ist es gerade in der abgelaufenen Saison bei fast allen Vereinen zu sehr vielen Zwischenfällen dieser Art gekommen. Dabei scheint den Fans neben dem gesundheitlichen Aspekt auch egal zu sein, ob ihrem Verein dadurch ein Schaden entsteht. Das wird offenbar billigend in Kauf genommen.
Aber nicht nur das Verhalten der Schalke-Fans wurde geahndet, sondern auch das der BVB-Anhänger. Bereits in der Vorwoche wurde auch Borussia Dortmund wegen desselben Delikts im Derby zu einer Geldstrafe von sogar 49.000 Euro verurteilt. Nur dass der BVB diese Summer wohl aktuell leichter verkraften kann als der FC Schalke.