13.09.2018

RL West

RWE-Verteidiger Heber wohl fit für Verl

Foto: Michael Gohl

Bitter für die Rot-Weissen, aber eine Überraschung ist das Strafmaß für Kai Pröger nicht wirklich: Nach seinem rüden Tackling im Spiel gegen SV Lippstadt, das der Schiedsrichter mit der Roten Karte bestrafte, muss der RWE-Angreifer vier Spiele lang aussetzen.

Die knifflige Aufgabe an diesem Freitag beim SC Verl müssen die Essener ohne den wieselflinken Angreifer lösen (19 Uhr, Poststraße).


„Für mein Empfinden ist die Strafe zu hoch“, sagt RWE-Sportdirektor Jürgen Lucas. „Die Entscheidung wird der Situation nicht gerecht.“ Der luxemburgische Schiedsrichter hatte kurz zuvor eine sehr harte Attacke gegen Pröger nicht als Foul geahndet, was wiederum beim RWE-Angreifer, der ohnehin immer ordentlich einstecken muss, wohl gewissen Frust erzeugte. „Wir müssen überlegen, wie wir damit umgehen“, meint Lucas. Mit dem Gedanken, Einspruch gegen die Entscheidung einzulegen, müsse man sich zumindest auseinandersetzen.

Immerhin gibt es vor der Partie gegen Verl auch eine positive Nachricht. Daniel Heber, der gegen Lippstadt schon nach elf Minuten angeschlagen ausgewechselt werden musste, trainierte am Donnerstag wieder mit. Nun heißt es abwarten, ob eine Reaktion folgt. „Ich bin aber optimistisch, dass er am Freitag spielen kann“, sagt Lucas.

Angespannte Personalsituation

Das wird auch RWE-Trainer Karsten Neitzel freuen. Obwohl er noch nie geklagt hat: Die Personaldecke ist schon arg dünn geworden. Aber ein Alibi will er seinen Jungs natürlich nicht liefern, sondern fordert nach der Heimniederlage eine passende Antwort. Die Spieler sind offenbar bereit dazu, aber es gehören ja immer zwei Mannschaften dazu. Und der SC Verl hat bislang gezeigt, dass man mit Disziplin, Einsatz und Geschlossenheit eine Menge erreichen kann. Die Gastgeber sind als einziges Team in der Liga ungeschlagen, haben zweimal gewonnen und fünfmal unentschieden gespielt.

Gleichwohl halten sich die Hausherren mit Prognosen vornehm zurück. Keine Kampfansage in Richtung Ruhrgebiet, sondern die Verler betonen vor allem, wie schwer diese Aufgabe werden wird. „Die Essener sind der Top-Favorit in der Liga“, meint Verls Coach Guerino Capretti, der die individuellen Stärken des Gegners preist: Die Offensive der Rot-Weissen ist mit 17 Toren die bislang treffsicherste in der Liga, allerdings haben die Ostwestfalen erst fünf Gegentore kassiert. Eine spannende Konstellation. 
 
„Wir werden vorsichtig in die Partie gehen“, sagt Capretti. Bloß nicht ins offene Messer laufen. Die Verler haben zuletzt in Herkenrath zwar schlecht gespielt, aber mit 2:1 gewonnen. „So dürfen wir nicht antreten und uns solche Fehler erlauben.“

Autor: Rolf Hantel

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13.09.2018 - 22:50 - Red-Whitesnake

Pünktlich zur Weihnachtszeit wird es wieder fluppen, rotweissthomas. Dann ist nämlich Harmonie und Besinnlichkeit angesagt. :-))

13.09.2018 - 21:47 - Red-Whitesnake

Mist mit Kai Pröger. 4 Spiele Sperre... man konnte doch damit rechnen. Das luxemburgische Wurstgespann sollte man dann aber auch sperren. Nur noch Freizeitliga oder vor der Konsole. Daniel Heber ist hoffentlich für nen Einsatz fit. Den Kollegen kann man auch schon nicht 1:1 ersetzen. Deswegen wäre ich sogar mit nem Remis in Verl einverstanden. Die Verler liegen Rot-Weiss einfach nicht. Das ist fast so sicher, wie das Amen in der Kirche.

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