Im Jahr 2014 beendete Marcel Maltritz, langjähriger Profi des VfL Bochum, seine Profikarriere. Im vergangenen Sommer kehrte er zurück. 

Bochum

Holt VfL-Legende Maltritz die Kreisliga-Torjägerkanone?

10. Februar 2020, 14:37 Uhr
Foto: Carsten Klein

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Im Jahr 2014 beendete Marcel Maltritz, langjähriger Profi des VfL Bochum, seine Profikarriere. Im vergangenen Sommer kehrte er zurück. 

Seitdem steht der heute 41-Jährige beim Bochumer B-Ligist Teutonia Ehrenfeld auf dem Rasen - oder auf der Asche. Und anders als beim VfL Bochum, für den Maltritz zwischen 2004 und 2014 insgesamt 328 Pflichtspiele bestritt, läuft es ausgezeichnet für seinen neuen Klub. 


Als Tabellenführer liegt Ehrenfeld mit vier Punkten Vorsprung auf Aufstiegskurs in die Kreisliga A. Daran hat auch Maltritz seine Aktien: Der frühere Innenverteidiger wurde mittlerweile zum Offensivspieler umfunktioniert - mit Erfolg. Mit zwölf Saisontreffern ist er der torgefährlichste Mann seines Teams, liegt in der ligaweiten Statistik auf Rang vier. 

Bochum-Legende Maltritz hat kein Interesse an der Kanone

"Erstens bin ich ja gelernter Verteidiger, da war es eher mein Job, Tore zu verhindern. In Ehrenfeld habe ich auf der Sechs angefangen, aber als unser Trainer da meinen Offensivdrang sah, hat er mich weiter nach vorne auf die Zehn gestellt", erklärt der gebürtige Magdeburger in einem Interview mit fussball.de. "Was soll ich sagen, es klappt ganz gut mit dem Tore schießen."

In Zusammenarbeit mit dem Kicker verleiht fussball.de mittlerweile auch Torjägerkanonen an die erfolgreichsten Schützen in den unteren Amateurklassen. Maltritz, der bei vier Treffern Rückstand auf den Top-Stürmer der Bochumer Kreisliga B eher Außenseiterchancen hat, scheint ohnehin kein großes Interesse an der Auszeichnung zu haben. "Die soll lieber ein anderer gewinnen", sagt er. "Die ist etwas für die richtigen Stürmer. Für mich geht es vor allem darum, mit der Mannschaft Spaß auf dem Platz zu haben und im besten Falle auch noch sportlich erfolgreich zu sein.“

Derzeit scheint beides zu klappen. Der frühere U21-Nationalspieler scheint Gefallen am Feierabend-Fußball gefunden zu haben: "Bei Teutonia Ehrenfeld sind wir eine verschworene Truppe, da sitzt man auch nach dem Training oder Spiel mal länger in der Kabine zusammen. Da habe ich mich sofort wohlgefühlt, ob ich mal Bundesliga gespielt habe und die anderen Jungs nicht, spielt da überhaupt keine Rolle."

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