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RWE-Kapitän glänzt auch in der Offensive: "So kann es weitergehen"

Fabrice Nühlen
07. Oktober 2020, 00:58 Uhr
Marco Kehl-Gomez, hier im Zweikampf mit Bonn-Kapitän Dario Schumacher. Foto: Thorsten Tillmann

Marco Kehl-Gomez, hier im Zweikampf mit Bonn-Kapitän Dario Schumacher. Foto: Thorsten Tillmann

Fußball-Regionalligist Rot-Weiss Essen gewann beim Bonner SC mit 1:0 und kletterte auf den zweiten Tabellenplatz. Marco Kehl-Gómez bereitete das goldene Tor von Oguzhan Kefkir vor.

RWE-Kapitän Marco Kehl-Gómez hat in der Frühphase dieser Regionalliga-Saison die Lust am Offensivspiel für sich entdeckt. Bereits zwei Liga-Tore erzielte der defensive Mittelfeldspieler und liegt damit in der internen Torschützenliste nur hinter Torjäger Simon Engelmann (drei Treffer). 

Der Defensiv-Allrounder hat damit nach sechs absolvierten Liga-Partien schon mehr Treffer erzielt, als in der vergangenen Saison, wo er nur beim annullierten 2:0-Sieg gegen die SG Wattenscheid erfolgreich war. „Ich fühle mich wohl und freue mich, wenn es mit Toren oder Vorlagen klappt. Mit dem Ball kann ich mich etwas offensiver orientieren. Ansonsten bin ich natürlich als Sechser gefragt. Aktuell habe ich auch etwas Spielglück“, erklärte der Familienvater.

Beim 1:0-Sieg in Bonn glänzte der Essener Spielführer als Vorlagengeber. Der 28-Jährige eroberte den Ball und grätschte ihn zu Oguzhan Kefkir, der aus 16 Metern traf. Kehl-Gómez war mit der Leistung größtenteils zufrieden: „In der ersten Halbzeit waren wir dominant, obwohl sich der Platz in einem katastrophalen Zustand befand. Nach der Pause haben wir etwas die Ordnung verloren. Aber im Endeffekt zählt nur der Sieg. So kann es weitergehen.“

RWE-Mittelfeld als Prunkstück? Kapitän bleibt bescheiden

Auch in seiner Kernkompetenz - der Defensiv-Arbeit - weiß der gebürtige Schweizer bislang zu überzeugen. Nach einem relativ unauffälligen Auftritt beim Saisonauftakt gegen den SC Wiedenbrück (1:1), steigerte sich der Kapitän von Spiel zu Spiel und ist gemeinsam mit Dennis Grote und Amara Condé aus dem Zentrum nicht wegzudenken. Die Mittelfeldzentrale ist das Prunkstück beim Traditionsverein. „Das sollen andere beurteilen. Wir können aber nur kompakt auftreten, wenn alle Spieler mitmachen. Ansonsten brechen wir in der Mitte auch auseinander“, gab sich der 28-Jährige bescheiden. „Aber wir harmonieren gut miteinander. Das will ich gar nicht bestreiten.“

RWE-Kapitän: “Wir haben eine breite Brust“

Das nächste Spiel bestreitet RWE beim Tabellenvierten Fortuna Köln (Samstag, 14 Uhr). Vor fast genau einem Jahr (11.10.2019) kassierte Rot-Weiss gegen die Fortuna eine 0:1-Heimniederlage. Der RWE-Kapitän will es am Samstag besser machen: „Ich erwarte ein schweres Auswärtsspiel. Fortuna Köln wird nach der Niederlage gegen Lotte mit dem Messer zwischen den Zähnen auftreten. Wir haben aber eine breite Brust und müssen uns mit Sicherheit nicht verstecken.“

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