Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vom deutschen Rekordmeister Bayern München glaubt nicht an die schnelle Umsetzbarkeit einer Gehaltsobergrenze im europäischen Fußball. 

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Rummenigge glaubt nicht an schnelle Umsetzbarkeit einer Gehaltsobergrenze

18. Mai 2020, 09:20 Uhr
Die Bayern-Bosse unter sich: Karl-Heinz Rummenigge (links) und Herbert Hainer. Foto: firo

Die Bayern-Bosse unter sich: Karl-Heinz Rummenigge (links) und Herbert Hainer. Foto: firo

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vom deutschen Rekordmeister Bayern München glaubt nicht an die schnelle Umsetzbarkeit einer Gehaltsobergrenze im europäischen Fußball. 

„Michel Platini hatte vor Jahren die Idee, eine Gehaltsobergrenze nach amerikanischem Vorbild in Europa einzuführen“, sagte der 64-Jährige bei Sky: „Leider hat er sich immer eine blutige Nase eingeholt, obwohl alle großen Klubs in Europa diese Aktion unterstützt haben. Man hat uns allerdings von Anfang an mitgeteilt, dass dies nicht in Einklang mit den Wettbewerbsgesetzen in Europa gesetzt werden kann.“

Ob sich an dieser Tatsache mittlerweile etwas geändert habe, sei „schwer zu bewerten“, so Rummenigge weiter. Grundsätzlich findet der Bayern-Boss die wegen der Coronakrise immer stärker aufkommende Diskussion um eine Gehaltsobergrenze allerdings „interessant“. Zuletzt hatten sich DFL-Geschäftsführer Christian Seifert, der Düsseldorfer Vorstandschef Thomas Röttgermann und Hannover-Geschäftsführer Martin Kind für eine Begrenzung nach dem Vorbild des amerikanischen Salary Cap stark gemacht. sid

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18.05.2020 - 12:39 - Außenverteidiger

Ich verstehe das Problem der hohen Gehälter im Fußball nicht. Kann mir mal jemand ernsthaft das Problem hoher Gehälter in der sozialen Marktwirtschaft erklären?
Oder das Millionäre ihr Geld ausgeben, nur auf ihrem Niveau? Sie können nichts für die Armut anderer Bürger.

Wieso nutzt man die hohen Einkommen nicht aus und besteuert ab einer gewissen Einkommenssumme die Arbeitnehmer? Wenn aus dem Ausland Geld investiert wird, dann hat der Spieler im Land und der Staat=Wir etwas davon. Mit dem Salary Cup müssten Investoren nur weniger für die selbe Leistung bezahlen. Oder Beispiel Amazon. Die zahlen in Europa keine Steuern. Pumpen sie 5 Milliarden in die Bundesliga, so fließt im aktuellen System alles in die Spieler und Berater. Wieso zieht man dort die Steuern nicht an und kommt indirekt an das Vermögen von Amazon? US Konzerne steuerlich zu verpflichten, ist bei der US Marktmacht fast unmöglich. Da brauchen wir Kreativität und Innovationen.

Wozu haben wir eine Demokratie und soziale Marktwirtschaft? Hier regelt man die soziale Ungleichheit über Wahlen und Steuern. Dazu müsste man sich natürlich informieren oder demonstrieren gehen. Bei Sportvereinen fragt man sich zudem, was die Mitglieder dazu sagen? Bei Dortmund, Bayern, Schalke usw werden Vorstände BEWUSST gewählt, die ihren Angestellten die hohen Gehälter bezahlen. Wenn mir der Zirkus nicht gefällt, wähle ich einen anderen Vorstand oder meine passende Partei. Ansonsten entscheidet die Mehrheit.

18.05.2020 - 12:00 - Tief_im_Westen

Naja, ist ja keine Bringschuld jeden Begriff zu erklären. Nimmt man die NFL und schaut auf die Daten der Bundesliga, hat man den Salary Cap eh schon in Deutschland. Viel verändern würde sich da International eher nicht, außer das Investorenclubs noch einfacher das FFP umgehen könnten. Anders wäre es, wenn es europäisch ein Maximalgehalt für den einzelnen Spieler geben würde und das würde jederzeit gekippt werden, sobald geklagt werden würde. Anders wäre es, wenn sich jeder Verein daran halten würde, ohne eine gesetzliche Regelung, aber das würde nicht einmal drei Tage funktionieren.

18.05.2020 - 12:00 - Tief_im_Westen

Naja, ist ja keine Bringschuld jeden Begriff zu erklären. Nimmt man die NFL und schaut auf die Daten der Bundesliga, hat man den Salary Cap eh schon in Deutschland. Viel verändern würde sich da International eher nicht, außer das Investorenclubs noch einfacher das FFP umgehen könnten. Anders wäre es, wenn es europäisch ein Maximalgehalt für den einzelnen Spieler geben würde und das würde jederzeit gekippt werden, sobald geklagt werden würde. Anders wäre es, wenn sich jeder Verein daran halten würde, ohne eine gesetzliche Regelung, aber das würde nicht einmal drei Tage funktionieren.

18.05.2020 - 10:11 - Kuk

"Vorbild des amerikanischen Salary Cap" !
Wie so oft wird ein Begriff ("Salary Cap") in den Raum geworfen, unter dem jeder sich etwas vorstellen kann und wird.
Die tatsächliche Definition, ihre Vor- und Nachteile, etc. werden aber gar nicht diskutiert, nicht einmal erwähnt.
Schade !