Nach mehr als zwei Jahren ist Gino Lettieri seinen Trainerjob im Ausland wieder los.

In Polen

Ex-MSV-Trainer im Ausland entlassen

02. September 2019, 17:38 Uhr
Foto: firo

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Nach mehr als zwei Jahren ist Gino Lettieri seinen Trainerjob im Ausland wieder los.

Der 52-jährige Deutsch-Italiener heuerte zum 5. Juni 2017 bei Korona Kielce an.

Nach einem schlechten Saisonstart mit nur vier Punkten aus sieben Spielen trennten sich die Korona-Verantwortlichen nach der jüngsten 0:2-Niederlage gegen Jagiellonia Bialystok von Lettieri, der zwischen Juli 2014 und November 2015 auch hier im Ruhrgebiet für den MSV Duisburg zuständig war. Lettieri verlor die letzten vier Ligaspiele mit Kielce.

In Kielce spielt auch Michael Gardawski, der den MSV-Fans ebenfalls ein Begriff sein dürfte. Gardawski spielte von 2013 bis 2015 in Duisburg. Er scheint sich in Polen pudelwohl zu fühlen und verlängerte unlängst seinen Vertrag bis zum Sommer 2022. Den Weg in Kielce wird er in Zukunft ohne Lettieri bestreiten müssen.

In 88 Pflichtspielen als Korona-Trainer kann der in Zürich geborene Lettieri auf 30 Siege, 25 Unentschieden und 33 Niederlagen zurückblicken. Sein Punkteschnitt liegt bei 1,33 Zählern pro Partie. In der vergangenen Saison erreichte er mit Korona Kielce das Halbfinale im polnischen Pokal-Wettbewerb. In der Liga wurde Korona Kielce Tabellenzehnter - von 16 Mannschaften.


Der Kontakt zu Lettieri kam vor zwei Jahren durch den ehemaligen Bundesliga-Torwart Dieter Burdenski zustande. Der 68-Jährige hatte Mitte April 2017 72 Prozent der Anteile an dem Klub übernommen. Im Gegensatz zu Deutschland, wo die sogenannte 50+1-Regel es verbietet, dass Einzelpersonen oder Unternehmen ohne Bezug zum Klub die Mehrheit in einem Verein übernehmen, gibt es diese Beschränkung in Polen nicht.

Kielce war nach 1860 München II, Bayern Hof, FC Augsburg, Bonner SC, SpVgg Bayreuth, SV Darmstadt 98, Wacker Burghausen, SpVgg Weiden, SV Wehen Wiesbaden, Arminia Bielefeld, MSV Duisburg und FSV Frankfurt bereits die 13. Trainerstation des Fußballlehrers Gino Lettieri, dessen Vertrag in Polen ursprünglich noch bis zum 30. Juni 2020 lief.


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