20.09.2018

RL West

RWE will positive Stimmung bewahren

Foto: Michael Gohl

 Rot-Weiss empfängt an diesem Freitag den SV Straelen. Nach zwei sieglosen Spielen soll gegen den Aufsteiger der nächste Dreier her. 

Zu Saisonbeginn hatte es durchaus Stimmen gegeben, die behaupteten, dass es der Terminplan in dieser Saison doch gut mit den Rot-Weissen meine. Den Auftakt in Rödinghausen und gegen Wuppertal fanden sie schon anspruchsvoll, doch danach kämen Spiele, da sei ein Sieg ja nahezu Pflicht, um den hohen Ansprüchen zu genügen: FC Kaan-Marienborn, 1.FC Köln II, TV Herkenrath, Bonner SC, Lippstadt – drei Aufsteiger und zwei Klubs, die man nicht unbedingt in den oberen Tabellenregionen erwartet.


Die Aufgaben erwiesen sich keineswegs als so simpel wie sie auf dem Papier aussahen. Gleichwohl waren die Rot-Weissen erfolgreich und legten nach der Auftaktniederlage in Rödinghausen eine Serie von fünf Siegen in Folge hin. Die Fans, in der Vorsaison noch zermürbt von größtenteils unattraktiven, zähen und enttäuschenden Auftritten ihrer Mannschaft, fingen sofort Feuer. Sie sind begeistert von der Art und Weise, wie sich RWE auf dem Rasen bewegt, wie die Mannschaft rennt und ackert. Die Begeisterung hört man, sieht und spürt man von der ersten Minute an. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich jedes Mal das gleiche Lied singe“, sagt Trainer Karten Neitzel. „Rödinghausen, Lippstadt, Verl – die Unterstützung und die Reaktionen nach dem Spiel waren jedes Mal sensationell. Und natürlich hat uns das sehr geholfen.“ 

Erwartungen bislang erfüllt

Das Besondere an den drei Partien ist, dass RWE zwei davon verloren und zuletzt in Verl auch „nur“ einen Punkt erbeutet hat. Egal, die Fans spendeten Trost, applaudierten und feierten ihre Jungs für die ehrliche und engagierte Arbeit.

Zweifelsohne wurzelt die positive Grundstimmung auch im Erfolg. RWE ist Tabellenzweiter, mischt wie erhofft oben mit und hat damit bislang die Erwartungen absolut erfüllt. Jetzt nur nicht nachlassen. Das sieht auch Karsten Neitzel so, der vor dem Anpfiff an diesem Freitag gegen SV Straelen (19.30 Uhr, Hafenstraße) lapidar feststellt: „Jetzt sollten wir auch mal wieder einen Sieg landen.“

RWE muss weiterhin auf Leistungsträger verzichten

Straelen ist Liga-Neuling, RWE hat bisher überzeugt, hat den Heimvorteil und wie immer eine stattliche Kulisse im Rücken. All das spricht für die Gastgeber, dennoch warnt der RWE-Trainer respektvoll vor den Gästen: „Ein interessante Mannschaft. Dort gibt auch ein paar Spieler, die haben schon was erlebt und höher gespielt als 4. Liga.“ Und der Blick auf die Tabelle: Der Aufsteiger ist immerhin Tabellensiebter.

Die Rot-Weissen müssen nach wie vor auf einige Leistungsträger verzichten. Torjäger Marcel Platzek ist nach seinem Haarriss im Mittelfuß noch keine Option, Kai Pröger und Torwart Robin Heller sind gesperrt. Tolga Cokkosan, David Jansen, Cedric Harenbrock und Kevin Freiberger nach ihren Verletzungen sind noch nicht wieder fit. Doch Neitzel hat sich bisher nicht beklagt und bleibt positiv gestimmt. „Ich vertraue der Mannschaft“, betont er und begründet damit indirekt die Entscheidung, warum sich RWE nach dem Verletzungspech auf dem Transfermarkt nicht noch einmal bedient hat. Zum einen werde sich die personelle Situation ja schon bald wieder entspannen, wenn Platzek und Pröger zurückkehren. Zum anderen müsse sich eine neue Kraft auch erst noch heranarbeiten. RWE jedoch bräuchte jemanden, der direkt hilft – wenn überhaupt.

Autor: Rolf Hantel

Kommentieren

22.09.2018 - 08:16 - neigefraiche

Schon recht, aus meiner Sicht fühlt sich das 1:1 gegen Verl wie eine Niederlage für RWE an, auch das 2:2 gegen Straelen auf eigenem Platz. Drum sagen wir jetzt mal "nach drei gefühlten Niederlagen ...".

21.09.2018 - 21:29 - Du schöner RWE

2.2 müssen wir heute als Erfolg nehmen. Wird Zeit, dass Verletzte zurückkehren, Kader ist einfach zu dünn.

21.09.2018 - 18:06 - Puma1907

Zwei niederlagen??? Gg Lippstadt haben wir 3:2 verloren und in Verl hat RWE 1:1 gespielt.

