Corona

Kommentar: Absagen-Flut, Plan B und C wird realistischer

20. Oktober 2020, 16:30 Uhr
Foto: firo

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Immer mehr Leute infizieren sich mit dem Corona-Virus. Immer mehr Spiele werden abgesagt. Plan B und C der Verbände werden immer realistischer. Ein Kommentar

Wer in diesen Tagen nicht der Gruppe der Verschwörungstheoretiker angehört, der muss sich Sorgen machen. Auch um den Sport - denn mit der steigenden Zahl der positiven Corona-Fälle steigt auch die Zahl der Absagen. 


Wir haben einen Blick auf die Regionalliga und die beiden Oberligen geworfen. Durch den Abbruch in der letzten Spielzeit wurden diese bereits aufgestockt, jeweils über 20 Mannschaften gingen an den Start. Schon ohne Absagen wegen Corona und den fest einzuplanenden Absagen im Winter musste man bei 40 Spieltagen und mehr das Schlimmste befürchten. 

Ende Oktober mehr denn je zuvor. Denn wurden zum Start der Saison im Spätsommer noch wenige Begegnungen abgesagt, steigen die Zahlen jetzt jeden Tag. Wir sind in der Regionalliga und den Oberligen am zehnten Spieltag. Und in der Summe mussten bereits 34 Partien ausfallen. Die mitgerechnet, die durch den Corona-Fall bei Gladbach II an den beiden kommenden Spieltagen nicht stattfinden können. Tendenz steigend - rapide.

Jetzt muss man keine Mathegenie sein um zu begreifen, es wird eine Herkulesaufgabe, wenn man die Saison sportlich regulär beenden möchte. Daher ist es zu begrüßen, dass die Verbände längst Plan B oder C haben. 

Muss die Saison vor dem Ende der Hinrunde abgebrochen werden, wird die Saison annulliert und es geht nächsten Sommer wieder bei null los. Selbst dieses Szenario scheint nicht mehr ausgeschlossen zu sein.

Wird die Saison nach dem Ende der Hinrunde abgebrochen, greift die Quotienten-Regel inklusive Absteiger. Die ersten Vereine und ihre Fans rechnen vermutlich schon. Wenn in Kürze alles beendet werden muss, wo stehen wir da mit unserem Quotienten? Teams mit einem guten Start sind die großen Gewinner, wer sich zum Beginn eine Auszeit nahm - wie zum Beispiel Rot-Weiß Oberhausen, hier wurde aufgrund der Angst um einen frühzeitigen Saisonabbruch bereits der Trainer gewechselt, der muss mit dem Horrorszenario Abstieg rechnen.

Wobei weiter alle hoffen, dass es nicht soweit kommt, aber auszuschließen ist in diesem Winter gar nichts. Das ist das einzige, was neben der Tatsache, dass niemand mehr durch die Corona-Verordnungen schaut, sicher ist. Denn wie erklärt man einem Unbeteiligten, dass RWE zum Beispiel bei einem Inzidenzwert von über 35 vor 300 Zuschauern spielen muss, jüngst aber die Meldung kam, dass Essen - aktuell Risikogebiet mit einem Inzidenzwert von über 60 - gegen RWO 500 Zuschauer ins Stadion lassen darf?

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Kommentieren

21.10.2020 - 10:06 - Pimmel07

Ich huldige dem Norddeutschen Fußballverband! Offenbar die einzigen mit Weitblick und Entscheidungsfähigkeit.

20.10.2020 - 22:43 - Modefan

Einfach die Saison abbrechen.

20.10.2020 - 22:04 - Rweharry 1907

AV
Ich bewundere Dich wieviel Zeit Du hast, wie Du schreibst, wie Du Dich artekulierst.
Voller Respekt
Aber Du schreibst nur Scheisse.

