Zukunft geklärt?

Shun Terada soll beim SV Straelen bleiben

Tizian Canizales
19. Juni 2019, 11:41 Uhr

Foto: Michael Gohl

Regionalliga-Absteiger SV Straelen bastelt mit Hochdruck an seinem Kader für die kommende Saison in der Oberliga-Niederrhein. Eine ganz entscheidende Personalie scheint dabei schon geklärt.

Angreifer Shun Terada soll auch in der Oberliga das gelb-grüne Trikot tragen. "Shun hat noch ein Jahr Vertrag und ich gehe fest davon aus, dass er auch in der kommenden Saison beim SV Straelen spielen wird", erklärte der Sportliche Leiter Stefan Houben.

Trotz Vertrag: Wechsel nicht ausgeschlossen

In der abgelaufenen Saison hatte der Japaner großen Anteil daran, dass der SV Straelen bis zum letzten Spieltag auf den Klassenerhalt hoffen durfte. In 31 Partien traf er elf Mal, lieferte dazu eine Torvorlage. In höheren Ligen weckte das Begehrlichkeiten. Zuletzt waren nach RevierSport-Informationen unter anderem die Regionalligisten Alemannia Aachen und SC Verl, sowie Drittligist Sonnenhof Großaspach an Terada dran. 

Auch wenn Houben davon ausgeht, dass Terada noch mindestens ein Jahr in Straelen bleibt, wollte er einem Wechsel keinen Riegel vorschieben. "Wenn Vereine interessiert sind und die Ablösesumme hoch genug ist, ist unser Präsident Herrmann Tecklenburg der erste Ansprechpartner", erklärte er.

Straelen setzt auf Japaner

Das Beispiel Teradas soll in Straelen nun offenbar Schule machen. Jüngst verpflichtete der Klub vom Niederrhein zwei japanische Talente, die als Perspektivspieler vorgesehen sind. Der 19-jährige Flügelflitzer Kaito Mizuta kam von der Maebashiikuei Highschool, Tatsuya Fukushige von der Aoyamagakui Universität. Der 21-Jährige ist gelernter Linksverteidiger. Mit Keeper Keisuke Ishibashi, der in der vergangenen Saison acht Mal zum Einsatz kam und Offensivmann Meguro Odagaki (14 Regionalliga-Einsätze) hat der SVS zwei weitere Japaner unter Vertrag,

"Diese Japan-Verbindung ist durch Zufall entstanden", erklärte Houben. "Wir schauen uns auf dem Transfermarkt nicht bewusst nach Japanern um, sondern suchen oberligareife Spieler. Da sind wir sehr multikulturell unterwegs. Japaner haben allerdings eine starke Mentalität, man kann gut mit ihnen arbeiten. Da haben wir in der Vergangenheit positive Erfahrungen gemacht."

Neben den beiden Talenten stießen bereits Maximilian Funk (TuRU Düsseldorf) und Ole Päffgen (Ratingen 04/19) zur Mannschaft. Weitere Transfers will der SVS in den kommenden Tagen fix machen. "Wir befinden uns aktuell in vielen Gesprächen auf der Zielgeraden", erklärte Houben, der auf allen Positionen noch Verstärkungen sucht. 

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23.06.2019 - 19:42 - Pottmeister

@DDKS

Wenn Sie doch so nah dran sind, dass sie über Ablösesummen der Japaner Bescheid wissen, sollten Sie ebenfalls gemerkt haben, dass es schlichtweg keine heimischen Talente für die Oberliga gibt. Schauen Sie sich die aktuelle A-Jugend an - das sollte genügen.

Auf Terada bin ich ebenfalls sehr gespannt, falls er tatsächlich bleiben sollte.
Bei mehr fußballerischem Geschick wären ihm mit Sicherheit mehr Tore in der Regionalliga gelungen.

21.06.2019 - 11:07 - DDKS

Schade, dass man in der fünften Liga teure Spieler aus Japan holen muss und nicht den heimischen Talenten eine Chance gibt. Bemerkenswert auch, dass man sich von einem einzigen Berater wie Ducoffre-Schildt abhängig macht, erinnert etwas an Roger Wittmann, damals bei Kaiserslautern. Aber wenn genug Leute mitverdienen (Spieler, Berater, sportliche Leitung, vielleicht der Trainer, in diesem Fall Trainerin) dann holt man halt Spieler von einem einzigen Berater. Zu Terada kann man sagen, er hat Tempo, dann hört es schon auf. Eine Mannschaft die kontern will, dafür sollte es reichen, aber nicht für eine Mannschaft die selber Fußball spielen möchte, dass werden die Verantwortlichen der Top-Klubs schon gesehen haben. Bin mal gespannt, ob Terada in der Oberliga trifft, wenn die Gegner gegen den haushohen Favoriten aus Straelen ganz tief stehen.