21.09.2018 - 14:45 - neigefraiche

RWE steht nach zwei Niederlagen in Folge mächtig unter Druck. Druck, dem die Mannschaft schon in der Vergangenheit nicht stand halten konnte. Euphorische Zuschauer im Nacken zu haben, das ist nicht immer von Vorteil. Sollte es wieder nichts mit attraktivem Offensivspiel und heiß ersehntem Sieg werden, werden die ersten "Fans" mächtig an zu pfeifen beginnen, was den Durck weiter verstärken wird und jeden Gegner stärker macht. Straelen kann in seiner ersten RL-Saison weiter über sich hinauswachsen, RWE spielt bereits insbesondere unter der Verletzenmisere leidend am oberen Limit. Ich rechne eher mit einer Punkteteilung. Einer für beide Seiten verdienten Punkteteilung.

21.09.2018 - 11:41 - Du schöner RWE

Danke Otmar, den Gefallen würden wir Dir gerne tun.

21.09.2018 - 10:20 - OtmarStangl

Übrigens, wen´s interessiert: Der "Macher" der Straelener ist ein gewisser Tecklenburg, der vor etlichen Jahren als Sponsor des KFC Uerdingen durch dubioseste Machenschaften (ich war damals kurz davor, dem Vorstand beizutreten) dafür sorgte, dass der Verein durch den Verlust seiner Lizenz von der dritten (wo man in der WP auf einem Aufstiegsplatz stand) in die fünfte Liga abrutschte und Insolvenz anmelden musste. Ein höchst komischer Vogel, der für diesen Bauernverein gerade das passende Niveau mitbringt. Sorry, aber ein klarer Sieg von RWE heute Abend wäre für mich schon ein "innerer Vorbeimarsch"!

21.09.2018 - 10:09 - OtmarStangl

Es ist schon komisch: Seit der KFC nicht mehr da ist, spielt diese Liga völlig verrückt. Herkenrath, Lippstadt, Straelen, alles sichere Absteiger, spielen auf, als wären sie schon Jahre in der 4. Liga. Favoriten wie die Vik stolpern sich mit mühsamen Siegen von Spieltag zu Spieltag, lassen unendlich viele Punkte liegen. Es gibt eigentlich keinen eindeutigen Favoriten mehr, nur auf dem Papier - die Vik, doch so recht glaube ich auch diesmal nicht daran, dass sie es packen. Ich bin KFCler, daher hoffe ich, in alter, traditioneller Verbundenheit, dass es RWE packt. So ein Verein mit diesem klangvollen Namen, einer immensen Tradition, einem wahnwitzigen Umfeld, der hat in dieser Liga rein nichts zu suchen!!! Mein Tipp also ... nur der RWE!

21.09.2018 - 09:26 - Pelzblock

WIr müssen 3 Punkte holen ? Müssen tun wir gar nichts...außer aufsteigen!
Mal im Ernst...mir reicht es wenn wir uns die nächsten Wochen bis Platzek und Pröger zurückkommen irgendwie Punkte zusammen hamstern...selbst ein Unentschieden fänd ich heute schon gut...scheiß darauf wie der Gegner heißt. Auch Kaan Marienborn und Herkenrath waren alles andere als Kanonenfutter... die können alle kicken.Da ist es wichtig auch mal stark nachschieben zu können. Und wir können aktuell nur einen nachschieben, das ist Remmo. Er kann auch kicken, aber alleine nach 60 MInuten wirkt das auch anders als wenn mit ihm noch 2 eingewechselt werden...daher irgendwie oben dranbleiben...und bis zum 13.10. wenn die lustigen Kölner kommen
sind P und P wieder da...und dann gibt es Kazalla

21.09.2018 - 08:12 - Du schöner RWE

Nur der RWE zählt jetzt, Hafenstrasse zur Festung machen.

20.09.2018 - 23:53 - Brückenschänke

Neitzel ist absolut der richtige Mann für unseren Verein.
Kämpfen und siegen: Nur der RWE !!!

20.09.2018 - 21:57 - Red-Whitesnake

Die Rot-Weissen haben ein paar Verletzte und nen gesperrten Leistungsträger. Der Spielplan war bis jetzt nicht so ganz wild, aber trotzdem müssen die Gegner erstmal bespielt werden. Jeder kommt an die Reihe, einer früher und andere später. Und morgen ist hoffentlich wieder der Beginn einer Siegesserie.

20.09.2018 - 21:43 - willis'ente

in den letzten Wochen brauch ich mir keinen Artikel mehr durchlesen,
jeder rot weisse weiß es auch so, es könnte knapp werden,
die geben morgen gas, um zu gewinnen
und wir sind es, die wissen unseren verein so zu unterstützen und dann zu feiern!

20.09.2018 - 20:34 - westkurver

Jo, eben, Dank auch an unsere Gegner. Hätten wir nur gegen Alibikicker gespielt wäre die Euphorie der Fans sicher etwas gedämpfter. RWE hat nichts geschenkt bekommen und ist trotzdem erfolgreich und attaraktiv anzuschauen.
Das Wort Pflichtsieg ist ja wohl superdoof, dennoch, Straelen sollte das zu spüren bekommen, so einen RWE Pflichtsieg.

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