20.10.2020 - 21:48 - ichverwarneihnen

Wir müssen schon ehrlich bleiben, unser Verein ist mit Billigung des Aufsichtsrat in Vorleistung gegangen, im Prinzip eine Wette. Wird die Saison abgebrochen und wir sind an Position 2, ist die Wette verloren und die erstmals gemachten Schulden stehen dann wie Blei. Sehe hier ein große Gefahr, das bei verlorener Wette, die nächsten Jahre wirtschaftlich nicht mehr so komfortabel werden :-(

20.10.2020 - 20:52 - Außenverteidiger

Ja top. Wir müssen im Wettbewerb das Maximalprinzip anstreben.

Bevor wir pleite gehen, muss ein Vereinsverantwortlicher genau diese Entscheidung treffen Unholt. So wie es Haltern vorgemacht hat.
Ich bin ausschließlich RWE Fan. Die Liga ist mir egal. Wichtig ist, dass ein gesunder Verein, für ein gutes Gefühl sorgt. Niemand hat Bock auf Meineidszustände.
Eine Mannschaft hat sich dem Budget anzupassen und nicht umgekehrt.

Der letzte Abschnitt ist wunderschön. Da geht einem doch das Herz auf, wenn RWE Fans emotional mitfiebern. Aber bitte kein Coronafieber. :P

20.10.2020 - 20:48 - Außenverteidiger

@Andy: Die WHO agiert global. Würde ungern Wüsten oder Tropenländer mit Deutschland vergleichen. Wir müssen unseren Weg finden. Wichtig ist der Wohlstandserhalt.

20.10.2020 - 20:46 - Unholt

@Außenverteidiger
Minimalprinzip = mit geringstmöglichen Mitteln ein bestimmtes/vorgegebenes Ziel erreichen, Maximalprinzip = mit gegebener/vorgegeben Mitteln das maximal mögliche erreichen.
Ohne Corona würde es die Diskussion nicht geben. Sicher haben sich alle auf das Spiel eingelassen. Soll der Oberligist den Aufstieg verweigern oder RWE sagen, wir treten nicht an. Das würde heißen, wir steigen ab. Trotzdem ist die Spieltagansetzung Glückssache und Quotientenregelung nicht gerecht. Unabhängig davon gebe ich dir Recht und drücke es mal in deinen Worten aus... wir müssen jetzt jede Schlacht annehmen, jeden Gegner niedergestreckt, um am Ende die Fahne des Sieges auf dem Aufstiegshügel hoch zu recken.

20.10.2020 - 20:44 - andy_112

Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um die Sinnhaftigkeit und Verhältnismäßigkeit der Beschränkungen anzuzweifeln.
Man sollte sich nur mal etwas breiterer Informationsquellen bedienen.
Die WHO gibt die Sterblichkeit mittlerweile nur noch mit knapp 0,2% über alle Altersgruppen an.
Damit ist Corona nur noch etwa doppelt so tödlich wie eine Grippe. Das RKI geht vom Faktor 20-30 aus.
Eine gute Anlaufstelle für Interessierte ist Telepolis von heise: www.heise.de/tp

20.10.2020 - 20:19 - Außenverteidiger

Stimmt. Kann man nachlesen und ist ziemlich klar definiert. Wiederholungen braucht niemand.

20.10.2020 - 20:09 - AuswärtsspielRWE

Muss ich ja nicht antworten oder kommentieren.
Hätte ja eh keinen Sinn.

20.10.2020 - 20:05 - Außenverteidiger

Das Land NRW informiert auf seiner Internetseite über aktuelle Informationen. Will ich nach Niedersachsen, informiert das Land Niedersachsen. Ist doch kein Problem.
Ich war jedes Jahr mindestens einmal im Ausland. Dort musste man ebenfalls die wichtigsten Regeln und Gepflogenheiten nachlesen. Wollte ja kein Imperialist sein. Wo liegt das Problem?

20.10.2020 - 20:01 - Außenverteidiger

@Auswärtsspiel: Das föderale System ist von unten, nach oben horizontal organisiert. In einer Pandemie, wo wir unbedingt den Wohlstand halten wollen, ist diese Flexibilität Gold wert.

