U17

Rolfes und Co.: Viel Prominenz beim Rheinderby

Fabian Kleintges-Topoll
01. Juni 2019, 22:00 Uhr

Foto: RS

680 Zuschauer sahen am Samstag den ersten Kölner Endrundeneinzug seit 2012. Die B-Junioren von Bayer Leverkusen hingegen verpassten das Halbfinalticket trotz eines verdienten 2:0-Erfolgs gegen die Domstädter nur um ein Tor.

Schon eine gute halbe Stunde vor Anpfiff war die Tribüne im Jugendfußballzentrum Kurtekotten ordentlich gefüllt. Wie im professionellen Jugendfußball üblich, ließ sich auch der eine oder andere prominente Fußballkenner das packende U17-Rheinderby nicht entgehen. So schauten unter anderem Andreas Rettig (Noch-Geschäftsführer des FC St. Pauli), Stefan Ruthenbeck (U19-Trainer des 1. FC Köln) und Bayer-Sportdirektor Simon Rolfes vorbei. 

Ebenfalls gesichtet: Ex-Bundesligaprofi Marcel Ndjeng. Der fünffache kamerunische Nationalspieler stand in der ersten Liga bei Arminia Bielefeld, Borussia Mönchengladbach, Hertha BSC, dem FC Augsburg sowie dem Hamburger SV unter Vertrag. Am Samstag outete sich Ndjeng als Liebhaber des Jugendfußballs. „Es war ein sehr hitziges Derby. Köln hat eine super Truppe mit guten Individualisten. Das ist ganz wichtig, um im Halbfinale das Bestmögliche herauszuholen“, sagte der 37-Jährige über den Klub, für den auch der gebürtige Bonner fünf Jahre selbst in der Jugend auflief. 


Der einstige Lieblingsspieler von Jos Luhukay beendete seine Karriere vor einem Jahr beim spanischen Drittligisten Atlético Baleares. Ein Trainerjob scheint nicht ausgeschlossen – auch wenn der Ex-Profi nichts Genaueres über seine Zukunft bekanntgeben wollte. 

So blicken Weiser und Heck nach vorne

Generell war es eine mehr als stattliche Zuschauerzahl für ein B-Jugendspiel, wusste auch FC-Trainer Martin Heck. „Die Kulisse haben sich die Jungs verdient. Kein Finalspiel wird diese Partie toppen können“, war sich Heck sicher, der mit dem FC Bayern München im Halbfinale einen „extrem spielstarken Gegner“ erwartet und zugleich mahnte: „Nach so einer Saison ist der Akku natürlich leer. Den nochmal voll zu kriegen, ist eine große Kunst. Aber wir haben keinen Druck mehr.“


Bei der Werkself war die Zielsetzung aufgrund der erfolgreichen letzten Jahre vor der Saison eine völlig andere. „In erster Linie soll die Entwicklung vorangetrieben werden, aber das ist oft jahrgangsabhängig. Ein Platz unter den ersten drei sollte weiter unser Anspruch sein“, sagte Leverkusen-Trainer Patrick Weiser. 


Statt Bayer 04 steht nun also der 1. FC Köln neben Borussia Dortmund als zweiter Westvertreter in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Und wer weiß, vielleicht kann die B-Jugend des 1. FC Köln dann auch wieder auf die Unterstützung von Andreas Rettig oder Marcel Ndjeng hoffen.

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