Im Krieg oder Pandemie haben flexible Einheiten wesentlich mehr Erfolg. Ich erinnere an die Zeiten im zweiten Weltkrieg. Josef wollte von oben alles alleine führen. Devise: Keinen Meter zurück und immer auf Angriff. Hatte eine mega Rückwärtsbewegung zur Folge. Als er die freien Entscheidungen nach unten delegiert hat, gab's auf einmal Erfolge.
Heißt, gibt's in Hamburg ein Problem, muss der Bodensee nicht abgepumpt werden.

20.10.2020 - 19:57 - Außenverteidiger

@Unholt: Mich würde ernsthaft interessieren, was an klaren Regeln, die allen Beteiligten bekannt sind und gemeinsam gegeneinander antreten, unfair ist?

20.10.2020 - 19:46 - AuswärtsspielRWE

Puh wieder eine Menge Kokolores von AV
„Klare Strukturen durch den Föderalismus“ stellt sich die Frage was daran klar in den Strukturen ist. Aber lassen wir das sonst heißt es wieder man würde jemanden bashen.

Die Regeln für diese Saison sind klar. Grundsätzlich stellt sich ja nicht die Frage ob der Spielplan fair ist oder nicht. 19 Spiele müssen alle Vereine absolvieren sonst ist die Saison für den hintern. Ich denke das sollte wir akzeptieren und unsere Truppe muss in jedem Spiel Gas geben. Also gilt es schlicht und ergreifend alles wegputzen was jetzt noch kommt.

20.10.2020 - 19:44 - Außenverteidiger

Alle Vereine haben ihre Lizenz für die Runde beantragt. Wer es nicht mitmachen konnte, wie Haltern, hat sich abgemeldet. Somit muss der Wettbewerb angenommen werden.
Hätten sie Vereine keine gesicherten Gelder, dürften sie nicht starten. Einfache Kiste.
Ich gehe davon aus, dass unser Vorstand die Hausaufgaben gemacht hat und einen Abbruch einkalkuliert. Alles andere ist unprofessionell und grob fahrlässig.

Deine Moral kann auch ohne Coronasaison im Keller sein. Nennt man Abstiegskampf.
Alles was du beschreibst ist Coronaunabhängig. Seit hoch drei, wird alles für den Aufstieg gegeben. Jedes Jahr sind wir davon abhängig, ob eine zweite Mannschaft Lust auf den Aufstieg hat.

Vielleicht verstehst du jetzt meine Worte, warum ich selten zufrieden bin und mehr kritisiere. Wir haben mit dem Quotienten einen neuen Parameter und ein Wiedenbrückspiel kann weh tun.

Kennst du das wirtschaftliche min oder max Prinzip?

20.10.2020 - 19:35 - mazeppa

Dieser Kommentar wurde entfernt.

20.10.2020 - 19:33 - Unholt

@Außenverteidiger
Sehe ich anders. Du widersprichst auch deine eigene Aussage. Nehmen wir RWE mal außen vor und gehen von einem Aufsteiger aus. Dieser Verein braucht jeden Punkt, um die Klasse zu halten. Aufgrund eines für diesen Verein unglücklichen Spieltagansetzungsplan Spiel der Verein in der Hinrunde gegen jedes Topteam zu Hause und gegen die schwachen Mannschaften nur auswärts. Dadurch verliert man den Groteil seiner Heimspiele und auswärts kommen auch nur wenige Punkte zusammen. Dann wird man aufgrund des Quotienten defensiv absteigen. Ein anderes Team hat die entgegengesetzte Konstellation und holt zu Hause dadurch viele Punkte. Die Auswärtsniederlagen gegen die Topteams wiegen da nicht so schwer. Hinzu kommt, dass dieses Team aufgrund seiner Erfolge eine breite Brust hat und vielleicht den ein oder anderen Punkt auswärts entführen kann. Weniger Druck heißt nicht zum siegen verdammt sein.

Das große Problem ist doch aber, dass diese Gefahr vor der Saison bekannt war. Man hätte mit zweigleisigen Ligen den Druck raus nehmen können und bei Unterbrechungen der Ligen große Puffer gehabt. 40 Spiele mit Corona und witterungsbeständig Spielausfällen können meiner Meinung nach nicht gut gehen.

Was passiert finanziell beim RWE wenn die Liga annulliert wird? Haben wir die Reserven, um im nächsten Jahr wieder neu zu starten? Und steigt Dortmund durch diesen Quotienten auf, lachen die sich schlapp. Außenverteidiger... das ist in meinen Augen der einzige große Verein in dieser Liga. Denn die können auch im nächsten Jahr neues Geld dank der Buli Mannschaft nachschieben.

20.10.2020 - 19:17 - Bierchen

# Außenverteidiger
Erwartest Du wirklich von der Funke Medien Gruppe qualifizierten Journalismus?
Ich bitte Dich!

20.10.2020 - 18:44 - Außenverteidiger

@Unholt: Der Quotient ist gerecht. Warum? Alle Mannschaften wussten zum Saisonstart bescheid. Sie konnten die Regeln erlernen und auf dem Platz anwenden. Was du verlangst, ist eine subjektive Regelauslegung, wo die Schwachen verlieren, weil die Stärkeren/Mächtigeren sich durchsetzen.

20.10.2020 - 18:42 - Außenverteidiger

Christian Brausch. In unserem Alter, sollten wir die Coronaregeln durchschauen. Warum? Weil man innerhalb des Föderalismus klare Strukturen geschaffen hat. Man muss sich in einer Pandemie genauso informieren, wie in anderen Zeiten. Vor Corona wurde eine gewisse Spontanität oder Flexibilität gefördert und gefordert. Wieso nicht auch in der Krise?
Alles zu viel Gejammer.
Wie soll man Bürgern die unterschiedlichen Maßnahmen vermitteln? Ganz einfach, indem man die wirtschaftliche Realität anerkennt und man vom Gegenüber verlangt, mehr Variablen zu berücksichtigen. Ein Wert, im zweidimensionalen Raum, kann natürlich nicht die Realität erklären. Viele Journalisten haben diesen Wert übrigens aufgepumpt, obwohl die Wissenschaftler klare Aussagen darüber getroffen haben, mehrere Parameter zu berücksichtigen.

Übrigens sind die Journalisten dazu da, über gesellschaftliche Themen zu informieren. Dazu müsste man sein Handwerk im klassischen Sinne beherrschen. ;)

20.10.2020 - 18:41 - Unholt

Äh... würde der Kommentar mittendrin abgebrochen? Was hat der Wendler hier zu suchen? Und was haben die 300 oder 500 Zuschauer jetzt für ne Aussagekraft in Bezug auf den Abbruch? Interessant wäre doch etwas über den Quotienten zu erfahren, der ja nicht gerecht sein kann. Bei der aktuellen Konstellation zum Beispiel wäre Dortmund aufgestiegen, weil sie 2 Punkte mehr haben als RWE. Im direkten Vergleich haben sie aber zu Hause gegen uns nur Unentschieden gespielt. Eine Chance auf einen Sieg im eigenen Heimspiel wird uns genommen. Ein Beigeschmack bekommt es, wenn die Konstellation anders herum gewesen und wir zu Hause gespielt hätten. Hätte Essen jetzt dieses Spiel gewonnen, wären wir mit 1 Punkt vor dem BVB. Wie erklärt man diese Ungerechtigkeit?

20.10.2020 - 17:15 - Spieko

Wer ist Wendler?
Hat der etwas mit Fußball zu tun?

20.10.2020 - 16:47 - faselhase07

Kommt da noch was oder war es das mit dem Kommentar?

Naja, Hauptsache der Wendler, RWE und RWO wird genannt :-)